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The Fall of the Titans Print by Cornelis Cornelisz van Haarlem

Sturz der Titanen, Cornelis van Haarlem

Titan ist in der griechischen Mythologie der Sohn Uranos' und dessen Mutter Gaia. Dieser Fassung zufolge gebar Gaia auch die Titäa, die mit Titan das erste Titanenpaar darstellt, von dem die Titanen, sechs Söhne und sechs Töchter, abstammen, wobei die Schwestern auch als Titaniden bezeichnet werden.

Clash of the Titans Print by Koloman Moser

Clash of the Titans. Koloman Moser

Die Titanen

Einer anderen Erzählung zufolge stammen die Titanen jedoch direkt von Uranos und Gaia ab, sodass Titäa demzufolge als Beiname der Gaia zu sehen ist. Die Titanen bilden so oder so das älteste Göttergeschlecht der griechischen Mythologie. Es sind dies:

  1. Hyperion - Licht- und Sonnengott, zeugte mit Gattin Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die Göttin der Morgenröte Eos
  2. Iapetos - Gatte der Nymphe Klymene (Tochter des Okeanos), wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros verbannt
  3. Koios - wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros gestoßen
  4. Kreios - Gatte der Eurybia
  5. Kronos - Vater des Zeus, wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Herrscher der Welt; Gatte von Rhea; wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht nun auf der Insel der Seligen
  6. Mnemosyne - Mutter der neun Musen
  7. Okeanos - Herr des Ozean, stärkster der Titanen, zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen
  8. Phoibe - Frau des Koios, Mondgöttin
  9. Rhea - Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus; herrscht mit Gatte Kronos seit dessen Entmachtung auf der Insel der Seligen
  10. Tethys - Meeresgöttin, Gattin des Okeanos, als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
  11. Theia - Gattin des Koios, fordert für ihre Kinder einen Herrschaftsanspruch neben den Titanen, woraufhin Hyperion und Helios getötet werden und Selene Selbstmord begeht
  12. Themis - Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, zweite Gattin (nach Methis) des Zeus, sie kennt die Zukunft und ermöglicht so Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben und die Erde neu zu bevölkern


Episode De La Guerre Des Titans Print by Theodore Gericault

Episode De La Guerre Des Titans, Theodore Gericault

Titan Iapetos zeugt mit Klymene weitere Titanen:

Die ersten Kinder, die Gaia dem Uranos gebar, die Kyklopen und Hekatoncheiren, waren diesem von Anfang an verhasst, so dass er sie in die inneren Höhlungen der Erde (den Tartaros) verbannte und (nach Hesiod: Theogonie) Freude an diesem schlimmen Werk empfand. Da Gaia darunter litt, versteckte sie die folgenden Kinder, brachte den grauen Stahl hervor, machte daraus eine Sichel und überreichte ihnen diese, damit sie ihn bestraften. Der jüngste der Titanen, Kronos folgte dem Wunsch seiner Mutter Gaia und entmannte Uranos, da dieser als erster eine schlimme Tat ersonnen habe. Die "Männlichkeit" des Uranos warf er ins Meer, und aus dem weißen Schaum, der um die unsterbliche Haut herum entstand, wuchs Aphrodite heraus.

Damit fand die Urzeugung zwischen Himmel und Erde ihr Ende: Der Himmel näherte sich fortan der Erde nicht mehr zur allnächtlichen Begattung. Mit der Herrschaft des Kronos jedoch begann ein Goldenes Zeitalter, in dem noch Honig aus den Eichen floss, und das anhielt, bis Kronos von Zeus besiegt wurde, siehe dort.

Griechische Mythologie

Zagreus von den Titanen in Teile zerissen, Hydria aus Kameiros

Von den Titanen verbinden sich im übrigen vier Schwestern mit vier Brüdern:

Theia gebiert dem Hyperion den Helios (die Sonne), die Selene (den Mond) und Eos (das Frühlicht).

Phoibe wird durch Koios zur Ahnin eines Göttergeschlechts, zu dem Leto, Artemis und Hekate sowie Apollon gehören

Rhea nimmt Kronos zum Mann und bringt Hestia, Demeter und Hera sowie Hades, Poseidon und Zeus zur Welt.

Tethys und Okeanos sind die Eltern der Okeaniden.

Iapetos zeugt mit Klymene weitere Titanen: den harten Atlas, den überheblichen Menoitios, sowie Epimetheus und Prometheus, den Freund der Menschen.

Der Kampf mit den Göttern

Hesiod erzählt, dass nach dem Sieg des Zeus über Kronos und der Freilassung aller von Uranos und Kronos gefangen gehaltenen oder verschlungenen Kinder zwischen den Titanen auf dem Gipfel des Berges Othrys und den neuen Göttern auf dem Olymp ein heftiger Kampf entbrannte, der erst entschieden werden konnte, als Gaia letzteren verriet, wie der Sieg zu erringen sei: Die Hundertarmigen sollten vom äußersten Rand des Erdkreises zur Hilfe herbeigeholt werden und mit Nektar und Ambrosia bewirtet werden - und tatsächlich sagten diese nach dieser göttlichen Bewirtung ihren Beistand zu. Als der Kampf zwischen Göttern und Titanen neu entbrannte, bewarfen die Hundertarmigen die Titanen mit Steinen, sodass sie unter diesen begraben wurden. Schließlich auch noch gefesselt wurden sie in den Tartaros gestoßen, von wo sie niemals mehr entkommen können, da Poseidon eine eherne Tür baute und die Hundertarmigen diese nun bewachen.

Okeanos und Helios sowie alle Titaninnen sollen an diesem Kampf nach anderen Angaben nicht beteiligt gewesen sein, so dass die Olympier letztlich nur gegen vier Titanen kämpften, was uns wiederum zeigen würde, wie stark sie tatsächlich waren - zumal Okeanos selbst manchmal als stärkster der Titanen bezeichnet wird.

Einer anderen Version dieser Geschichte zufolge ist der Sieg über die Titanen Zeus alleine zuzuschreiben, der Donner und Blitz, jene Geschenke der Kyklopen, die er nach seinem Sieg über Kronos befreit hatte, als Waffen einsetzte.

Griechische Mythologie

Titan vom Blitz getroffen, Dumont, Louvre MR1840

Griechische Mythologie

Titanomachie , Joachim Wtewael

Quellen

Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen - Die Heroen-Geschichten; München (dtv) 1992 (ISBN 3-423-30031-0)

Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. A. d. Engl. v. Hugo Seinfeld. 15. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 (Rowohlts Enzyklopädie; rororo, Bd. 55404). 759 S. ISBN 3-499-55404-6

Rose, Herbert Jennings: Griechische Mythologie. Ein Handbuch.- 9. Aufl. München: C. H. Beck, 1997. IX, 441 S. ISBN 3-406-33223-4

Griechische Mythologie

Der Titan Anytos, Damophon, Lykosoura Despoina Heiligtum

Siehe auch

  • Stammbaum der griechischen Götter und Helden

Bilder der Griechischen / Römischen Mythologie chronologisch sortiert.. (Englisch)

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