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Griechische Mythologie

Narziss, Caravaggio, 1598-99, 110 x 92 cm, Galleria Nazionale d'Arte Antica, Rome, Italy

Narziss (Νάρκισσος; Nárkissos, griechische Transliteration, oder Narcissus, lat. Transliteration) ist in der griechischen Mythologie der schöne Sohn des Flussgottes Kephisos und der Leiriope (Hyginus fab. 271 und Ovid met.3,343).

Der Sage nach wies der vielfach Umworbene auch die Liebe der Nymphe Echo zurück. Dafür wurde er von Nemesis, nach anderen Quellen durch Aphrodite, dergestalt bestraft, dass er in unstillbare Liebe zu seinem eigenen im Wasser widergespiegelten Abbild verfiel. Damit erfüllte sich das Dictum des Sehers Teiresias, wonach er ein langes Leben nur dann haben werde, wenn er sich nicht selbst kennen lerne. Eines Tages setzte er sich an den See, um sich seines Spiegelbildes zu erfreuen, woraufhin durch göttliche Fügung ein Blatt ins Wasser fiel und so durch die erzeugten Wellen sein Spiegelbild trübte - geschockt von der vermeintlichen Erkenntnis, er sei hässlich (wegen der Wellen, die sein Spiegelbild verzerrten), starb er. Nach seinem Tode wurde er in eine Narzisse verwandelt (Pausanias 9.31,7).

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Pausanias glaubt eher an eine andere Geschichte. So hatte Narziss eine Schwillingsschwester die so aussah wie er und auch die gleichen Kleider trug. Er verliebte sich in seine Schwester. Als sie starb ging er zu der Quelle um sein Spiegelbild zu sehen.Er fand ein bisschen Trost bei diesen Anblick denn es war so als würde er seine Schwester betrachten. Außerdem sagt Pausanias ein Dichter Pamphos der vor Narziss lebte soll in einem Gedicht über die Narzisse geschrieben haben, Narziss muss äußerst stupig gewesen sein wenn er als Erwachsener sein eigenes Spiegelbild nicht erkennen würde.

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Leiriope mit Narziss befragt Teiresias, Giulio Caprioni, 160 x 230 cm , 1660/1670.

Narziss war ein beliebter Gegenstand der bildenden Kunst in der Antike. So finden sich Darstellungen des Narzissus auf geschnittenen Steinen, späten Reliefs und besonders Sarkophagen. Am bekanntesten sind die etwa 50 Wandgemälde mit Darstellungen des Narziss, die in Pompeji gefunden wurden. Sie zeigen ihn in verschiedenen Variationen als Jäger am Wasser sitzend und sein Spiegelbild (nicht immer mit dargestellt) betrachtend.

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Echo and Narcissus (1903), J. W. Waterhouse

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Griechische Briefmarke, Narziss und Narzisse

Narcissus Odorus

Literatur

  • Almut-Barbara Renger (Hrsg.): Mythos Narziß. Texte von Ovid bis Jacques Lacan. Reclam, Leipzig 1999, ISBN 3-379-01661-6
  • W. Prehn, Der Spiegel des Narziss – Die Bedeutung sozialer Geschlechterrollen für die Narzissikonographie, in: D. Scagliarini Corlàita (Hrsg.), I temi figurativi nella pittura parietale antica (IV sec. a.C.–IV sec. d.C.). Atti del VI Convegno Internazionale sulla Pittura Parietale Antica (1997) 107
  • L. Balensiefen, Die Bedeutung des Spiegelbildes als ikonographisches Motiv in der antiken Kunst (1990) 230 .

Siehe auch

Bilder der Griechischen / Römischen Mythologie chronologisch sortiert.. (Englisch)

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