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Eurystheus (griechisch Εὐρυσθεύς ) ist ein König von Mykene aus der griechischen Mythologie. Er ist ein Enkel des Helden Perseus. Er ist vor allem für die zwölf Aufgaben bekannt, die er Herakles auferlegte. Herakles und er erhoben beide Anspruch auf den Thron von Mykene.

Herakles Stiefvater Amphitryon ist wie Eurystheus Vater Sthenelus ein Sohn von Perseus. Vor Herakles Geburt erklärte Zeus, dass der erstgeborene Enkel von Perseus dessen Königreich erhalten solle. Hera veranlasste daraufhin, dass Eurystheus früher als erwartet geboren und damit König von Mykene wird. Als Herakles von Eurystheus den Thron verlangt, erlegt Eurystheus Herakles die zehn Aufgaben auf.

Griechische Mythologie

  • Die erste Aufgabe ist der Kampf mit dem Nemeischen Löwen. Fortan trägt Herakles das Fell des Tiers als Panzer. Eurystheus hat so viel Angst vor Herakles, dass er sich in einem Eisentopf versteckt und von nun an nur noch über den Herold Kopreus die Aufgaben an Herakles weitergibt.
  • Seine zweite Aufgabe ist die Tötung der Hydra. Herakles nimmt bei dieser Aufgabe seinen Neffe Iolaos mit, der für ihn den Wagen steuert. Als Eurystheus erfährt, dass Herakles nicht allein war, erklärt er die Lösung der Aufgabe als ungültig, damit zählt sie nicht zu den zehn Aufgaben.
  • Da Herakles offensichtlich die schrecklichsten Ungeheuer bezwingen kann, ersinnt Eurystheus für die dritte Aufgabe, dass Herakles für ihn die Kerynitische Hirschkuh fangen solle. Diese Hirschkuh ist aber der Mondgöttin Artemis geweiht. Herakles kann nur dann die Erlaubnis der Göttin erhalten, die Hirschkuh mitzunehmen, wenn er sie der Göttin wieder zurückbringt. Eurystheus jedoch plant, Kerynitis für sich in seiner Menagerie zu halten. Um sowohl die Aufgabe wie auch das Versprechen gegenüber der Göttin zu halten, verlangt Herakles, dass Eurystheus persönlich die Hirschkuh in Empfang nehmen müsse. Als der König jedoch gerade Kerynitis nehmen will, lässt Herakles sie los, sodass sie zurück zur Göttin flüchten kann. Herakles kann sich dadurch herausreden, dass der König nicht schnell genug war.

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  • Als vierte Aufgabe muss Herakles den Erymantischen Eber fangen. Als Herakles mit dem Tier zurückkommt, fürchtet sich Eurystheus so sehr dass er sich abermals im einen Pithos versteckt.
  • Herakles fünfte Aufgabe ist es, den Augiasstall sauberzumachen. Eurystheus hofft, dass Herakles sich so schmutzig macht, dass er sein Ansehen bei den Leuten verlieren würde. Herakles jedoch leitet kurzerhand einen Fluss um, und säubert den Stall schnell und unbefleckt. Auch die Lösung dieser Aufgabe lässt Eurystheus nicht gelten, da Herakles für die Säuberung des Stalls Lohn genommen hat.
  • Die sechste Aufgabe ist, die Stymphalischen Vögel zu vertreiben.
  • Die siebente Aufgabe, den Stier von Kreta zu fangen. Eurystheus lässt den Stier später jedoch wieder frei, so dass er weiterhin viel Unheil in Griechenland anrichtet.
  • Die achte Aufgabe ist die Rosse des Diomedes zu stehlen. Eurystheus warnt Herakles jedoch nicht davor, dass die Tiere Menschen fressen. Nachdem Herakles die Bestie zurückgebracht hat, weiht Eurystheus sie Hera und setzt sie in Argos frei. Deren Nachkommen sollen später Alexander dem Großen gedient haben.
  • Auf Verlangen seiner Tochter Admete verlangt Eurystheus von Herakles das Wehrgehenk der Amazonenkönigin Hippolyte als neunte Aufgabe.
  • Die zehnte Aufgabe ist die Beraubung der Rinder von Geryon.
  • Da Eurystheus zwei der Aufgaben nicht anerkannte, erlegt er Herakles noch zwei weitere, die elfte ist der Raub der Äpfel der Hesperiden.
  • Die letzte Aufgabe von Eurystheus ist, ihm den Wachhund des Hades, Zerberus zu bringen. Nachdem Herakles alle Aufgaben erledigt hat, gibt Eurystheus auf und überlässt Herakles den Thron.

Nach Herakles Tod jedoch versucht Eurystheus, Herakles Kinder, die Herakliden, zu töten. Die Herakliden fliehen nach Athen. Als Eurystheus die Stadt angreift, wird er vernichtend geschlagen, seine Söhne werden getötet. Eurystheus wird gefangen. Eurystheus verspricht den Athenern, dass er nach seinem Tode ihr Land gegen die Nachkommen der Herakliden beschützen würde, wenn sie ihn ehrenvoll bestatten. Sparta und Argos, die später gegen Athen um die Vorherrschaft in Griechenland streiten würden, gelten als die Nachkommen der Herakliden.

Quellen

  • Apollodor, Bibliotheke (II, 4, 5 ; II, 5, 9 ; II, 8, 1 ; III, 9, 2)
  • Diodor, Bibliotheke (IV, 9, 5 ; IV, 57, 6)
  • Euripides, Herakliden
  • Pausanias, (I, 32, 6, I, 44, 9 )
  • Pindar, Oden (Pythische, IX, 79 ; XI)

Literatur

Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen - Die Heroen-Geschichten, dtv, ISBN 3-423-30031-0

Michael Grant und John Hazel, Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, dtv, ISBN 3-423-32508-9

Robert von Ranke-Graves: "Griechische Mythologie - Quellen und Deutung", rororo, ISBN 3-499-55404-6

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