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Zeuxis von Herakleia (griechisch Ζεῦξις) war einer der berühmtesten Maler des antiken Griechenland. Er lebte gegen Ende des 5. und in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr.

Er war noch Vertreter der alten Vierfarbenmalerei, soll aber besonderen Wert auf Illusionen gelegt haben. Seine Bilder fielen durch sorgfältige Technik, harmonische Wirkung von Licht und Schatten und durch die gedrungenen Formen der Figuren auf.

Zeuxis' Wahl eines Models für das Bild von Helena aus dem Kreis der Mädchen von Kroton, François-André Vincent


Palazzo Bindi Segardi : Zeuxis malt das Porträt von Helena , Domenico Beccafumi

Zeuxis' Wahl der Schönheit , Edwin Long

Die Fünf gewählten , Edwin Long

Obwohl von seinen Werken nichts erhalten ist, lässt sich aus zahlreichen Erwähnungen bei verschiedenen antiken Autoren ein ungefähres Bild von seinem Schaffen gewinnen. Zeuxis galt als Schüler des Apollodoros von Athen (Plinius, nat. his. 35, 62), dessen Erfindung der Schattenmalerei er vervollkommnete.

Er malte den Palast des Königs Archelaos I. von Makedonien aus und schuf für die Stadt Kroton (in Unteritalien) ein Bild der Helena, als Ideal weiblicher Schönheit. Nach den überlieferten Titeln seiner sonstigen Werke scheint er eine Vorliebe für die Darstellung menschlich-tierischer Mischwesen gehabt zu haben. Außer dem Bild einer Zentaurenfamilie, welches durch eine Beschreibung von Lukian von Samosata (in "Zeuxis oder Antiochos") näher bekannt ist, malte er Darstellungen des Satyrs Marsyas, des Hirtengottes Pan, des Windgottes Boreas und des Meerdämons Triton.

Nach Plinius soll Zeuxis im 5. Jh. v. Chr. Trauben auf einem Wandbild so täuschend echt gemalt haben, dass sie von Vögeln angepickt wurden. Sein Konkurrent Parrhasios malte daraufhin einen Schleier über verschiedene gemalte Gegenstände so naturalistisch, dass Zeuxis den Schleier beiseite schieben wollte, um die Malerei darunter besser betrachten zu können. Auch bei der in der Renaissance beliebten Scheinarchitektur handelt es sich um Trompe-l'œil-Effekte durch Perfektionierung der Wiedergabe von Licht und Schatten und der Perspektive.

Rezeption

Selbstbildnis als Zeuxis von Rembrandt van Rijn

Literatur

Ulrike Koch-Brinkmann: Zeuxis (I), in: Künstlerlexikon der Antike Bd. 1 (2001) S. 534-535 (mit Quellen und Literatur).

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