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- Kunst Galerie -

 

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Brauron ist eine antike Kultstätte der Artemis an der Ostküste Attikas, etwa auf der Höhe von Athen.

Geschichte

Besiedlung seit der Jungsteinzeit (3500 v. Chr.), Bedeutung in vorgeschichtlicher Zeit wohl vor allem wegen eines Naturhafens und günstiger Lage zu den Kykladen und Kleinasien und deshalb Aufstieg des Ortes bis in mykenische Zeit (1100 v. Chr.), danach aus unbekannten Gründen möglicherweise sogar verlassen. Zweihundert Jahre später Wiederbelebung, weitere 200 Jahre später (700 v. Chr.) Beginn der Blütezeit des Heiligtums, die um 300 v. Chr. nach einer Überschwemmung endet.

Nach der lokalen Tradition galt Brauron als der Ort, an dem sich die Flotte der Griechen zum Auslaufen nach Troja versammelt hat und an dem Iphigenie geopfert wurde (vgl. Trojanischer Krieg).

Heiligtum

Mädchenstatue (arktos) mit Taube. 4. Jh. v. Chr., [Quelle]

Stoa des Artemisheiligtums
Mädchenstatue (arktoi) mit Kaninchen.
4. Jh. v. Chr.
Das alte Brauron

Die gesamte Anlage hatte eine Größe von ca. 60 x 80 m.

Der eigentliche, dorische Tempel bedeckte eine Fläche von 19,20 x 10,35 m und war das höchstgelegene Gebäude. Es hat zuvor wohl einen älteren Tempel gegeben. Um den vor dem Tempel stehenden Altar fanden Kulttänze der Mädchen statt, wie es Tonkraterisken aus dem 5. Jahrhundert zeigen. Es wurde auch die heilige Jagd der Artemis als Mysterienspiel aufgeführt. Die Weihereliefs zeigen Artemis als die alte „Herrin der Tiere“, die vorgeschichtliche, weibliche Gottheit der Natur, der Fruchtbarkeit, des Lebens und des Todes. Geopfert wurden in der Regel Stiere.

Im Heiligtum wurde das Grab der Iphigenie gezeigt, die von Tauris nach Brauron zurückgekehrt war. Es hat das Aussehen einer Grotte. Iphigenie wurde mit Hekate verbunden. Dieser wurden die Gewänder der Frauen, die bei der Geburt starben, dargebracht; der Artemis die Gewänder der Frauen, deren Geburt glücklich verlief.

Größtes Gebäude des Heiligtums ist die „Stoa der Arktoi“ oder „Bärinnenhalle“, die die Form des Buchstaben Pi aufweist, wohl weil ursprüngliche Planungen wegen Geldmangels revidiert werden mussten. Hier befanden sich insgesamt 9 Zimmer mit 99 hölzernen Klinen = Speise-Sofas. Vor den Zimmern wurden viele Statuen von Mädchen und Knaben im Alter von zehn bis zwölf Jahren gefunden.
Feste

In Brauron verbrachten adlige Mädchen einige Zeit als arktoi (Bärinnen), u.a. mit Tanz, Wettläufen und der Webkunst. Sie wurden hier auf ihre Rolle als erwachsene Frauen vorbereitet. Aus dem 4. Jahrhundert ist ein Beschluss aus Athen bekannt, demzufolge alle Mädchen arktoi in Brauron sein mussten. Arkteia war der Name eines Initiationsrituals für Mädchen vor der Pubertät, an dem die arktoi teilnahmen. Außerdem waren sie verpflichtet, an den Brauronien, die alle vier Jahre stattfanden, teilzunehmen. Die Mädchen blieben im Dienst der Göttin, bis sie das Brautalter erreichten.

Das alte Brauron, das sogennante Grab der Iphigenie [Quelle]

Sieben Jahr eben alt, Trug ich schon Herse's Kleid, Ward mit zehn Jahren dann Müllerin der Artemis,
Und im Krokoskleid in Brauron ihr geweiht am Bärenfes
t; Aristophanes, Lysistrata

Das alte Brauron, das sogennante Grab der Iphigenie [Quelle]

Sieben Jahr eben alt, Trug ich schon Herse's Kleid, Ward mit zehn Jahren dann Müllerin der Artemis,
Und im Krokoskleid in Brauron ihr geweiht am Bärenfes
t; Aristophanes, Lysistrata

Weihrelief der Artemis, Brauron Museum 1154

Die Brauronia waren ein großes Fest mit musikalischen und reiterlichen Wettkämpfen. Kleinere, lokale Feste wurden jedes Jahr gefeiert. Zu dem großen Brauronia setzte sich ein großer geräuschvoller Festzug vom Brauronion auf der Akropolis in Athen in Bewegung.
Quellen

Petros G. Themelis: Brauron – Führer durch das Heiligtum und das Museum. Apollo-Verlag, Athen, o. D.
Jan N. Bremmer: Götter, Mythen und Heiligtümer im antiken Griechenland. Berlin 1998, ISBN 3-548-26537-5
Maria Mavromataki, Mythologie und Kulte Griechenlands, Athen 1997
Karl Kerenyi: Die Mythologie der Griechen I. 19. A., München 1998, ISBN 3-423-30030-2

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