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Der lateinische Satz „Fiat iustitia, et pereat mundus“ bedeutet auf deutsch: „Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde“. Er wird überliefert als Wahlspruch des Kaisers Ferdinand I. (1556-1564) und charakterisiert eine Haltung, die sich Recht um jeden Preis verschaffen will.

Heute wird der Spruch meistens ironisch zitiert, um eine gesinnungsethisch ausgerichtete Rechtsauffassung und -praxis zu kritisieren, die die Bewahrung der Rechtsprinzipien um jeden Preis auch auf Kosten der Gesellschaft durchsetzen will.

Das lateinische Zitat stammt nicht von den Römern. Römisches Rechtsdenken und römische Rechtspraxis wurden geleitet von dem Grundsatz „Cui bono“? (Wem zum Vorteil?)

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