- Kunst Galerie -

 

.

Marcos Baghdatis (griechisch Μάρκος Παγδατής - Márkos Pagdatís; * 17. Juni 1985 in Limassol) ist ein zyprischer Tennisspieler.

Karriere

Baghdatis zog mit 13 Jahren nach Paris und trainierte dort an einer Tennisakademie. 2003 war er der beste Juniorenspieler der Welt, unter anderem gewann er die Juniorenkonkurrenz der Australian Open und zog ins Finale der US Open und der Australian Open ein.

Im Jahr 2005 erreichte Baghdatis bei den Swiss Indoors in Basel sein erstes Finale bei einem ATP-Turnier und schaffte als erster Vertreter seines Landes den Sprung unter die ersten 100 der Weltrangliste.

Sein bislang größter Erfolg ist das Erreichen des Finales der Australian Open 2006, in deren Verlauf er unter anderen die gesetzten Spieler Andy Roddick (Nummer 2), Ivan Ljubicic (Nummer 7) und David Nalbandian (Nummer 4) besiegte. Das Finale verlor er gegen die Nummer 1 der Weltrangliste, Roger Federer, mit 7:5, 5:7, 0:6, 2:6. Trotz der Finalniederlage machte Baghdatis einen großen Sprung in der Weltrangliste und rangierte erstmals in seiner Karriere unter den besten 30 Spielern der Welt.

Sein wohl bisher spektakulärstes Match bestritt Baghdatis bei den US Open 2006, wo er gegen Andre Agassi um den Einzug in die dritte Runde kämpfte. Agassi hatte vor Beginn der US Open angekündigt, dass er nach diesem Turnier seinen Rücktritt vom professionellen Tennissport erklären würde, was jedes seiner Matches zu seinem potentiell letzten machte. Nachdem Agassi die beiden ersten Sätze gewann, kämpfte sich Baghdatis zurück ins Spiel und gewann die Sätze 3 und 4. Im fünften und entscheidenden Satz – es war unterdessen nach Mitternacht in New York – litt Baghdatis mehr und mehr unter Schmerzen in seinem linken Oberschenkel. Zeitweise humpelte er nur noch – von Krämpfen geplagt – über den Court. Trotzdem konnte er Agassi bis zum Stand von 5:6 Paroli bieten und benötigte nur noch einen Punkt, um sich ins entscheidende Tiebreak zu retten.

Zwei aufeinanderfolgende Doppelfehler drehten jedoch wieder das Blatt, und Agassi gewann nach 3:48 Stunden mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 7:5. Ein weiteres spektakuläres Match lieferte sich Baghdatis mit Djokovic im Viertelfinale von Wimbledon 2007. Dieses Match dauerte ganze 5 Stunden. Baghdatis unterlag schließlich mit 6:7, 6:7, 7:6, 6:4 und 5:7.

Die Saison 2010 begann für ihn mit dem Sieg beim Turnier in Sydney erfolgreich. Im Finale besiegte er den an Nummer 8 gesetzten Franzosen Richard Gasquet mit 6:4 und 7:62.
Wirkung

Baghdatis ist in seinem Heimatland Zypern ein Volksheld und löste mit seinem Einzug ins Endspiel der Australian Open eine riesige Euphorie und einen wahren Tennisboom aus. Laut einer Umfrage vor den Australian Open war Baghdatis die zweitbekannteste Person in Zypern nach dem damaligen Staatspräsidenten Tassos Papadopoulos. Einzigartig sind auch die Fans von Marcos Baghdatis, die ihn während seiner Spiele lautstark unterstützen, wie es sonst eher bei Fußballspielen üblich ist. Aufgrund seiner riesigen Popularität entschied die zyprische Regierung, Baghdatis den Militärdienst zu erlassen.
Privat

Marcos Baghdatis ist der Sohn eines griechisch-orthodoxen Vaters, der aus dem Libanon kommt. Seine Mutter ist eine griechische Zyprerin. Sein Vater, Christos, immigrierte nach Zypern, als er Androula kennenlernte. Zudem besitzen seine Eltern ein Bekleidungsgeschäft in Paramytha, einem kleinen Dorf nahe Limassol. Baghdatis hat drei Geschwister: eine Schwester Zena und zwei ältere Brüder, Marinos und Petros, die ebenfalls im Davis Cup für Zypern spielten. Außerdem ist Baghdatis ein gläubiger Christ, er bekreuzigt sich vor jedem Spiel.

Erfolge
Legende
Grand Slam
Tennis Masters Cup /
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series /
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold /
ATP World Tour 500 Series
ATP International Series /
ATP World Tour 250 Series

Titel nach Belag
Hartplatz (3)
Sand (0)
Rasen (0)
Teppich (1)
Einzel
Siege (4)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 17. September 2006 China Peking Hartplatz Kroatien Mario Ančić 6:4, 6:0
2. 4. Februar 2007 Kroatien Zagreb Hartplatz (i) Kroatien Ivan Ljubičić 7:64, 4:6, 6:4
3. 25. Oktober 2009 Schweden Stockholm Teppich (i) Belgien Olivier Rochus 6:1, 7:5
4. 16. Januar 2010 Australien Sydney Hartplatz Frankreich Richard Gasquet 6:4, 7:62
Finalteilnahmen (6)


Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 30. Oktober 2005 Schweiz Basel Teppich (i) Chile Fernando González 7:610, 3:6, 5:7, 4:6
2. 29. Januar 2006 Australien Australian Open Hartplatz Schweiz Roger Federer 7:5, 5:7, 0:6, 2:6
3. 18. Februar 2007 Frankreich Marseille Hartplatz (i) Frankreich Gilles Simon 4:6, 6:73
4. 17. Juni 2007 Deutschland Halle (Westf.) Rasen Tschechien Tomáš Berdych 5:7, 4:6
5. 8. August 2010 Vereinigte Staaten Washington, D.C. Hartplatz Argentinien David Nalbandian 2:6, 6:74
6. 24. Oktober 2010 Russland Moskau Hartplatz Serbien Viktor Troicki 6:3, 4:6, 3:6
Doppel -
Finalteilnahmen -
Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 6. Januar 2008 Indien Chennai Hartplatz Frankreich Marc Gicquel Thailand Sanchai Ratiwatana
Thailand Sonchat Ratiwatana 4:6, 5:7

Bilanz


Turnier 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
Australian Open 3 3 AF 3 2 F AF –
French Open 2 3 1 1 AF 2 1 –
Wimbledon 3 1 - AF VF HF 1 –
US Open 1 - - 1 2 1 2

AF = Achtelfinale, VF = Viertelfinale, HF = Halbfinale, F = Finale, S = Sieg, Ziffer = Vorrunde

Antikes Griechenland

Biographien, Griechische Mythologie , Kriegführung, Kunst, Architektur, Wissenschaft, Philosophie, Literatur, Sport, Leben, Geschichte, Index, Bilder/Zeichnungen

Griechenland im Mittelalter

Byzanz, Biographien, Kunst, Literatur, Orthodoxie, Byzantinische Armee, Geschichte, Index

Griechenland in der Neuzeit

Geographie, Inseln, Städte, Kunst, Musik, Biographien, Film, Sport, Wissenschaft, Literatur, Geschichte,

---

Index

Zypern

Hellenica Bibliothek - Scientific Library

Index Griechisch: Αλφαβητικός κατάλογος


Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.

Griechen, Antike

Griechen

Griechenland

Index

Hellenica World