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Griechische Mythologie

Niobe (Νιόβη) war in der griechischen Mythologie

1. eine Tochter des Phoroneus und der Teledike (Kinna), Sie war die erste sterbliche Geliebte des Zeus und gebar ihm den Argos.


2. die Tochter des Tantalos und Schwester des Pelops, war die Gemahlin des thebanischen Königs Amphion, dem sie viele Söhne und Töchter gebar. Stolz auf ihre zahlreiche Nachkommenschaft, vermaß sie sich, der Leto (Latona) sich gleichzustellen, welche nur zwei Kinder, Apollon und Artemis geboren hatte, und hinderte das Volk an der Verehrung dieser Gottheiten.

Zur Strafe dieser Überhebung streckten Apollon und Artemis an einem Tag sämtliche Kinder der Niobe nieder. Die Eltern vermochten den Jammer nicht zu überleben; Amphion tötete sich selbst, und Niobe, die der ungeheure Schmerz erstarren liess, wurde von den Göttern in Stein verwandelt und in ihre alte phrygische Heimat am Berg Sipylos zurückversetzt; aber auch der Stein hörte nicht auf, Tränen zu vergießen.

Griechische Mythologie

Die in Stein verwandelte Niobe weint um ihre Kinder

Später ward die Sage mannigfach verändert und erweitert. Der hochtragische Stoff wurde von den Meistern der dramatischen wie der bildenden Kunst vielfach behandelt. Von den Tragödien des Äschylos und Sophokles sind nur noch Fragmente übrig; dagegen besitzen wir an der auf dem Esquilin 1583 ausgegrabenen, jetzt in den Uffizien zu Florenz stehenden Gruppe der Niobe und ihrer Kinder eins der herrlichen Werke der alten Plastik, wenn auch nur in Nachbildung aus römischer Zeit. Von dem griechischen Original, das Plinius im Tempel des Apollo Sosianus zu Rom aufstellte sah, wußte man aber damals schon nicht mehr zu sagen, ob Praxiteles oder Skopas der Urheber sei.

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Niobid Gruppe, Uffizi Florenz

Den Mittelpunkt der Gruppe bildet die erhabene und edle Gestalt der Niobe selbst mit der zu ihren Füßen hingestürzten, ihr Haupt im Schoß der Mutter bergenden Tochter. Ihre Kinder fliehen von beiden Seiten her, teils schon getroffen, teils sich entsetzt umschauend nach den schwirrenden Todesgeschossen, der Mutter zu. Die vorzügliche Einzelkopie einer Tochter aus der Gruppe, jetzt im Museo Chiaramonti des Vatikans befindlich, gibt von der Schönheit des Originals die beste Anschauung. Einzelne Reliefs und Wandbilder wiederholen denselben Gegenstand; Terrakottafiguren flüchtender Niobiden haben sich in der Krim gefunden. Niobe ist wahrscheinlich ursprünglich nur eine besondere Form der Erdgöttin, deren Sprößlinge von den versengenden Pfeilen des Sonnengottes dahingestreckt werden.


Quellen

  • Apollodor, Bibliotheke (III, 5, 6)
  • Homer, Ilias (XXIV, 602)
  • Hyginus, Fabulae (IX ; XI ; LXXXII ; LXXXIII)
  • Ovid, Métamorphosen [ (VI, 148–287)
  • Parthenios von Nikaia, Peri Erotikon Pathimaton (XXXIII)
  • Pausanias, (II, 21).

Literatur

  • Welcker, Über die Gruppierung der N. und ihrer Kinder (Bonn 1836);
  • Stark, N. und die Niobiden (Leipz. 1863);
  • Friederichs, Praxiteles und die Niobegruppe (das. 1865);
  • Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen - Die Heroen-Geschichten; München (dtv) 1992 (ISBN 3-423-30031-0)
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. A. d. Engl. v. Hugo Seinfeld. 15. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 (Rowohlts Enzyklopädie; rororo, Bd. 55404). 759 S. ISBN 3-499-55404-6
  • Rose, Herbert Jennings: Griechische Mythologie. Ein Handbuch. 9. Aufl. München: C. H. Beck, 1997. IX, 441 S. ISBN 3-406-33223-4
  • Gerhard Pöllauer , Die verlorene Geschichte der Amazonen , 2003 ISBN: 3902096888
    Tripp, Edward: Reclams Lexikon der antiken Mythologie 7. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2001. 560 S. ISBN 3-15-010230-8 (geb.), ISBN 3-15-010451-3)


Bild

  • Artemis und Apollo ermorden die Kinder von Niobe: Attischer Kelchkrater http://www.utexas.edu/courses/mythmoore/imagefiles3/niobe.html

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