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Aeneas (lateinisch; griechisch Αινείας, Aineías, deutsch auch Äneas) ist eine bedeutende Figur in der griechisch/römischen Mythologie und Frühgeschichte. Er entstammt einer Nebenlinie des trojanischen Herrschergeschlechtes, Sohn des Anchises mit der Göttin Aphrodite (röm. Venus) und Vetter des Priamos.

Aeneas bei Homer

In Homers Ilias ist Aeneas ein trojanischer Prinz aus einer Nebenlinie des Herrscherhauses und Anführer der Dardaner (Alliierte der Trojaner). Nach Hektor gilt er als der tapferste der Trojaner. Während des Trojanischen Krieges wurde Aeneas von Diomedes verwundet und wäre fast gestorben, nachdem er in Ohnmacht gefallen war, wenn seine Mutter nicht zu seiner Rettung gekommen wäre. Aphrodite selbst wurde von Diomedes bei dieser Gelegenheit verwundet, aber Apollon übernahm den Schutz des verletzten Aeneas und entfernte ihn von der Schlacht zur Zitadelle des Pergamus, wo sein Tempel stand. Im Heiligtum heilten Leto und Artemis Aeneas und machten ihn sogar stärker.

Aeneas wird zunächst in Homers Ilias erwähnt, wo er aber – obwohl er nach Hektor als der tapferste der Trojaner beschrieben wird – nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Iapyx behandelt eine Wunde von Aeneas
Iapyx behandelt eine Wunde von Aeneas. Der Sohn von Aeneas, Askanius (Iulus) weint. Aphrodite, die Mutter von Aeneas, hilft Ihren Sohn mit Diktam als Heilmittel. Erstes Jahrhundert n. Chr, Pompeii Fresko, Casa del Sirico.

Aeneas-Sage

Aeneas mit seinen Vater Anchises auf seinen Schultern flieht aus Troja

Aeneas mit seinen Vater Anchises auf seinen Schultern flieht aus Troja (Federico Barocci 1598)

In mythologischen Erzählungen nach Homer wird von Aeneas' Rettung aus dem untergehenden Troja und seiner Reise nach Westen berichtet. Zusammen mit seinem Vater Anchises – den er auf seinen Schultern trug – und seinem Sohn Iulus (griech. Askanius) konnte er aus dem brennenden Troja entkommen. Auch das Palladion konnte er mitnehmen, aber seine Frau Kreusa verlor er. Bei der Flucht von Troja scharte Aeneas eine Gruppe entkommener Trojaner um sich.

Die Reise des Aeneas von Troja wird vom römischem Dichter Vergil in der Aeneis erzählt, – der ausführlichsten Darstellung der Aeneas-Sage – die schließlich zur Gründung der Stadt führte, aus der eines Tages Rom hervorgehen sollte.

So wird erzählt, dass der Trojaner, von der Göttin Juno (griech. Hera) verfolgt, nach vielen Irrfahrten, unter anderem auch nach Nordafrika (mit Besuch des neu gegründeten Karthagos und Kennenlernen der Dido, die sich in ihn verliebt), schließlich in Italien landet. Von Latinus, dem König von Latium, wird er freundlich aufgenommen und wirbt um dessen Tochter Lavinia. Nachdem er sich im Zweikampf gegenüber seinem Nebenbuhler und bisherigen Bräutigam der Lavinia, Turnus, durchsetzt, heiratet er sie und gründet zu ihren Ehren die Stadt Lavinium. Sie schenkt ihm einen weiteren Sohn Silvius.
Später noch nimmt er die jüngere Schwester Didos (Anna Perenna) auf, die dann aber Selbstmord begeht, als sie die Eifersucht Lavinias erkennt.

Venus präsentiert Aeneas die Waffen, Gérard de Lairesse

Venus präsentiert Aeneas die Waffen, Gérard de Lairesse

Im sechsten Buch der Aneiis schildert Vergil, wie Aeneas in den Hades reist (dort trifft er auch Dido wieder, die ihn nicht wieder erkennt) und dank eines magischen Mistelzweiges wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren kann.

In einer Schlacht soll Aeneas in den Himmel verschwunden sein und wurde zum Gott (Indiges) erklärt.

Später gründete sein Sohn Iulus die „Mutterstadt“ Roms Alba Longa. Auf ihn und die mythologische Abstammung von der Liebes-Göttin berufen sich auch die Julier, bis hin zu Gaius Iulius Caesar und seinem Adoptivsohn Augustus.

Aeneas und seine Familie verlassen Troja, Peter Paul Rubens

Aeneas und seine Familie verlassen Troja, Peter Paul Rubens

antike Quellen

Homer, Ilias II, 819-21; V, 217-575; XIII, 455-544; XX, 75-352;

Apollodorus, Bibliothek III, xii, 2;

Apollodorus, Epitome III, 32-IV, 2; V, 21;

Vergil, Aeneis;

Ovid, Metamorphoses XIV, 581-608;

Ovid, Heroides, VII.

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Die Laurentische Wildsau

Literatur

Übersetzungen

Volker Ebersbach (Übers.): Aeneis. Prosaübertragung. 4. Auflage. Reclam, Leipzig 2001. ISBN 3-379-00138-4

Johannes Götte (Übers.): Aeneis. Lateinisch-deutsch. 10. Auflage. Artemis und Winkler, Düsseldorf, Zürich 2002. ISBN 3-7608-1648-7

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