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Im antiken Griechenland war der Oikos die Hausgemeinschaft. Sie bildete den Mittelpunkt des Lebens. Der Oikos war eine Art Bauernhof.

Der Oikos umfasste die Familie sowie Bedienstete und Sklaven, das Land, die Gebäude und alles bewegliche Inventar - ähnlich der römischen villa. Das Familienoberhaupt war der Hausherr (pater familias), der patriarchalisch über seine Frau und die Kinder, oft auch über die im Oikos lebenden erwachsenen Söhnen mit ihren Gattinnen herrschte. Der Hausherr achtete dabei vor allem darauf, dass Besitz, Reichtum und Ansehen seines Oikos gewahrt blieben und sich vergrößerten, dazu gehörte z.B. auch die Schließung vorteilhafter Verbindungen durch Heirat oder Gastfreundschaft. Die Erbteilung war in der Gesetzgebung der Antike immer ein besonderes Problem: Durch die Erbteilung (gleiche Teile an alle Söhne) wurden die Oikoi (Mehrzahl) so klein, dass sie für das Auskommen der Familie nicht mehr genügend abwarfen. Hesiod plädierte daher für wenige erbberechtigte Kinder, um die Größe des Oikos und damit den Erhalt der Familie zu sichern: "Nur ein Sohn sei da, um das Haus des Vaters zu erhalten, denn so wächst der Wohlstand im Haus!"

Im Zentrum des Oikos stand der Wirtschaftshof, in dem das auf dem Land Erwirtschaftete verarbeitet und für Notzeiten gelagert wurde. Neben dem Anbau von Getreide und Ölbäumen wurde Vieh (Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen) gezüchtet. Während Feldarbeit und Tierzucht in erster Linie von den Männern (Hausherr, Söhne, Sklaven, Knechte) betrieben wurde, erledigten die Frauen (die Hausfrau, Töchter, Mägde und Sklavinnen) die Arbeit im Haus: Nahrungsmittel wurden weiterverarbeitet, Stoffe wurden gesponnen und gewoben, Kleidung, Schuhe und andere Sachen des täglichen Bedarfs gefertigt. Die Wirtschaft des Oikos war in erster Linie auf Autarkie ausgerichtet - was allerdings nicht immer möglich war, wenn man z.B. an Metallverarbeitung denkt. Die wirtschaftliche Prosperität des Oikos sicherte auch die soziale Stellung der Familie. Aristoteles sah im Oikos die kleinste Einheit der griechischen Polis - sozusagen die Keimzelle des "Staates".

Als Oikos wird auch der Teil des antiken griechischen Hauses bezeichnet, in dem die Herdstelle zu finden war und welcher meist von den Frauen benutzt wurde. Es handelt sich um den privaten Mittelpunkt des griechischen Hauses, im Gegensatz zum öffentlichen Mittelpunkt, dem Andron.

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