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Der Aulos ist ein Blasinstrument aus der Antike. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Röhre". Die Mehrzahlform von Aulos ist Auloi.

Der Aulos gehört zu den Schalmeieninstrumenten. Er besteht aus einem zylindrischen oder einem leicht konischen Rohr, das an der Oberseite vier Löcher und an der Unterseite ein Loch hat. Der Aulos wurde mit einem Doppelrohrblatt (Mundstück) ähnlich einer modernen Oboe oder des Englischhorn gespielt. Gewöhnlich werden zwei Auloi gleichzeitig gespielt, die dann V-förmig vom Mund weg auseinander gehalten werden. Geblasen wird das Instrument mit sehr großem Druck. Es erzeugt einen schrillen schnarrenden Ton.

In der griechischen Darstellung von Musikern ist diese "Doppeloboe" oft zu sehen. Es ist aber umstritten und kaum zu belegen, ob es sich auf den zahlreichen Darstellungen des Doppelblasinstrumentes auf antiken Zeugnissen, wie Fresken, Mosaiken, Keramik immer um einen echten Aulos handelt, oder um eine Doppelflöte. Das Instrument besteht aus Holz, Knochen, Elfenbein, Metall oder Schilfrohr. Neben der 4-löchrigen Version, existieren Ausführungen mit bis zu 12 Grifflöchern. In einer spätantiken Version mit mechanischen Klappen versehen, um den Tonraum auf bis zu 24 spielbaren Tönen zu erweitern.

Der Aulos galt den Griechen des Altertums als Symbol der Muse Euterpe. Den Spieler nannte man Aulet.

Geschichte und Verbreitung

Das älteste Zeugnis ist ein Auloi-Spieler auf einem Gefäß der Kykladenkultur, Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Nachweisbar ist der Aulos über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren. Man geht davon aus, dass der Aulos im Altertum weite Verbreitung rund um das Mittelmeer fand. So sind älteste Darstellungen, aber keine Funde, zeitgleich in Spanien, wie in der Ägäis um 700 v. Chr. gefunden worden. Auch auf ägyptischen Darstellungen findet sich der Doppelaulos, der hier meist aus Schilfrohr besteht. Bis ins Spätmittelalter waren auf dem Balkan aulosartige Hirtenflöten im Gebrauch.

Nach dem Instrument ist auch das Tonsystem des Aulos-Modus benannt.

weblink mit Quellenangaben

  • http://www.xn--archologie-online-tqb.de/magazin/thema/2000/04/b2.php3 Der Aulos in Spanien

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