ART

 

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Jason und die Argonauten ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 1963, der die Argonautensage der griechischen Mythologie recht frei interpretiert.

Filmhandlung

Jason macht sich auf die Suche nach dem Goldenen Vlies, um seine Herrschaft über Iolkos zu sichern. Sein Onkel Pelias jedoch versucht, einen erfolgreichen Ausgang der Reise zu verhindern. Auf einer Insel müssen die Argonauten gegen einen Bronzetitanen (Talos) bestehen. In Phrygien gelingt ihnen die Gefangennahme von zwei Harpyien. Bei der Durchquerung der Meerenge zum Schwarzen Meer entkommen sie nur knapp einem Felssturz. In Kolchis besiegt Jason die Hydra und die aus ihren Zähnen entstandenen Skelettkrieger.
Hintergrund

Die Spezialeffekte wurden von Ray Harryhausen produziert - allein vier Monate dauerten die Arbeiten an der berühmt gewordenen Szene mit lebenden Skeletten. Im Film dauert die Sequenz lediglich drei Minuten.

Jason und die Argonauten hatte am 19. Juni 1963 seine Premiere. In der Bundesrepublik Deutschland kam der Film am 20. Dezember 1963 in die Kinos.[1] Am 12. August 1999 erschien das Werk auf DVD.[2]
Kritiken

„Sehr gut gemachte Unterhaltung mit vielen Schauwerten. Die Geschichte ist kurzweilig: Sie hält ein recht hohes Tempo und bemüht sich, die Personen glaubwürdig darzustellen […] Dazu kommen viele der klassischen Sage entlehnte und originelle Details, die auch heute noch erfrischend anders wirken […]“ - Peplumania.info[3]

„Todd Armstrong: Jason begeistert nicht gerade, das Vlies sieht aus wie ein glitzernder Kaminvorleger und der Olymp wie ein Flughafengebäude komplett mit Wasserfernseher und gelangweiltem und zänkischem Personal. Trotz allem erhöhen solche Mängel aber eher noch den Spaß an einem Film, der eher in der Tradition von Méliès und Flash Gordon denn der von Langs „Die Nibelungen“ steht.“ - „The Monthly Film Bulletin“

„‚Jason and the Argonauts‘ […] visualisierte den phantastischen Gehalt der Sagen wie kein zweiter und bleibt bis heute der definitive Film zu diesem Thema. […] Wie so viele Harryhausen-Filme leidet auch „Jason and the Argonauts“ an einer faden Regie, schwachen Natriumlicht-Mattes und blassen Schauspielern […]. Das größte Plus freilich waren die Animationseffekte. „Jason and the Argonauts“ besticht vor allem durch Harryhausens Stop-Motion-Arbeit, die beste seiner gesamten Karriere; wie Disney sollte er nach diesem Meisterstück in formelhaften Selbstzitaten versinken.“ - Norbert Stresau[4]

„Jasons Suche nach dem Goldenen Vlies setzt ein von phantastischen Begebenheiten bestimmtes Abenteuer in Gang, wobei sich die Verwandtschaft mit der griechischen Mythologie auf Äußerlichkeiten beschränkt. Seine Hauptattraktion erhält der Film durch die wundervollen Tricks des Spezialisten Ray Harryhausen.“ - „Lexikon des internationalen Films“ [2]

Rezeption und Auszeichnungen

Das Empire Magazin bewertete 2004 Talos als das zweitbeste Filmmonster aller Zeiten, hinter King Kong.[5]

Der Film wurde 2008 für die AFI's Top 10 Fantasy Film List nominiert.[6]

Auf der Filmkritikseite Rotten Tomatoes hat der Film zur Zeit (Mai 2013) eine Positivbewertung von 94%.[7]

Für einen Oscar wurden die Trickaufnahmen, die Ray Harryhausen als seine beste Arbeit bezeichnete,[8][9] jedoch nicht nominiert.
DVD-Veröffentlichung

Jason und die Argonauten. Sony Pictures Home Entertainment 2002.

Soundtrack

Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. The Complete Motion Picture Soundtrack. The Excalibur Collection. Intrada, Oakland 1999, Tonträger-Nr. MAF 7083 – 20-Bit-Digital-Neueinspielung der kompletten Filmmusik (Weltpremiere) durch die Sinfonia of London unter der Leitung von Bruce Broughton.
Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. Symphonic Suite From the Original Motion Picture Score, auf: Bernard Herrmann: Classic Fantasy Film Scores. Cloud Nine Records, London 1988, Tonträger-Nr. ACN 7014 – Einspielung einer Suite der Filmmusik unter der Leitung des Komponisten.
Bernard Herrmann: Jason and the Argonauts. Prelude · Talos · Talos' Death · Triton, auf: Bernard Herrmann: Music from Great Film Classics. Decca, London 1996, Tonträger-Nr. 448 948-2 – phase-4-stereo-Neuaufnahme von Auszügen aus der Filmmusik durch das London Philharmonic Orchestra und das National Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Komponisten.

Literatur

Apollonios von Rhodos: Die Fahrt der Argonauten. (Originaltitel: Argonautica). Griechisch/deutsch. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Paul Dräger. Reclams Universal-Bibliothek, Band 18231. Reclam, Stuttgart 2002, 591 S., ISBN 3-15-018231-X.

Weblinks

Jason und die Argonauten in der Internet Movie Database (englisch)
Jason und die Argonauten in der Online-Filmdatenbank
Jason und die Argonauten mit ausführlicher Inhaltsangabe, Kritik und Anmerkungen, welche Szenen die Argonauten-Sage korrekt wiedergeben, auf Peplumania.info

Einzelnachweise

Jason und die Argonauten bei www.zelluloid.de
Jason und die Argonauten im Lexikon des Internationalen Films.
Jason und die Argonauten auf peplumania.info
Norbert Stresau: Der Fantasyfilm. Heyne-Filmbibliothek, Band 68. Heyne, München 1984, ISBN 3-453-86068-3, S. 140-142.
King Kong tops movie Monster poll, BBC. April 3, 2004.
AFI's 10 Top 10 Ballot (PDF; 1,8 MB)
Jason and the Argonauts. In: Rotten Tomatoes. Flixster, Inc.. Abgerufen am 9. Januar 2012.
Jason and the Argonauts. Culver City: Columbia TriStar Home Video, 1998.
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