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Wien Zum Anhören bitte klicken! [viːn] ist die Hauptstadt der Republik Österreich und zugleich eines der neun österreichischen Bundesländer. Mit rund 1,9 Millionen Einwohnern ist das an der Donau gelegene Wien die bevölkerungsreichste Großstadt Österreichs, die zweitgrößte im deutschen Sprachraum sowie die sechstgrößte Stadt der Europäischen Union.[9] Im Großraum Wien leben etwa 2,8 Millionen Menschen – das entspricht rund einem Drittel der österreichischen Gesamtbevölkerung.

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Architektonisch ist Wien bis heute vor allem von den Bauwerken um die Wiener Ringstraße aus der Gründerzeit, aber auch von Barock und Jugendstil geprägt. Durch seine Rolle als kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt des Kaisertums Österreich ab 1804 wurde Wien im 19. Jahrhundert zu einem kulturellen und politischen Zentrum Europas. Um das Jahr 1910, als Wien noch Hauptstadt der Habsburgermonarchie war, zählte die Stadt als eine der größten der Welt über zwei Millionen Einwohner.[10] Das historische Zentrum von Wien sowie das Schloss Schönbrunn gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit jährlich rund 7,5 Millionen Touristen und rund 16,5 Millionen Gästeübernachtungen zählt Wien zu den meistbesuchten Städten Europas.[11]

Bereits beim Wiener Kongress 1814/15 spielte die Stadt eine bedeutende Rolle in der internationalen Diplomatie, die sie bis in die Gegenwart beibehalten hat. So ist Wien heute als internationaler Kongress- und Tagungsort Sitz von über 30 internationalen Organisationen,[12] darunter das Erdölkartell OPEC, die internationale Atomenergiebehörde IAEO und die OSZE, und zählt damit zu den Weltstädten.[13][14] Das Büro der Vereinten Nationen in Wien (UNOV) beherbergt im Vienna International Centre (VIC) einen der vier Amtssitze der UNO, im Volksmund meist als UNO-City bezeichnet.

Zudem gilt Wien als Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. In der internationalen Mercer-Studie 2017/2018, in der die Lebensqualität von Expatriates[15] anhand von 39 Kriterien wie politische, wirtschaftliche, soziale und Umweltfaktoren in 231 Großstädten weltweit verglichen wurden, belegte Wien zum neunten Mal in Folge den ersten Rang.[16][17][18][19] Eine Studie der Vereinten Nationen sah Wien 2012 als wohlhabendste Stadt der Welt.[20] Ebenso belegte Wien mehrfach beim Ranking der Economist Intelligence Unit den ersten Platz, welche die Kategorien Stabilität, Gesundheit, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur von weltweit 140 Großstädte vergleicht.[21]

Zu einem anderen Ergebnis kam eine OECD-Studie im Jahr 2018, die für Wien seit 2008 einen deutlichen Wohlstandsverfall im Vergleich zum Jahr 2000 (Platz 84) konstatierte und die Stadt nun am 104. Platz von 329 verglichenen Großstädten und Ballungsräumen sah.[22] In dieser Studie wird auch angegeben, dass Wien gemeinsam mit den anderen Bundesländern beim Einkommen im besten OECD-Viertel liegt.[22] Eher kritisch wird die Position der Stadt auch von denen beurteilt, die in ihr einen „Wasserkopf“ sahen bzw. sehen, d. h. eine für die Rolle der Hauptstadt des relativ kleinen Staates Österreich „zu große“ Stadt.[23][24] Diese Kritik wird von Vertretern der „österreichischen Provinz“ mit dem Vorwurf verbunden, der österreichische Staat nehme das in Österreich gültige Föderalismusprinzip nicht ernst genug, indem er, anders als politisch Verantwortliche in den benachbarten Bundesstaaten Deutschland und Schweiz, außerhalb der Bundeshauptstadt keine Institutionen des Bundes angesiedelt habe.[25]

Bezeichnung

Der Name der Stadt wird standarddeutsch [vi:n] ausgesprochen. In den ostösterreichischen Mundarten heißt die Stadt Wean [veɐ̯n]; diese Bezeichnung ist allerdings in der Wiener Mundart selbst, außer in speziellen Fällen wie etwa Dialektkulturveranstaltungen, kaum noch in nennenswertem Ausmaß gebräuchlich.[26]
Etymologie

Der Name leitet sich vom Fluss Wien ab (der üblichen Benennung von Siedlungen nach dem dort mündenden Nebenfluss folgend). Überliefert ist der Name erstmals 881 in den Salzburger Annalen, wo von einer Schlacht ad Uueniam (lies: ad Weniam) berichtet wird, wobei allerdings unklar ist, ob die Stadt oder der Fluss gemeint ist.[27] Der althochdeutsche Name Wenia, von dem sich der heutige ableitet, kommt von der keltoromanischen Bezeichnung Vedunia („Waldbach“) für den Wienfluss; eine slawische Zwischenform ist denkbar, aber nicht belegt.[27] Der Name Vindobona bezog sich auf eine römische Siedlung innerhalb des heutigen Stadtgebiets, und wird heute noch mitunter für Wien benutzt (etwa auf lateinischen Urkunden), obwohl er mit dem heutigen Namen der Stadt keine etymologische Verwandtschaft aufweist.
Bezeichnung der Stadt in anderen Sprachen

Wien gehört zu jenen alten Städten, für die in vielen Sprachen eigene Namen bestehen.

Im Englischen, Italienischen, Spanischen, Portugiesischen und anderen romanischen Sprachen ist Wien als Vienna oder Viena bekannt, im Französischen als Vienne, im Griechischen als Vienni, im Niederländischen als Wenen, auf Russisch Вена (Wena). Eine eigenständige Bildung sind das ungarische Bécs bzw. Beč im Bosnischen/Kroatischen/Serbischen. Davon stammt auch die Form Beç aus der osmanischen Amtssprache ab (im modernen Türkisch heißt es Viyana). Die Form wird auf die ungarische Herrschaft im 9./10. Jahrhundert zurückgeführt und meist mit „am Steilhang“ übersetzt. Die eigenständige Namensbildung wird als Indiz für die geringe Bedeutung Wiens in dieser Periode gewertet.[27] Die slowenische Bezeichnung für Wien, Dunaj, verweist auf die Donau (die aber im heutigen Slowenischen Donava heißt). Auf Tschechisch heißt die Stadt Vídeň, Slowakisch Viedeň, auf Polnisch Wiedeń und auf Ukrainisch Відень (Widen, ˈviːdɛɲ). Diese Formen stehen etymologisch in keiner Beziehung zum Bezirksnamen Wieden.
Weitere Verwendungen der Bezeichnung

Die französische Stadt Vienne ist zwar namensgleich mit der französischen Bezeichnung Wiens, ihr Name ist jedoch weitaus älter als jener Wiens. In den Vereinigten Staaten und in Kanada existieren einige Siedlungen, die die deutsche oder englische Bezeichnung von Wien im Namen tragen. Dies ist in vielen Fällen wohl auf Auswanderer zurückzuführen, die ihre neuen Siedlungen nach ihrem Herkunftsort benannten.

Wien gibt es in Missouri und Wisconsin.
Vienna gibt es in Alabama, Georgia, Illinois, Indiana, Louisiana, Maine, Maryland, Michigan, Missouri, New York, North Carolina, Ohio, Ontario (Kanada), South Dakota, Texas, Virginia, West Virginia und Wisconsin.
New Vienna gibt es in Iowa und Ohio.
South Vienna gibt es in Ohio.

In Nordamerika wird Vienna in seltenen Fällen als weiblicher Vorname verwendet. Ein prominentes Beispiel ist die kalifornische Musikerin Vienna Teng, die den Vornamen in ihrem Künstlernamen verwendet.
Geografie
Wien, Satellitenfoto 2002, Außenbezirke nur teilweise; Nord bei 1 Uhr (oben rechts)
Lage und Landschaft

Wien liegt am Ostrand der Alpen, am Übergang zum Alpenvorland im Osten, das zur Pannonischen Tiefebene leitet. Der Stadtkern erstreckt sich schon in der Ebene an der Donau, die westlichen Stadtteile im Wienerwald, der östlichsten Gebirgsgruppe der Nordalpen. Vom Wiener Stadtgebiet ist nur ein relativ kleiner Anteil verbaut. Etwa die Hälfte Wiens ist Grünland, größere Teile werden auch landwirtschaftlich genutzt.

Wien erhebt sich von 151 m ü. A. in der Lobau bis zu einer Höhe von 542 m ü. A. auf dem Hermannskogel. Im Nordwesten, Westen und Südwesten Wiens reicht der Wienerwald mit seinen Höhen (Leopoldsberg, Kahlenberg) und Wäldern bis ins Stadtgebiet hinein. Die Donau tritt durch die Wiener Pforte, eine Enge zwischen dem rechtsufrigen Leopoldsberg und dem linksufrigen Bisamberg, nach Wien ein. Aus dem Wienerwald fließen außerdem zahlreiche kleine Flüsse in die Stadt, der bekannteste davon ist der Wienfluss. Die Berge im Westen werden im Süden von eiszeitlichen Terrassen (Wienerberg und Laaer Berg) fortgesetzt. Dieses gesamte Gebiet wird zum Weinbau genutzt, es bildet die Weinbauregion Wien.

Der Osten der Stadt ist geprägt vom Wiener Anteil am flachen Marchfeld, der der Landwirtschaft dient, aber zunehmend verbaut wird. Im Südosten findet sich die Lobau als Wiener Anteil am Nationalpark Donauauen. Angesichts der (wie bei vielen europäischen Städten) vorwiegenden Westwinde befinden sich die gehobenen Wohngegenden eher am westlichen Stadtrand, wo unter anderem die Luft noch sauberer ist, während die alten Industriegebiete eher am südöstlichen Rand der Stadt liegen.
Panorama von Wien vom „Himmel“ aus gesehen (2005)
„Am Himmel“ liegt im NW der Stadt, links sieht man nach NNO, ganz rechts nach SSW
Räumliche Situation

Die Entwicklung zu einer der bedeutendsten und größten Städte Mitteleuropas verdankt Wien unter anderem seiner günstigen geographischen Lage zwischen Alpenostrand und pannonischem Raum und den historischen europäischen Achsen, der Süd–Nord-Achse entlang des Alpenrands (Bernsteinstraße) und der West–Ost-Achse entlang Alpenvorland und der Donau als Wasserweg. Wien entstand am Kreuzungspunkt dieser Verkehrsstraßen. Die historische Stadt bildete sich ausschließlich südlich der Donau: Der Strom ließ sich hier leicht durch- oder überqueren, da sich der Strom im Wiener Becken in zahlreiche Arme mit Inseln dazwischen auffächerte. Heute erstreckt sich das Stadtgebiet weit beiderseits des Flusses.

Die Lagegunst auch in Bezug auf die historischen Nachbarländer Mähren und Königreich Ungarn und die Routen Richtung Steiermark, Krain und Adriaküste trugen entscheidend dazu bei, dass sich Wien auf Dauer als Monarchenresidenz durchsetzte. Etwa von 1840 an führte dies auch zur Errichtung eines von Wien sternförmig ausstrahlenden Eisenbahnnetzes.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs und des Ostblocks 1989 wachsen die seit 1945 unterbrochenen oder erschwert nutzbar gewesenen Verkehrs- und Wirtschaftsbeziehungen zu den nördlichen und östlichen Nachbarstaaten Österreichs wieder deutlich. So liegt Wien beispielsweise nur 55 km von der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Pressburg) entfernt; solch eine Nähe zweier Hauptstädte ist in Europa einmalig (abgesehen vom Sonderfall Vatikan/Rom). Die Stadtverwaltung hat auf die Situation mit der Beteiligung an der Europaregion Centrope reagiert.
Geologie

Wien liegt am östlichen Ausläufer der Nördlichen Kalkalpen, die hier am Westrand des tertiären Wiener Beckens sowie an der vom Pleistozän bis heute im Wiener Raum landschaftsbildenden Schwemmebene der Donau in die Tiefe abtauchen. Nördlich der Stadt überspringt die Flyschzone die Donau und leitet in die Karpaten weiter. Der Untergrund der Stadt wird von verschiedenen geologischen Landschaften gebildet:

Schotter und Sande der eiszeitlichen und der jetzigen Donau sowie quartäre Lockersedimente
Lockergesteine, vor allem tertiäre Lockersedimente des Wiener Beckens
Festgesteine der Flyschzone und der Kalkalpen im westlichen Wienerwaldgebiet

Ein System von nord-süd-gerichteten Störungen und Brüchen durchzieht das Stadtgebiet. Mächtige Grundwasserkörper sind in den Donauschottern anzutreffen.[28]
Siedlungsstruktur

Wien ist mit einer Fläche von 414,87 Quadratkilometern[7] das kleinste Bundesland Österreichs und vollständig vom Land Niederösterreich umgeben, zu dem es bis 1920 (siehe Trennungsgesetz) gehörte. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 22,8 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung 29,4 Kilometer.[29] Der höchste Punkt ist der Hermannskogel (542 m ü. A.) am nordwestlichen Stadtrand, der tiefste die Lobau (151 m ü. A.) am südöstlichen Stadtrand.[29]

Da die Statutarstadt Wien seit 1920 zugleich Land ist, scheint sie in Bundesländer-Rangreihungen auf: Wien verfügt unter den Bundesländern über den größten Anteil von Verkehrs- und Bauflächen an seiner Gesamtfläche. 11,6 Prozent[30] der Gesamtfläche sind bebautes Land, 11,1 Prozent Straßenverkehrsflächen und 2,2 Prozent Gleiskörper. Zugleich ist Wien auch das Land mit dem größten Anteil von Gartenflächen, die 28,4 Prozent oder 117,76 Quadratkilometer ausmachen. Gewässer (4,5 Prozent) machen nur im Burgenland einen größeren Anteil an der Gesamtfläche aus.

Wien ist eines von vier Bundesländern in Österreich, die Weinbau betreiben. 1,6 Prozent der Fläche werden von Weingärten eingenommen. Waldflächen bedecken 17,8 Prozent, landwirtschaftlich genutzt werden 14,8 Prozent der Stadt- und Landesfläche.
Stadtgliederung
Vereinigtes Wappen Wiens (H. Ströhl, 1902)
→ Hauptartikel: Wiener Gemeindebezirke
Siehe auch: Demografie Wiens

Wien, das als Statutarstadt auch als politischer Bezirk fungiert, wird seit 1954 in 23 Gemeindebezirke (1905–1938 21 Bezirke, 1938–1954 Groß-Wien mit 26 Bezirken) unterteilt. Von den Wienern werden die Bezirke entweder mit ihren Namen (beispielsweise „Ottakring“) oder mit ihren Nummern bezeichnet (beispielsweise „16. Bezirk“ oder auch „Der Sechzehnte“, schriftlich auch „Wien 16“). Diese Nummern befinden sich auf jedem Straßenschild vor dem Straßennamen (beispielsweise „16., Thaliastraße“) und bilden die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl (1010 für den 1. Bezirk bis 1230 für den 23. Bezirk).
Stadtstruktur und Erweiterungen

Die historische Altstadt, heute Großteil des 1. Bezirks, war noch im Revolutionsjahr 1848 deckungsgleich mit dem Stadtgebiet. Unter Kaiser Franz Joseph kam es 1849/50, 1890 bis 1892 und 1904/05 zu drei großen Stadterweiterungen.

Am 17. März 1849 wurde durch kaiserliches Patent eine Provisorische Gemeindeordnung für die Monarchie erlassen; ihr zufolge hatten Vorstädte … mit der eigentlichen Stadt immer eine einzige Ortsgemeinde zu bilden.[31] Damit waren die Wiener Vorstädte ex lege eingemeindet.

1850[32] wurden daher die 1849 bestehenden Vorstädte Wiens innerhalb des Linienwalls in die Bezirke 2 bis 8 gegliedert. 1861 erfolgte die Teilung des ursprünglichen 4. Bezirks in zwei Bezirke. 1874 wurden die außerhalb des Linienwalls gelegenen Gebiete des 4. und des 5. Bezirks zum neuen 10. Bezirk, Favoriten, zusammengefasst. Nach einem niederösterreichischen Landesgesetz vom Dezember 1890, das am 1. Jänner 1892 in Kraft trat, wurden die heutigen Außenbezirke am rechten Donauufer, damals Vororte genannt, obwohl teils selbst bereits städtische Viertel, eingemeindet; damit besaß Wien nun 19 Bezirke. 1900 wurde der nördliche Teil des 2. Bezirks zum 20. Bezirk erklärt. Bei der dritten großen Erweiterung, 1904 beschlossen, 1905 in Kraft getreten, wurde die Großgemeinde Floridsdorf am linken Donauufer als 21. Bezirk eingemeindet; er reichte von Strebersdorf im Norden bis zur Lobau im Südosten. (Das Gebiet zwischen Donau und Alter Donau verblieb aber zum Teil bis 1938 beim 2. Bezirk.) Eine Vervierfachung seines Stadtgebietes erlebte Wien zur Zeit des Nationalsozialismus, als die Diktatur per 15. Oktober 1938 Groß-Wien mit 26 Bezirken schuf. Diese Erweiterung wurde durch einen Beschluss des Nationalrates, des Wiener Landtages und des Niederösterreichischen Landtages von 1946, welcher wegen eines Vetos der Besatzungsmächte erst 1954 in Kraft treten konnte, großteils wieder rückgängig gemacht. Von den 97 im Jahr 1938 eingemeindeten Orten blieben nur 17 bei Wien: am linken Donauufer Stammersdorf, Süßenbrunn, Breitenlee und Essling, am rechten Donauufer (südlicher und südwestlicher Stadtrand) Albern, Unterlaa, Oberlaa und Rothneusiedl, die acht Ortschaften des heutigen 23. Bezirks (Liesing) samt dem Lainzer Tiergarten und Hadersdorf-Weidlingau am westlichen Stadtrand. In der Folge änderten sich 1954–1956 einige Bezirksgrenzen. Die Stadtgrenzen sind seit 1954 unverändert.
Gemeindebezirke
Wiener Gemeindebezirke
Über dieses Bild

Bei der Festlegung der Bezirksgrenzen versuchte man, diese markant entlang wichtiger Straßen oder Flüsse zu ziehen, wenngleich hierdurch einige ehemalige Gemeinden geteilt wurden. Die Innenbezirke 1 und 3 bis 9 werden durch den Gürtel von den Außenbezirken abgegrenzt. In den Bezirken 1, 2, 3, 9, 11, 19 und 20 bildet der Donaukanal einen Teil der Bezirksgrenzen, in den Bezirken 2, 11, 19, 20, 21 und 22 die Donau. Donaukanal und Donau trennen die Bezirke 2 und 20 von allen anderen; die Bezirke 21 und 22 liegen als einzige am linken Donauufer. Auch der Wienfluss ist fast in seinem gesamten Verlauf durch die Stadt (ausgenommen den Abschnitt von der westlichen Stadtgrenze bis Hütteldorf) stets Bezirksgrenze.

Bevölkerung in den 23 Gemeindebezirken (1. Jänner 2017)[33]
Gemeindebezirk
Fläche
(km²)
Einwohner
Einwohner
pro km²
Einwohner mit ausländischer Herkunft
(Prozent)[34]

Stand: 23. Mai 2019

Innere Stadt 1., Innere Stadt 2,87 16.465 5.737 36,5
Leopoldstadt 2., Leopoldstadt 19,24 105.003 5.458 45,2
Landstraße 3., Landstraße 7,40 90.183 12.187 41,4
Wieden 4., Wieden 1,78 33.035 18.559 42,2
Margareten 5., Margareten 2,01 55.356 27.540 48,3
Mariahilf 6., Mariahilf 1,46 31.865 21.825 40,3
Neubau 7., Neubau 1,61 32.197 19.998 38,8
Josefstadt 8., Josefstadt 1,09 25.528 23.420 38,9
Alsergrund 9., Alsergrund 2,97 42.709 14.380 41,1
Favoriten 10., Favoriten 31,82 198.083 6.225 47,8
Simmering 11., Simmering 23,26 100.137 4.305 40,1
Meidling 12., Meidling 8,10 95.955 11.846 45,7
Hietzing 13., Hietzing 37,72 54.171 1.436 28,7
Penzing 14., Penzing 33,76 92.337 2.735 35,2
Rudolfsheim-Fünfhaus 15., Rudolfsheim-Fünfhaus 3,92 78.999 20.153 53,6
Ottakring 16., Ottakring 8,67 104.323 12.033 46,9
Hernals 17., Hernals 11,39 57.180 5.020 43,7
Währing 18., Währing 6,35 51.128 8.052 36,7
Döbling 19., Döbling 24,94 72.107 2.891 34,8
Brigittenau 20., Brigittenau 5,71 86.868 15.213 50,1
Floridsdorf 21., Floridsdorf 44,44 158.712 3.571 33,2
Donaustadt 22., Donaustadt 102,30 184.188 1.800 30,4
Liesing 23., Liesing 32,07 101.053 3.151 27,9
Wien Stadt Wien 414,87 1.867.582 4.502 40,2


Gliederung
Katastralgemeinden Ortschaften in der Gemeinde

Albern (2,59 km²)
Alsergrund (2,97 km²)
Aspern (20,13 km²)
Altmannsdorf (2,31 km²)
Atzgersdorf (4,11 km²)
Auhof (25,55 km²)
Breitenlee (10,08 km²)
Breitensee (1,74 km²)
Brigittenau (4,64 km²)
Donaufeld (4,94 km²)
Dornbach (5,58 km²)
Erlaa (2,39 km²)
Eßling (14,98 km²)
Favoriten (5,26 km²)
Floridsdorf (2,76 km²)
Fünfhaus (1,65 km²)
Gaudenzdorf (0,28 km²)
Gersthof (0,88 km²)
Grinzing (6,14 km²)
Großjedlersdorf I (3,74 km²)
Großjedlersdorf II (2,22 km²)
Hacking (0,51 km²)
Hadersdorf (21,06 km²)
Heiligenstadt (2,20 km²)
Hernals (1,95 km²)
Hetzendorf (1,96 km²)
Hietzing (1,23 km²)
Hirschstetten (5,52 km²)
Hütteldorf (6,36 km²)
Innere Stadt (2,86 km²)
Inzersdorf (8,54 km²)
Inzersdorf Stadt (8,05 km²)
Jedlesee (1,45 km²)
Josefsdorf (0,65 km²)
Josefstadt (1,09 km²)
Kagran (10,79 km²)
Kahlenbergerdorf (2,26 km²)
Kaiserebersdorf (10,49 km²)
Kaiserebersdorf Herrschaft (24,12 km²)
Kaisermühlen (5,59 km²)
Kalksburg (3,76 km²)
Lainz (1,72 km²)
Landjägermeisteramt (2,36 km²)
Landstraße (7,17 km²)
Leopoldau (10,59 km²)
Leopoldstadt (17,92 km²)
Liesing (2,74 km²)
Margarethen (2,02 km²)
Mariahilf (1,44 km²)
Mauer (6,40 km²)
Meidling (3,19 km²)
Neubau (1,62 km²)
Neulerchenfeld (0,60 km²)
Neustift am Walde (2,10 km²)
Neuwaldegg (3,86 km²)
Nußdorf (2,27 km²)
Oberbaumgarten (0,90 km²)
Oberdöbling (2,41 km²)
Oberlaa Land (4,50 km²)
Oberlaa Stadt (7,48 km²)
Ober St. Veit (3,94 km²)
Obersievering (2,35 km²)
Ottakring (8,06 km²)
Penzing (1,93 km²)
Pötzleinsdorf (2,56 km²)
Rodaun (2,15 km²)
Rosenberg (0,41 km²)
Rothneusiedl (1,90 km²)
Rudolfsheim (1,67 km²)
Salmannsdorf (0,66 km²)
Schönbrunn (2,01 km²)
Schwarze Lackenau (5,19 km²)
Sechshaus (0,36 km²)
Siebenhirten (2,51 km²)
Simmering (11,79 km²)
Speising (1,80 km²)
Stadlau (4,99 km²)
Stammersdorf (10,98 km²)
Strebersdorf (4,63 km²)
Süssenbrunn (5,01 km²)
Unterbaumgarten (0,99 km²)
Unterdöbling (0,72 km²)
Unterlaa (3,38 km²)
Unter St. Veit (0,61 km²)
Untersievering (1,98 km²)
Währing (2,54 km²)
Weidlingau (0,94 km²)
Weinhaus (0,17 km²)
Wieden (1,80 km²)

Wien, 1. Bezirk: Innere Stadt (Stt)
Wien, 2. Bezirk: Leopoldstadt (Stt)

Augarten (ZH)
Messegelände (ZH)
Prater (ZH)
Rennplatz Freudenau (ZH)
Trabrennplatz Krieau (ZH)

Wien, 3. Bezirk: Landstraße (Stt)

Arsenal (Hgr)
Erdberg (Stt)

Wien, 4. Bezirk: Wieden (Stt)
Wien, 5. Bezirk: Margareten (Stt)
Wien, 6. Bezirk: Mariahilf (Stt)
Wien, 7. Bezirk: Neubau (Stt)
Wien, 8. Bezirk: Josefstadt (Stt)
Wien, 9. Bezirk: Alsergrund (Stt)

Allgemeines Krankenhaus (Hgr)

Wien, 10. Bezirk: Favoriten (Stt)

Laaer Berg (Stt)
Oberlaa (Stt)
Rothneusiedl (Stt)
Unterlaa (Stt)

Wien, 11. Bezirk: Simmering (Stt)

Albern (Stt)
Kaiserebersdorf (Stt)
Neu-Albern (Stt)
Zentralfriedhof (ZH)

Wien, 12. Bezirk: Meidling (Stt)

Altmannsdorf (Stt)
Hetzendorf (Stt)

Wien, 13. Bezirk: Hietzing (Stt)

Auhof (Stt)
Friedensstadt (Sdlg)
Hacking (Stt)
Lainz (Stt)
Lainzer Tiergarten (ZH)
Ober-Sankt-Veit (Stt)
ORF-Zentrum Wien (Hgr)
Speising (Stt)
Unter-Sankt-Veit (Stt)

Wien, 14. Bezirk: Penzing (Stt)

Baumgarten (Stt)
Breitensee (Stt)
Edensiedlung (Sdlg)
Hadersdorf (Stt)
Hinterhainbach (Stt)
Hütteldorf (Stt)
Jägerwald-Siedlung (Sdlg)
Kordonsiedlung (Sdlg)
Mariabrunn (ZH)
Siedlung Augustinerwald (Sdlg)
Vorderhainbach (Stt)
Weidlingau (Stt)

Wien, 15. Bezirk: Rudolfsheim-Fünfhaus (Stt)

Schmelz (Stt)

Wien, 16. Bezirk: Ottakring (Stt)
Wien, 17. Bezirk: Hernals (Stt)

Dornbach (Stt)
Exelbergsiedlung (Sdlg)
Neuwaldegg (Stt)

Wien, 18. Bezirk: Währing (Stt)

Gersthof (Stt)
Pötzleinsdorf (Stt)

Wien, 19. Bezirk: Döbling (Stt)

Am Himmel (ZH)
Döbling (Stt)
Grinzing (Stt)
Hameau (Hgr)
Heiligenstadt (Stt)
Josefsdorf (Stt)
Kahlenberg (Hgr)
Kahlenbergerdorf (Stt)
Kuchelau (ZH)
Leopoldsberg (ZH)
Neustift am Walde (Stt)
Nußdorf (Stt)
Salmannsdorf (Stt)
Sievering (Stt)

Wien, 20. Bezirk: Brigittenau (Stt)
Wien, 21. Bezirk: Floridsdorf (Stt)

Bruckhaufen (Sdlg)
Donaufeld (Stt)
Groß-Jedlersdorf (Stt)
Großfeldsiedlung (Sdlg)
Jedlesee (Stt)
Leopoldau (Stt)
Nordrandsiedlung (Sdlg)
Schwarzlackenau (Sdlg)
Stammersdorf (Stt)
Strebersdorf (Stt)

Wien, 22. Bezirk: Donaustadt (Stt)

Aspern (Stt)
Bahnhofsiedlung (Sdlg)
Breitenlee (Stt)
Donauturm (ZH)
Eßling (Stt)
Hirschstetten (Stt)
Invalidensiedlung (Sdlg)
Kagran (Stt)
Kaisermühlen (Stt)
Kienastsiedlung (Sdlg)
Neukagran (Stt)
Neusüßenbrunn (Sdlg)
Paxsiedlung (Sdlg)
Schöpfleithnersiedlung (Sdlg)
Stadlau (Stt)
Süßenbrunn (Stt)
Vienna-International-Center (Hgr)

Wien, 23. Bezirk: Liesing (Stt)

Alterlaa (Stt)
Atzgersdorf (Stt)
Erlaa (Stt)
Inzersdorf (Stt)
Kalksburg (Stt)
Mauer (Stt)
Neuerlaa (Stt)
Rodaun (Stt)
Siebenhirten (Stt)
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.

Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:

  • M = Hauptort der Gemeinde
  • Stt = Stadtteil
  • R = Rotte
  • W = Weiler
  • D = Dorf
  • ZH = Zerstreute Häuser
  • Sdlg = Siedlung
  • Hgr = Häusergruppe
  • E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)

Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT

Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.

Quelle: Statistik Austria –

In den meisten Außenbezirken sind für früher selbstständige Ortschaften die historischen Namen erhalten, aus deren Wappen sich auch die Bezirkswappen zusammensetzen. Einige Dörfer und Siedlungen aus früheren Epochen existieren heute jedoch nicht mehr (siehe Liste der Wüstungen in Wien). Viele Grätzln bzw. Stadtteile sind auf die eingemeindeten Vorstädte und Vororte zurückzuführen, andere wiederum sind durch Wohnbauinitiativen der letzten Jahrzehnte neu entstanden oder werden geografisch klar von anderen Gebieten abgegrenzt.
Weitere administrative Unterteilungen

Die Nationalratswahlordnung sieht die Unterteilung des Landeswahlkreises Wien in sieben Regionalwahlkreise vor.
Die Stadt besteht bundesrechtlich aus zwölf Gerichtsbezirken.
Für das Grundbuch (Dokumentation des Grundeigentums) ist das Stadtgebiet in 89 Wiener Katastralgemeinden gegliedert, deren Grenzverlauf nicht unbedingt mit jenem der Gemeindebezirke übereinstimmt.
In der amtlichen Statistik ist Wien in 1364 Zählsprengel in 246 Zählbezirken geteilt.

Klima

Das Wiener Klima bildet ein Übergangsklima mit ozeanischen Einflüssen aus dem Westen und kontinentalen Einflüssen aus dem Osten. Dies macht sich im Jahresvergleich durch meist stark schwankende Messergebnisse bemerkbar. Insgesamt hat Wien meist nur geringere Niederschlagsmengen und längere Trockenperioden zu verzeichnen. Die Winter sind im Vergleich zu anderen Teilen Österreichs eher mild. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im 30-jährigen Mittel im Stadtzentrum durchschnittlich 11,4 Grad Celsius, in den Außenbezirken (ZAMG Wetterstation Hohe Warte) 10,2 Grad Celsius. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei rund 600 Millimetern, wobei im Westen der Stadt im Durchschnitt 741,5 Millimeter gemessen werden, im Osten hingegen nur 514,5 Millimeter. 60 Sommertagen stehen rund 70 Frosttage gegenüber. Am 8. August 2013 wurde an der Messstation „Innere Stadt“ mit 39,5 Grad Celsius die bisher höchste Temperatur in Wien gemessen.[35] In Wien befindet sich der Sitz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Die folgenden Klimadiagramme sind jeweils aus unterschiedlichen Stadtteilen und dienen der Quantifizierung des Stadtklimas von Wien.

Klimatabelle für Wien Innere Stadt (171 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,8 6,1 10,2 16,1 21,3 24,0 26,7 26,6 21,1 15,3 8,1 4,6 Ø 15,4
Min. Temperatur (°C) −0,8 0,3 3,5 7,8 12,5 15,1 17,4 17,5 13,6 8,8 3,6 0,5 Ø 8,4
Temperatur (°C) 1,2 2,9 6,4 11,5 16,5 19,1 21,7 21,6 16,8 11,6 5,5 2,4 Ø 11,5
Niederschlag (mm) 21,3 29,3 39,1 39,2 60,9 63,3 66,6 66,5 50,4 32,8 43,9 34,6 Σ 547,9
Sonnenstunden (h/d) 2,1 3,7 4,1 6,1 7,7 7,6 8,4 8,1 5,6 4,5 2,2 1,6 Ø 5,1
Regentage (d) 5,3 6,0 8,1 6,3 8,3 9,3 8,2 8,5 6,9 6,0 7,5 7,6 Σ 88
Quelle: [36]

Die Klimastation Wien Innere Stadt weist das wärmste Klima Österreichs auf. Durch die dichte Bebauung wird die nächtliche Abkühlung reduziert und dadurch sind vor allem die Temperaturminima markant höher als im Umland. Die mittlere Windgeschwindigkeit beträgt 14 km/h. Windrichtungen aus West, Nordwest und Südost dominieren.

Als Folge der globalen Erwärmung[37][38] könnten die klimatischen Verhältnisse in Wien im Jahr 2050 jenen ähneln, die heute in Skopje vorzufinden sind, während Stockholm dann klimatische Verhältnisse wie heute in Wien aufweisen wird.[39] Modellrechnungen zeigen zudem auf, dass Wien zum Ende des 21. Jahrhunderts zu den europäischen Metropolen zählt, die am stärksten von Hitzewellen betroffenen sein werden.[40] In Wien wird demnach dann ein Klima herrschen, das eher an den heutigen südlichen Mittelmeerraum erinnert.
Flora
Der Wien-Blaustern (Scilla vindobonensis) wurde nach der Stadt benannt.

Durch Wien verläuft eine Grenze zwischen zwei Florenregionen, welche beide dem holarktischen Florenreich angehören. Nur der westlichste, zum Wienerwald gehörige Teil der Stadt zählt, wie fast das ganze restliche Österreich, zur Mitteleuropäischen Florenregion, während das restliche Stadtgebiet der Pannonischen Florenprovinz angehört, welche wiederum den westlichsten Teil der südsibirisch-pontisch-pannonischen Florenregion darstellt. Außerhalb von Wien haben in Österreich sonst nur noch das Burgenland und Niederösterreich Anteil an der südsibirisch-pontisch-pannonischen Florenregion, welche sich von Südsibirien über die Ukraine, Siebenbürgen, die Vojvodina und die Ungarische Tiefebene bis an den Alpenostrand erstreckt. Zudem ist in Wien ein submediterraner Einfluss feststellbar. Aus diesem Grund wachsen in Wien viele Arten, die in Österreich einzigartig und entsprechend schützenswert sind.[41]

In Wien treten 1490 Vollstatus-Gefäßpflanzen-Arten bzw. 1545 Elementar-Gefäßpflanzen-Taxa heimisch oder alteingebürgert auf. Inklusive der Neubürger und Unbeständigen sind es 2194 Taxa.[42] Dies sind hohe Werte für eine Großstadt: zum Vergleich kann das mehr als sechsmal so große und viel weniger dicht bebaute Vorarlberg mit nur 1683 Vollstatus-Gefäßpflanzen-Arten, also um 13 Prozent mehr, aufwarten.[43]
Naturschutz

Der Schutz der Natur ist in Wien durch diverse Rechtsnormen, wie das Wiener Naturschutzgesetz, das Wiener Nationalparkgesetz und die Wiener Naturschutzverordnung, geregelt.[44] Es existieren folgende Schutzstufen: Europaschutzgebiet (Natura 2000), Nationalpark, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützter Landschaftsteil, ökologische Entwicklungsfläche, Naturdenkmal, geschütztes Biotop, Biosphärenpark und Ramsar-Gebiet.[45]

Die größten und bedeutendsten Schutzgebiete sind der Nationalpark Donau-Auen und der Biosphärenpark Wienerwald, die Osten und Westen der Stadt schützen, sowie der Bisamberg und die Alten Schanzen. Daneben existieren eine größere Anzahl kleinerer Schutzgebiete und -objekte.
Geschichte
→ Hauptartikel: Geschichte Wiens

Die Wurzeln der Stadt sind zumindest vorrömisch. Die Anfänge der städtischen Geschichtsschreibung gehen auf das 13. Jahrhundert mit der Stadtchronik von Jans dem Enikel zurück.
Urgeschichte, Römerzeit, Mittelalter
Römische Ausgrabungen am Hohen Markt im Untergeschoß des Römermuseums (2015)

Archäologische Funde zeigen, dass schon während der Altsteinzeit Menschen das Gebiet begangen haben und dass ab der Jungsteinzeit das Wiener Becken kontinuierlich besiedelt war. Von der bronzezeitlichen Urnenfelderkultur zeugen in Wien etliche Brandgräber, aber auch Siedlungsspuren. Die ältere eisenzeitliche Hallstattkultur ist in Wien u. a. durch einen noch immer gut sichtbaren Grabhügel und Siedlungsreste vertreten. Aus keltischer Zeit ist ein Oppidum auf dem Leopoldsberg und eine keltische Siedlung mit dem Namen Vedunia („Waldbach“) bekannt.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. legten die Römer an der Stelle des heutigen Wiener Stadtzentrums nahe der Donau ein Militärlager (castrum) mit der angeschlossenen Zivilstadt Vindobona (im heutigen 3. Gemeindebezirk) zur Grenzsicherung der Provinz Pannonien an. Noch heute kann man an den Straßenzügen des 1. Bezirks (Innere Stadt) den Mauerverlauf und die Straßen des Lagers erkennen. Die Römer blieben bis ins 5. Jahrhundert. Das römische Legionslager lag weit im Osten des weströmischen Reiches und fiel daher den Wirren der germanischen Völkerwanderung rasch zum Opfer.

Zentrum des frühmittelalterlichen Wien war der Berghof, ein Wirtschaftshof für den Weinbau. Die erste urkundliche Erwähnung im Mittelalter erfolgte 881 in den Salzburger Annalen, wo apud Weniam eine Schlacht gegen die Magyaren stattfand, wobei unklar ist, ob es sich um die Stadt oder um den Wienfluss handelt. Mit dem Sieg des ostfränkischen Königs Otto I. über die Magyaren im Jahr 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld begann der Aufstieg Wiens wie auch Österreichs.

Im Jahre 976 wurde unter den Babenbergern die Markgrafschaft Ostarrichi (Marcha orientalis) eingerichtet, auf deren Gebiet, an der Grenze zu Ungarn, auch Wien lag. Bereits im 11. Jahrhundert war Wien ein wichtiger Handelsort, 1155 machte Heinrich Jasomirgott Wien zu seiner Hauptstadt. Nur ein Jahr später wurde Österreich mit dem Privilegium Minus zum Herzogtum erhoben und Wien damit Residenz des Herzogs.

Nach Beendigung des Dritten Kreuzzuges wurde der englische König Richard Löwenherz bei seiner Rückreise nach England von Markgraf Leopold V. dem Tugendreichen 1192 in Erdberg bei Wien (heute im 3. Bezirk) gefangen genommen und in Dürnstein gefangen gehalten. Mit dem üppigen Lösegeld wurden eine Münzprägestätte eingerichtet und die erste große Stadterweiterung finanziert. 1221 bekam Wien als zweite Stadt im Herzogtum Österreich nach Enns (1212) das Stadt- und Stapelrecht verliehen.[46] Letzteres bedeutete, dass Kaufleute, die durch Wien zogen, in der Stadt ihre Waren zum Verkauf anbieten mussten. Dies ermöglichte den Wienern den Zwischenhandel, sodass Wien bald weit reichende Handelsbeziehungen, insbesondere entlang der Donau und nach Venedig unterhielt und als eine der bedeutendsten Städte des Reichsgebiets galt.
Habsburger
Rudolf IV., der Stifter – Er prägte maßgeblich die Stadt.
Wien in der Schedelschen Weltchronik, 1493

Mit dem Sieg Rudolfs I. 1278 über Ottokar II. von Böhmen begann die Herrschaft der Habsburger in Österreich. Unter den Luxemburgern wurde Prag zur kaiserlichen Residenzstadt, in deren Schatten Wien stand. Die frühen Habsburger versuchten, die Stadt auszubauen, um Schritt zu halten.

Große Verdienste erwarb sich Rudolf IV., der durch eine kluge Wirtschaftspolitik den Wohlstand hob. Zwei Entscheidungen haben ihm den Beinamen der Stifter eingetragen: die Gründung der Universität Wien 1365 (Vorbild war Prag) und der Bau des gotischen Langhauses von St. Stephan. Die folgende Zeit der Erbstreitigkeiten unter den Habsburgern brachte nicht nur viele Wirren, sondern auch einen wirtschaftlichen Niedergang.
Wien, 1773–81

1438 wurde Wien nach der Wahl Herzog Albrechts V. zum römisch-deutschen König (Albrecht II.) Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches; mit dem Namen Albrecht ist auch die Wiener Gesera verbunden, im Zuge derer in den Jahren 1421/22 die Wiener Juden vertrieben oder getötet wurden. 1469 wurde die aufstrebende Stadt zum Bischofssitz und damit der St. Stephan zur Kathedrale. In der Ära des schwachen Friedrich III. war Wien immer auf der Seite seiner Gegner, da er den Landfrieden gegen umherziehende Söldnerbanden nicht gewährleisten konnte. 1556 schließlich wurde Wien endgültig Sitz des Kaisers, nachdem Ungarn und Böhmen zum Herrschaftsbereich der Habsburger hinzugekommen waren.

Ab 1551 begann die Zeit der Rekatholisierung der Stadt, die durch die Lehre des Martin Luther ziemlich rasch protestantisch geworden war. König Ferdinand I. holte die Jesuiten nach Wien, die daraufhin großen Einfluss im Volk erlangten. Die Jesuiten gründeten ein Kollegium, ihnen wurde die Universität Wien übertragen, sie übten die Bücherzensur aus, womit die Stadt zum Ausgangspunkt der Gegenreformation im Heiligen Römischen Reich wurde. Deren wichtigster Repräsentant war Melchior Khlesl, der Bischof von Wien um 1600. Der Glaubenskrieg führte zu brutaler Enteignung und Vertreibung, sodass nach 1640 kaum noch Protestanten in Wien und Österreich lebten.

1583 wurde Elisabeth Plainacher in Wien in einem Hexenprozess verurteilt und hingerichtet.
Türkenbelagerungen durch das Osmanische Reich
→ Hauptartikel: Erste Wiener Türkenbelagerung, Zweite Wiener Türkenbelagerung und Türkenkriege
Die Entsatzschlacht am Kahlenberg 1683 während der zweiten Türkenbelagerung

Im Jahre 1529 wurde Wien das erste Mal von den Türken erfolglos belagert. Die Grenze zwischen dem habsburgischen und dem osmanischen Teil Ungarns verlief fast zweihundert Jahre lang nur etwa 150 Kilometer östlich der Stadt, was ihre Entwicklung ziemlich einschränkte. Immerhin erhielt Wien nunmehr moderne Befestigungsanlagen.

Diese Befestigungsbauten, die bis ins 17. Jahrhundert hinein den Hauptteil der Bautätigkeit ausmachten, sollten sich 1683 bei der Zweiten Türkenbelagerung bewähren, denn sie schützten die Stadt zwei Monate lang, bis die türkische Armee wegen des Eintreffens des vom Polenkönig Jan Sobieski angeführten Entsatzheeres die Belagerung Wiens beenden musste. Dies war der Beginn des endgültigen Zurückdrängens des Osmanischen Reiches aus Mitteleuropa.
Glanzzeit von Barock und Klassizismus
Das barocke Wien: Blick vom Schloss Belvedere (Gemälde von Canaletto, 1758)

In der Folge setzte rege Bautätigkeit ein, die Stadt blühte auf. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde Wien weitgehend barockisiert (Vienna gloriosa). Zahlreiche Adelspalais wurden gebaut; dies ist vor allem mit den Namen der Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lukas von Hildebrandt verbunden. Rege Bautätigkeit gab es aber auch außerhalb der Stadtmauern. Seit 1704 hatten die Vorstädte ihr eigenes, großzügig angelegtes Befestigungssystem, den Linienwall, etwa im Verlauf der heutigen Gürtelstraße.

Nach den Einschnitten durch die großen Pestepidemien von 1679 und 1713 wuchs die Bevölkerung ständig. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Manufakturen gegründet, die erste in der Leopoldstadt. Es entwickelten sich Kanalisation und Straßenreinigung, was die hygienischen Verhältnisse verbesserte.

Mit dem Aufblühen der Stadt entwickelte sich Wien bald zu einem wichtigen europäischen Kulturzentrum, gipfelnd in der Musik der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert).
Die Kaiserstadt zwischen Konservativismus und Avantgarde
Unter der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph I., selbst ein amusischer Mensch, erlebte Wien eine beispiellose Blütezeit der Kunst, Kultur und Architektur.
„Alt-Wien“ muss weichen. Historistische Zinshäuser (hier im Hintergrund) ersetzen den Dorfcharakter der ehemaligen Vorstädte um 1900.
Ringstraße mit k.k. Reichsratsgebäude (Parlament) um 1900; 1902 wurde der Pallas-Athene-Brunnen vor dem Gebäude enthüllt
Ball der Stadt Wien mit Bürgermeister Karl Lueger als Gastgeber im Festsaal des Rathauses, 1904

1804 wurde Wien die Hauptstadt eines neuen Staates – des Kaisertums Österreich. In den Koalitionskriegen wurde Wien zweimal – 1805 und 1809 – von Napoleons Truppen eingenommen. 1806 wurde in Wien das Erlöschen des Heiligen Römischen Reiches verkündet. Nach dem Sieg über Napoleon fand 1814/1815 der Wiener Kongress statt, der die politischen Verhältnisse in Europa neu ordnete.

Die folgende Epoche des Vormärzes war von rigider politischer Repression, aber auch durch die aufblühende Biedermeier-Kultur geprägt. In dieser Epoche setzte zudem die Industrialisierung ein – 1837 wurde mit dem ersten Teilstück der (Kaiser-Ferdinand-)Nordbahn von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram die erste (Lokomotiv-)Eisenbahnstrecke Österreichs eröffnet.

Die französische Februarrevolution 1848 wirkte sich auch in Wien aus: Am 13. März brach zunächst die Märzrevolution aus, die Staatskanzler Metternich sehr bald zum Rücktritt zwang, am 6. Oktober dann die Wiener Oktoberrevolution. Letztlich siegte das kaiserliche Militär gegen die Demokraten. Der den Bürgern aus Frankfurt am Main zu Hilfe gekommene Demokrat Robert Blum wurde in der Brigittenau exekutiert.

1850 begann die erste Phase der Stadterweiterung, indem die „Vorstädte“ innerhalb des Linienwalls und die auf Donauinseln gelegene Leopoldstadt eingemeindet wurden. Ab 1858 wurden die Stadtmauern um die Altstadt geschleift und an ihrer Stelle die mit Monumentalbauten gesäumte Ringstraße erbaut. Vom Ringstraßenstil (Historismus) ist Wien architektonisch entscheidend geprägt. Mit dem während der Weltausstellung 1873 erfolgten großen Börsenkrach ging die Gründerzeit zu Ende.

Seit der großen Überschwemmung von 1830 hatte es immer wieder Überlegungen zu einer Donauregulierung gegeben, welche zwischen 1868 und 1875 durchgeführt wurde. Dabei wurden die vielen verästelten Seitenarme der Donau abgegraben und ein schnurgerader Hauptstrom abseits der Stadt geschaffen. Der Arm, der zur Inneren Stadt führte, wurde in veränderter, regulierter Form belassen, er trägt den Namen Donaukanal.
Schuldverschreibung über 2000 Kronen der Stadt Wien vom 23. Juni 1908[47]

Mit Beginn der Industrialisierung in Wien Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen enormen Bevölkerungszuwachs. Die Einwohnerzahl erreichte um 1870 eine Million und 1910 zwei Millionen. Die dörflich geprägten „Alt-Wiener“ Bauten außerhalb des Rings wurden nach einem Stadtentwicklungsplan durch vier- bis sechsgeschoßige Wohn- und Geschäftshäuser ersetzt. Damit einher gingen große gesellschaftliche Umbrüche.

Mit dem Entstehen einer großen Arbeiterklasse und Armut in weiten Teilen der Bevölkerung erstarkte die Sozialdemokratie. Die große Unterschicht teilte sich oft kleine Wohnungen untereinander und mit „Bettgehern“ auf. Zuwanderer aus allen Teilen der k.u.k. Monarchie, insbesondere Tschechen, verwandelten Wien in einen kulturellen Schmelztiegel. Der Armut begegnete die Stadt mit speziell beauftragten sog. „Armenräten“.

Bekanntester Bürgermeister der Kaiserzeit war Karl Lueger, ein Christlichsozialer, der von 1897 bis 1910 amtierte. Er wurde sowohl durch umfassende kommunale Reformen als auch durch rabiaten Antisemitismus, der das politische Leben jener Zeit prägte und sich sowohl gegen „Ostjuden“ aus Galizien als auch gegen das assimilierte und wirtschaftlich erfolgreiche jüdische Wiener Bürgertum richtete, bekannt. (Zu Luegers Haltung siehe hier.) Adolf Hitler lebte zu dieser Zeit in Wien. Er bezeichnete 1925 in seinem Werk Mein Kampf Lueger als „gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten“.[48]

Bei der 1890 begonnenen Stadterweiterung wurde auch der Linienwall demoliert und an seiner Stelle der Gürtel als dritter Straßenring um die Stadt angelegt. Die Mautgrenze für die Verzehrungssteuer, nunmehr die Stadtgrenze, bestand aber noch bis 1922; dazu wurden 1891 einige neue Linienämter errichtet, die größtenteils baulich noch vorhanden sind.

Um 1900 erlebte die Stadt in der Wiener Moderne einen neuen kulturellen Höhepunkt. Er ist nicht zuletzt mit der Künstlervereinigung Secession verbunden, die Wien zu einem Zentrum des Jugendstils machte. In der Musik entstand die Zweite Wiener Schule um Arnold Schönberg. In der Literatur steht Jung-Wien für den Übergang zur Moderne, wobei das Kaffeehaus ein Zentrum kulturellen Schaffens darstellte. Inmitten dieser fruchtbaren kulturellen Atmosphäre wurde von Sigmund Freud die Psychoanalyse begründet.
Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg führte zwar nicht zu unmittelbarer Bedrohung Wiens, jedoch mit zunehmender Kriegsdauer zu einer verheerenden Versorgungskrise, die sich unter anderem in Lebensmittelunruhen äußerte. Insbesondere Frauen waren hier aktiv und machten ihrer Verzweiflung über den Hunger Luft und schreckten teils auch vor Plünderungen nicht zurück.[49] Das Ende des „großen Krieges“ war auch das Ende Österreich-Ungarns. Am 30. Oktober 1918 entstand der neue Staat Deutschösterreich.
Erste Republik und „Ständestaat“

Am 11. November 1918 gab Kaiser Karl I. seine Verzichtserklärung ab und verließ am selben Tag Schloss Schönbrunn und die Stadt Wien. Am Tag darauf wurde von der Provisorischen Nationalversammlung im Parlament die Republik ausgerufen und beschlossen, dass Deutschösterreich ein Teil der deutschen Republik sein sollte. Das Vorhaben erwies sich im Frühjahr 1919 als undurchführbar.

Das am 10. November 1920 in Kraft getretene Bundes-Verfassungsgesetz, Kern des österreichischen Verfassungsrechts, definiert Wien als eigenes Land. Daher enthält die am gleichen Tag beschlossene und am 18. November 1920 in Kraft getretene Wiener Stadtverfassung einen Abschnitt über Wien als Land, und der Bürgermeister (als Landeshauptmann) und der Gemeinderat (als Landtag) nehmen die Landeskompetenzen Wiens wahr. Das die letzten vermögensrechtlichen Regelungen der Trennung von Niederösterreich enthaltende Trennungsgesetz trat am 1. Jänner 1922 in Kraft. Deshalb wird irrigerweise oft dieses Datum als Gründungsdatum des Landes Wien genannt, obwohl es seit 10. November 1920 besteht.

Wien bildet seither, ausgenommen die Zeit 1934–1945 (bundesunmittelbare Stadt im Austrofaschismus, Reichsgau unter NS-Herrschaft), ein eigenes Land. Einer der Gründe der Trennung vom Umland waren, neben der von den bevölkerungsärmeren Bundesländern befürchteten Dominanz Niederösterreichs im neuen Kleinstaat, die Differenzen zwischen mehrheitlich sozialdemokratischer Stadt- und mehrheitlich christlichsozialer Landbevölkerung. Die Trennung war für die weitere Entwicklung Wiens sehr bedeutsam, da die Stadt nunmehr Steuerhoheit besaß.
Der Karl-Marx-Hof ist ein Paradebeispiel des sozialen Wohnbaus des „Roten Wiens“ vor 1934.

Die Politik der Stadtregierung dieser Zeit („Rotes Wien“) wurde international als Pionierleistung anerkannt. Es wurde ein dichtes Netz an Sozialeinrichtungen und den Arbeitern in „Gemeindebauten“ (kommunalen Wohnbauten) Wohnraum in großem Stil geschaffen.

Wien war die Bühne für die wirtschaftliche und politische Instabilität der Ersten Republik. Hier wurden im Parlament, in den Medien, in den politischen Organisationen und auch bei vielen Demonstrationen die politischen Entscheidungen der konservativen Regierung angegriffen bzw. verteidigt. Der Brand des Justizpalastes am 15. Juli 1927, bei dem es zu schweren Zusammenstößen zwischen dem Bundessicherheitswachekorps und Demonstranten mit insgesamt 94 Todesopfern kam, war ein Zeichen beginnender Radikalisierung.

Der Kampf der beiden großen politischen Lager kulminierte vom 12. bis 15. Februar 1934 im „Februaraufstand“ der Sozialdemokraten (so die Regierungsversion) bzw. im „Bürgerkrieg, bei dem die Regierung das Militär gegen das Volk einsetzte“ (sozialdemokratische Lesart). Es folgte für vier Jahre die klerikale, austrofaschistische Diktatur des Ständestaates, die Wien zur „bundesunmittelbaren Stadt“ erklärte und seine demokratische Stadtverwaltung am 12. Februar 1934 des Amtes enthob. Der im gleichen Jahr folgende Juliputsch österreichischer Nationalsozialisten scheiterte, kostete aber Diktaturkanzler Engelbert Dollfuß das Leben.
Wien zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges
Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah auf dem Judenplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk

Am 12. März 1938 ließ Adolf Hitler die deutsche Wehrmacht in Österreich einmarschieren, um hier mit tätiger Mithilfe der österreichischen Nationalsozialisten, die bereits am 11. März mit der „Machtübernahme“ begonnen hatten, die austrofaschistische Diktatur durch die NS-Herrschaft zu ersetzen (siehe Anschluss Österreichs). Am 15. März 1938 hielt Hitler auf dem Balkon der Wiener Hofburg vor hunderttausenden begeistert jubelnden Menschen auf dem Heldenplatz seine berühmte Anschlussrede.

Die auf die Vernichtung der Juden zielende Politik Hitlers fiel beim in Wien schon viele Jahrhunderte alten und seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmenden Antisemitismus auf fruchtbaren Boden. Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann die sogenannte „wilde Arisierung“: Wer wollte, beraubte seine jüdischen Nachbarn, warf sie aus ihren Geschäften oder Wohnungen oder ließ sie auf andere Art seine Verachtung spüren. Dieser von der NS-Bürokratie so nicht erwartete Ausbruch der Judenfeindlichkeit wurde bald in geordnete Bahnen gelenkt, die Diskriminierung, Entrechtung, Beraubung usw. in bürokratische Vorgänge verwandelt, die den Anschein von Recht und Ordnung haben sollten.

Bei den Novemberpogromen beginnend am 9. November 1938 wurden 92 Synagogen Wiens zerstört. Nur eine einzige blieb verschont, der Stadttempel im 1. Bezirk, da in den angrenzenden Gemeinderäumen im Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde die Adressen aller Juden Wiens aufbewahrt wurden. Von dort aus hatten vom NS-Regime ausgesuchte jüdische Wiener die Auswanderung bzw. Deportation ihrer Glaubensgenossen mitzuorganisieren. Im Palais Rothschild (4., Prinz-Eugen-Straße, heute Neubau der Arbeiterkammer) amtierte Adolf Eichmanns Zentralstelle für jüdische Auswanderung (mit Auswanderung war im Krieg zumeist Beraubung, Deportation und Ermordung gemeint). Von den knapp 200.000 beraubten jüdischen Wienern wurden rund 120.000 in die Emigration getrieben und etwa 60.000 ermordet. Nach Kriegsende zählte die jüdische Bevölkerung Wiens nur noch 5.243 Personen.

Ab dem 17. März 1944 erfolgten über fünfzig Luftangriffe auf Wien, die rund ein Fünftel der Stadt zerstörten. Flächenbombardements wie in Hamburg oder Dresden fanden dabei nicht statt. Allerdings wurde ungefähr ein Drittel der Innenstadt zerstört, auch kulturell wichtige Gebäude wie die Staatsoper oder die Albertina fielen dem Bombenkrieg zum Opfer. Der Stephansdom, der den Luftkrieg ohne Bombentreffer überstanden hatte, geriet nicht durch Kampfhandlungen, sondern infolge einer Plünderung in Brand. Alle Versuche, Wien nach dem Vorbild Roms zur „offenen Stadt“ zu erklären, wurden von Gauleiter Baldur von Schirach verhindert. Ab dem 5. April 1945 kam es zur achttägigen Schlacht um Wien, die mit der Niederlage der Wehrmacht und der Besetzung durch die aus Ungarn vorgerückte Rote Armee endete.
Folgen der Zeit des Nationalsozialismus

Der bis 1938 wirksame Nachhall der Hauptstadtfunktion Wiens in der Monarchie war mit dem Beginn der NS-Zeit zu Ende. Das geistige und künstlerische Leben Wiens erlitt vor allem durch die Judenverfolgung einen enormen, nicht wieder zu kompensierenden Aderlass. Das Entstehen des Ostblocks machte Wien zu einem Treffpunkt der Spione aus Ost und West, bremste aber den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Wiederaufbau Wiens stark.

Mehr als 20 Prozent des Hausbestandes waren ganz oder teilweise zerstört, beinahe 87.000 Wohnungen unbewohnbar. Im Stadtgebiet wurden mehr als 3000 Bombentrichter gezählt, zahlreiche Brücken lagen in Trümmern, Kanäle, Gas- und Wasserleitungen hatten schwere Schäden erlitten. Zunächst ging es somit um die Lösung elementarster Probleme, die Stadt musste erst wieder funktionsfähig gemacht werden.[50]
Besatzung, Zweite Republik, Wiederaufbau
Von 1. September 1945 bis 27. Juli 1955 war Wien in seinen Grenzen vor 1938 in vier Sektoren geteilt. Die aufgehellten Gebiete wurden 1938 Groß-Wien eingemeindet und zählten zur sowjetischen Besatzungszone Niederösterreich.

Wenige Tage nach dem Ende der Kämpfe des Zweiten Weltkriegs im Raum Wien Mitte April sorgte die Sowjetarmee für den Aufbau einer neuen Stadtverwaltung. Auch politische Parteien formierten sich – noch bevor der Krieg am 8. Mai endgültig in Europa zu Ende gegangen war. Erst im Herbst 1945 ließen die Sowjets auch Militärkontingente der anderen drei Alliierten, Vereinigte Staaten, Großbritannien und Frankreich, nach Wien; es blieb dann bis 1955 Viersektorenstadt. Im 1. Bezirk, der keiner der vier Besatzungsmächte fix zugeteilt war, wechselte die Besatzung jeden Monat.

Auf dem Schwarzenbergplatz, dessen südlicher Teil 1946–1956 Stalinplatz hieß, errichtete die Rote Armee 1945 das als Befreiungsdenkmal, Heldendenkmal oder Denkmal der Roten Armee bezeichnete Monument. Es wurde am 19. August 1945 enthüllt und wird seither von der Stadtverwaltung instand gehalten. Seine Bestandsgarantie ist im Staatsvertrag vereinbart.

Nach dem Krieg erfolgte in Wien, wie überall im Land und in Westeuropa, ein beispielloser Wirtschaftsaufschwung, an dem der Marshallplan ganz wesentlichen Anteil hatte. Mit dem 4. Lohn-Preis-Abkommen der Sozialpartner unzufriedene, kommunistisch dominierte Arbeiter führten 1950 den Oktoberstreik durch. Sie blieben durch das Eingreifen der sozialdemokratisch dominierten Bauarbeitergewerkschaft erfolglos.

1954 konnte, nachdem die Sowjetunion ihr Veto aufgegeben hatte, die 1946 beschlossene Reduktion Groß-Wiens auf das heutige Stadtgebiet in Kraft treten. 80 frühere Ortsgemeinden kehrten zu Niederösterreich zurück, 17 blieben bei Wien.

Am 15. Mai 1955 erlangte das Land mit dem Österreichischen Staatsvertrag die volle Freiheit zurück. Der Vertrag trat am 27. Juli 1955 in Kraft, worauf die Besatzungstruppen binnen drei Monaten abzuziehen hatten.
Vom Ungarnaufstand zur Gegenwart
Die zweite Reichsbrücke im Jahr 1975 (1976 eingestürzt); links im Hintergrund das gerade in Bau befindliche Vienna International Centre
Das moderne Wien: Blick auf den DC-Tower 1 in der Donau City; dahinter das Vienna International Centre, der dritte Sitz der Vereinten Nationen, ganz links der Donauturm und rechts das Hochhaus Neue Donau

Im Herbst 1956 nahm Wien viele Ungarn auf, die nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime nach Westen geflohen waren. Ebenso wurden 1968 viele Tschechen und Slowaken aufgenommen, die nach dem gewaltsamen Ende des Prager Frühlings die Tschechoslowakei verlassen hatten. Eine weitere Flüchtlingswelle erlebte Wien nach dem Zerfall Jugoslawiens ab 1991. Erst vom November 1989 an wurde Wien wieder selbstverständliches Reiseziel für die Bürger dieser Länder.

1957 nahm – als erste internationale Organisation nach 1945 – die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) ihren Sitz in der Stadt. Seit 1965 ist Wien zudem der Sitz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). 1961 fand in Wien ein Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten John F. Kennedy und dem sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow statt. 1979 wurde das Vienna International Centre (der dritte Amtssitz der Vereinten Nationen), das gemeinsam mit dem später erbauten Austria Center Vienna die UNO-City bildet, eröffnet. All dies trug zur Positionierung Wiens als Stadt der Kongresse und der Vermittlung in Konfliktsituationen bei. Seit 2003 gehört Wien zur Europaregion Centrope und bildet gemeinsam mit dem benachbarten Bratislava eine „Twin City“ („Zwillingsstadt“), die heute eine Bevölkerung von rund 3 Millionen Menschen umfasst.

1964 fand auf dem Gelände eines früheren Mistplatzes am linken Donauufer die WIG 64, die Wiener Internationale Gartenschau 1964, statt – mit dem Donauturm als neuem Wahrzeichen. 1986 wurde die an Stelle des alten Überschwemmungsgebiets neben dem Donaustrom gegrabene Neue Donau fertiggestellt, ebenso die zwischen den beiden Gewässern entstandene Donauinsel, die sich zu einem beliebten Erholungsgebiet entwickelte. Ende des 20. Jahrhunderts begann man beiderseits der Donau neue Wohnquartiere zu schaffen und mit der Donau City ein Hochhausviertel am linken Donauufer zu etablieren.

Heute wird Wien in internationalen Bewertungen zu den Städten mit der besten Lebensqualität gezählt, zuletzt (2016) erreichte es Rang 1 weltweit vor Zürich und Auckland an zweiter und dritter sowie München und Vancouver an vierter bzw. fünfter Stelle.[51] Dazu tragen der hohe Grünanteil am Stadtgebiet (ca. 50 Prozent), die vergleichsweise sehr gute ökologische Qualität der Stadt (mit Ausnahme der Luftqualität und des Verkehrs),[52] die hohe soziale und polizeiliche Sicherheit, das erstklassige Gesundheitswesen, das hoch entwickelte Bildungswesen, die Dichte an kulturellen Einrichtungen, die effiziente öffentliche Verwaltung, die Freizeitqualität Wiens und das dichte Netz öffentlicher Verkehrsmittel wesentlich bei.
Bevölkerung
→ Hauptartikel: Demografie Wiens
Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerung von Wien, 1590–2013
Bevölkerungsentwicklung in Wien seit 2002

Anfang der 1910er Jahre hatte Wien rund 2,1 Millionen Einwohner und zählte zu den größten Städten der Welt. Nach dem Ersten Weltkrieg sank die Einwohnerzahl um etwa 200.000 Personen; viele Beamte und Angestellte nichtdeutscher Muttersprache kehrten in ihre Ursprungsländer zurück. Die Jahre als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates haben Wien jedoch nachhaltig geprägt. Damals war die Stadt ein „Schmelztiegel“ von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Nach Jahrzehnten der Bevölkerungsstagnation ist Wien seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts neuerlich eine Zuwandererstadt.

Seit den 1950er Jahren machen sich im Ballungsraum Wien mehrere Siedlungstrends bemerkbar: Einerseits ist fast die gesamte Region durch große Geburtendefizite gekennzeichnet, andererseits schützt der Zuzug aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland Wien und seine Umlandgemeinden in den meisten Fällen vor einem Bevölkerungsrückgang. Die Einwohnerzahl sank bis 1987 auf 1.484.885 Personen, den tiefsten Stand seit 1890. Seither wächst die Bevölkerung wieder und könnte laut Prognosen hauptsächlich durch Zuwanderung bis zur zweiten Hälfte der 2020er-Jahre erneut zwei Millionen erreichen.[53]

Von den im Jahr 2012 in Wien lebenden Menschen sind 22,3 Prozent nicht österreichische Staatsbürger, 31,1 Prozent wurden nicht in Österreich geboren. Von den 386.000 Einwohnern ohne österreichische Staatsbürgerschaft kommen 9 Prozent aus Deutschland, 27,2 Prozent aus den übrigen Mitgliedsländern der EU, des EWR bzw. der Schweiz, 31 Prozent aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens und 11,5 Prozent aus der Türkei. Vor allem die Zahl der Einwanderer aus EU- und EWR-Ländern nimmt zu, während die Anzahl von Einwohnern aus dem ehemaligen Jugoslawien seit 2002 nahezu konstant blieb.[54][55]

Im Jahr 2016 lebten in Wien 1.840.226 Menschen, davon 704.902 (38,3 %) mit ausländischer Herkunft/Migrationshintergrund (inkl. Eingebürgerte) bzw. 504.197 Menschen (27,4 %) mit ausländischer (also nichtösterreichischer) Staatsangehörigkeit. Die größten Migrantengruppen waren die Menschen serbischer (99.082, 5,4 %), türkischer (76.363, 4,1 %), deutscher (55.361, 3 %), polnischer (51.639, 2,8 %) und bosnisch-herzegowinischer (40.387, 2,2 %) Herkunft. Von den Menschen mit nichteuropäischer Herkunft bilden Menschen aus Asien die größte Gruppe (101.512, 5,5 %), gefolgt von den Afrikanern (27.657, 1,5 %) und Menschen vom amerikanischen Kontinent (14.666, 0,8 %); 1.008 Einwohner (0,05 %) Wiens kommen ursprünglich aus Australien oder Ozeanien.[56]

Mit einem Bevölkerungswachstum von 4,65 % zwischen 2010 und 2025 könnte Wien laut einer Studie des UN-Habitats die am schnellsten wachsende europäische Stadtregion werden.[57]
Religion
Der Stephansdom, auch Steffl genannt, ist seit seiner Erbauung ein Wahrzeichen der Stadt (Ansicht von Rudolf von Alt, 1832)
Der Stadttempel, einzige erhaltene historische Synagoge Wiens, ist Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde
Konfessionsstatistik

Der prozentuelle Anteil der Religionsgemeinschaften in Wien im Jahre 2011:[58]

41,3 % – römisch-katholisch
31,6 % – ohne Bekenntnis
11,6 % – islamisch
8,4 % – orthodox
4,2 % – evangelisch
2,9 % – andere Religionsgemeinschaften

Per 1. Jänner 2014 betrug der Anteil der Katholiken in Wien mit 653.646 Mitgliedern 36,99 Prozent sowie der Anteil der Evangelischen (A. B. und H. B.) mit 55.179 Mitgliedern 3,12 Prozent.[59][60]

Das Statistische Jahrbuch Wiens wies für Ende 2015 diese Werte aus:[61]

34,7 % – römisch-katholisch
4,2 % – orthodox (2014)
3,1 % – evangelisch
0,5 % – andere
0,4 % – israelitisch
57,1 % – nicht ausgewiesen

Per 1. Jänner 2018 betrug der Anteil der Katholiken in Wien mit 610.269 Mitgliedern 32,2 Prozent, sowie der Anteil der Evangelischen (A.B. und H.B.) mit 51.196 Mitgliedern 2,7 Prozent.[62][63]
Christentum

Die römisch-katholische Gemeinde ist die größte Glaubensgemeinschaft Wiens. Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien, ihr Erzbischof ist Kardinal Christoph Schönborn. 2018 gehörten 32,2 Prozent der Einwohner Wiens der römisch-katholischen Kirche an; 1971 waren es 78,6 Prozent.[58][62] Die zweitgrößte christliche Glaubensgemeinschaft in Wien sind die Orthodoxen Kirchen. Die russisch-orthodoxe Kathedrale der Eparchie Österreich befindet sich im dritten Bezirk. Wien ist auch Sitz des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria. Drittgrößte christliche Glaubensgemeinschaft der Stadt ist die evangelische. Wien ist Sitz des lutherischen Evangelischen Oberkirchenrates A.B. in Österreich, mit Bischof Michael Bünker an der Spitze, und Sitz des reformierten Oberkirchenrates H.B., dem Landessuperintendent Thomas Hennefeld vorsteht. Die etwa 4000 Mitglieder zählende Altkatholische Kirche Österreichs hat am Schottenring den Sitz der Kirchenleitung,[64] der Bischof von Österreich ist Heinz Lederleitner.[65] In der Stadt Wien existieren mehrere altkatholische Pfarren.[66] Die älteste Pfarrgemeinde ist seit 1871 in der St. Salvatorkirche des Alten Wiener Rathauses beheimatet.[67] Neben der katholischen und evangelischen Kirche, wird nur die altkatholische im Bundesgesetz über den Kirchenbeitrag erwähnt.[68] Baptisten gibt es in Wien seit 1847. 1869 konnte die erste Gemeinde konstituiert werden, nachdem der Staat zuvor lang die Anerkennung verweigert hatte. Daran beteiligt waren unter anderem Johann Gerhard Oncken und Edward Millard. Die Baptisten sind gegenwärtig mit acht Gemeinden in Wien vertreten, darunter zwei rumänische, eine spanische und eine internationale englischsprachige Gemeinde. Auch befindet sich der Sitz des österreichischen Baptistenbundes in Wien. Daneben bestehen in Wien Gemeinden weiterer evangelischer Freikirchen, so zum Beispiel der Adventisten, der Methodisten, der Mennoniten und der Heilsarmee sowie Gemeinden des Bundes evangelikaler Gemeinden und der Pfingstbewegung. Ebenso ist die Christengemeinschaft mit zwei Gemeinden vertreten.
Islam

Zweitgrößte Glaubensgemeinschaft, nach der katholischen, ist die islamische. Ihr Präsident ist, seit 2011, Fuat Sanaç. Der Islam ist in Österreich seit 1912 anerkanntes Religionsbekenntnis (siehe Anerkennung des Islams in Österreich). In den letzten Jahrzehnten wuchs die Gemeinde durch viele muslimische Zuwanderer stark.
Judentum
Siehe auch: Jüdisches Leben in Wien

Bis 1938 hatte Wien eine der größten jüdischen Gemeinden Europas mit zuletzt rund 185.000 Kultusgemeinde-Mitgliedern. Heute zählt die Israelitische Kultusgemeinde Wien rund 7000 Mitglieder.[69] Ihr Präsident ist Oskar Deutsch, Arie Folger ihr Oberrabbiner.[70]
Politik und Verwaltung
Wiener Rathaus
Michael Ludwig (SPÖ) ist seit 2018 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien.
Landesdienstflagge


Verwaltungsgeschichte

In den im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern bestand für Männer seit 1907 auf gesamtstaatlicher Ebene das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht. Bürgermeister Lueger und seine Nachfolger verhinderten bis 1918 die Übernahme dieses Wahlrechts für die Wahlen zum Gemeinderat. Die ersten Wahlen, bei denen alle erwachsenen Frauen und Männer wahlberechtigt waren, fanden 1919 nach dem Ende der Monarchie statt. Seit 1919 stellte bei allen freien Wahlen die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) den Bürgermeister und der Stadtsenat (das Kollegium der Stadträte) und Wiener Gemeinderat (das Stadtparlament) weisen seit 1919 eine Mehrheit der Sozialdemokratischen Partei auf.

Am 10. November 1920, dem Tag an dem die Bundesverfassung,[71] in Kraft trat, die in ihrem Artikel 114[72] Wien als eigenes Bundesland definierte und seine Trennung von Niederösterreich möglich machte, beschloss der „Gemeinderat als Landtag“ in der ersten Landtagssitzung überhaupt die demokratische Stadtverfassung,[73] die „der Bürgermeister als Landeshauptmann“ unterzeichnete. Seither ist der Wiener Bürgermeister gleichzeitig Landeshauptmann, der Stadtsenat gleichzeitig Landesregierung, der Gemeinderat gleichzeitig Landtag. Mit dem Wiener Landesverfassungsgesetz vom 29. Dezember 1921, in gleichem Wortlaut auch in Niederösterreich-Land beschlossen, wurde die definitive Trennung bestätigt und das bisherige Landesvermögen aufgeteilt. Die kurzlebige gemeinsame Landesverfassung wurde mit Jahresende 1921 außer Kraft gesetzt. Das Trennungsgesetz besagte (Art. 4 Abs. 3) aber eigens: „Der Landtag und die Landesregierung von Niederösterreich sind berechtigt, ihren Sitz in Wien zu nehmen.“[74] Diese Berechtigung wurde von Niederösterreich bis 1996 genutzt, dann erfolgte die Verlegung der Niederösterreichischen Landesregierung und ihres Landtags in die 1986 neu gewählte Landeshauptstadt St. Pölten.

1934 bis 1945, in der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus, fanden keine demokratischen Wahlen statt, und die demokratische Stadtpolitik war durch verfassungswidrige Maßnahmen der Diktatur unterbrochen. 1945 wurde die Wiener Stadtverfassung wieder in Wirksamkeit gesetzt.
Regierungsstruktur

Amtierender Bürgermeister und Landeshauptmann ist Michael Ludwig (SPÖ). In der Verwaltung Wiens ist das Land Wien von der flächengleichen Stadt Wien zu unterscheiden.
Siehe auch: Liste der Bürgermeister von Wien
Land Wien

Als Land besitzt Wien seit November 1920 den mit dem Gemeinderat (ausgenommen die Vorsitzenden) personenidenten Landtag als Landesgesetzgeber und die Landesregierung als oberstes Verwaltungsorgan. Nach der Bundesverfassung leitet der Landeshauptmann auch die sogenannte mittelbare Bundesverwaltung; Agenden, die auf Grund von Bundesgesetzen von Landesämtern unter Aufsicht des jeweils zuständigen Bundesministeriums verwaltet werden. In diesem Bereich ist der Landeshauptmann (wie auch jeder von ihm beauftragte amtsführende Stadtrat als Landesrat) an Weisungen des Ministers bzw. der Bundesregierung gebunden. Als Amt der Wiener Landesregierung fungiert der Magistrat der Stadt Wien.
Stadt Wien

Oberstes Verwaltungsorgan der Stadtgemeinde ist der, seit 1919 demokratisch gewählte, Wiener Gemeinderat. Er wählt den Bürgermeister und die Stadträte, die seit Juni 1920 den Stadtsenat und seit November 1920 zugleich die Wiener Landesregierung bilden. Die neueste Wahl des Bürgermeisters und neuer Stadträte fand am 24. Mai 2018 statt.

Verwaltet wird die Stadt nach den Beschlüssen des Gemeinderats vom Magistrat der Stadt Wien unter der Leitung des Bürgermeisters, der amtsführenden Stadträte und des Magistratsdirektors, der auch Landesamtsdirektor ist, den gesamten inneren Dienst leitet und direkt dem Bürgermeister untersteht.

Im Magistrat bestehen neben der Magistratsdirektion (strategisch wichtige Bereiche, die dem Magistratsdirektor und damit dem Bürgermeister direkt unterstehen) diverse Magistratsabteilungen und (Magistrats-)Unternehmungen. Diese sind zu Geschäftsgruppen zusammengefasst, die politisch jeweils einem amtsführenden Stadtrat unterstehen. Die Eigentümerfunktionen bei im privatrechtlichen Eigentum der Stadt Wien stehenden Unternehmen (vor allem Wiener Stadtwerke Holding AG und Wien Holding GmbH) werden ebenfalls von amtsführenden Stadträten vertreten. Darüber hinaus besteht im Magistrat im Sinn der bürgernahen Verwaltung für jeden Gemeindebezirk ein Magistratisches Bezirksamt, das dem Magistratsdirektor untersteht; in mehreren Fällen teilen sich zwei benachbarte Bezirke ein Bezirksamt.

Nur dem Bürgermeister persönlich untersteht der Stadtrechnungshof (bis 2013 Kontrollamt der Stadt Wien), der – wie der Rechnungshof im Gesamtstaat – Einschau- und Prüfungsrechte für alle städtischen Dienststellen und Unternehmungen besitzt und bezüglich Art und Umfang seiner Prüfungen weisungsfrei ist.
Bezirksvertretungen

Wien ist neben Graz die einzige Stadt Österreichs mit Bezirksvertretungen. Die Wahlberechtigten jedes Gemeindebezirks wählen gleichzeitig mit dem Gemeinderat ihre Bezirksvertretung (der einzelne Abgeordnete heißt Bezirksrat); diese wählt den Bezirksvorsteher und zwei Stellvertreter. Einige Verwaltungsbereiche der Stadtgemeinde (u. a. bauliche Erhaltung der Pflichtschulen und des lokalen Straßennetzes) und die dazu bereitgestellten Budgets sind an die Bezirke übertragen worden. Die Durchführung von Maßnahmen nach den entsprechenden Beschlüssen der Bezirksvertretung obliegt dem Magistrat.
Siehe auch: Wiener Stadtsenat und Wiener Landesregierung
Gemeinderatswahl 2015
Mandatsverteilung 2015 im Wiener Gemeinderat

Insgesamt 100 Sitze

SPÖ: 44
Die Grünen: 10
ÖVP: 7
FPÖ: 34
NEOS: 5

→ Hauptartikel: Wiener Gemeinderat und Landtag

Bei der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2015[75] ergab sich folgende Stimmen- bzw. Sitzverteilung im Gemeinderat (100 Sitze sind zu vergeben):

Partei Wähleranteil
in Prozent
Anzahl
Sitze
Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) 39,59 44
Österreichische Volkspartei (ÖVP) 9,24 7
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) 30,79 34
Die Grünen (GRÜNE) 11,84 10
Das Neue Österreich und Liberales Forum (NEOS) 6,16 5

Am 13. November 2015 einigten sich die SPÖ und die Grünen darauf, die rot-grüne Koalition fortzusetzen, die Regierung wurde am 24. November 2015 angelobt.

Bei den parallel abgehaltenen Bezirksvertretungswahlen konnten sich die SPÖ in 16, die ÖVP in vier, die Grünen in zwei, sowie die FPÖ in einem Bezirk durchsetzen. Die ÖVP erlangte die Stimmenmehrheit in den bürgerlichen Wohngegenden des 1. und des 8. Bezirks sowie in den mit großen Villenvierteln ausgestatteten Bezirken 13 und 19. Die Grünen stellen im 7. Bezirk und 18. Bezirk den Bezirksvorsteher, erhielten jedoch weniger Stimmen in den Außenbezirken. Die FPÖ konnte vor allem dort höhere Stimmenanteile erreichen und erreichte im 11. Bezirk die relative Stimmmehrheit und stellt damit zum ersten Mal einen Bezirksvorsteher in Wien.

Die Wahlbeteiligung erreichte 74,8 Prozent (nach 67,6 Prozent im Jahr 2010) bei der Gemeinderatswahl und 67,4 Prozent bei den Bezirksvertretungswahlen (nach 63,4 Prozent im Jahr 2010).
Internationale Organisationen
UNO-City nördlich der Donau, bestehend aus dem Vienna International Centre und dem Austria Center Vienna (links im Bild).
OSZE-Hauptsitz in der Hofburg

Wien wurde im Jahre 1979 die dritte UNO-Stadt nach New York und Genf. Zusätzlich ist Wien Sitz zahlreicher weiterer internationaler Organisationen. Beispielhaft seien angeführt:

IAEO – Internationale Atomenergiebehörde (Friedensnobelpreis 2005; seit 1957 in Wien)
CTBTO PrepCom – Vorbereitende Kommission für die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen
IPI – Internationales Presseinstitut
IKSD – Internationale Kommission zum Schutz der Donau
OPEC – Organisation Erdölexportierender Staaten
OFID – OPEC-Fonds für Internationale Entwicklung
OSZE – Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
UN – Vereinte Nationen
Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (früher: EUMC – Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit)
UNIDO – Organisation für industrielle Entwicklung
UNODC – Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung
UNDCP – Internationales Drogenkontrollprogramm
UNHCR – Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
UNCITRAL – Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht
UNOOSA – Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen
UNSCEAR – Komitee der Vereinten Nationen über die Wirkung der atomaren Strahlung
UNPA – Postverwaltung der Vereinten Nationen
Dienstsitz des Hochmeisters der Deutschordensritter
Internationale Organisation der Obersten Rechnungskontrollbehörden

Wappen, Flagge und Hymne
Das Wappen Wiens von 1461, verliehen von Friedrich IV.

Die Symbole Wiens sind im „Gesetz über die Symbole der Bundeshauptstadt Wien“ (Landesgesetzblatt Nr. 10 / 1998) festgelegt und sind seit 1945 die gleichen wie bis 1934 im Roten Wien. Das Wiener Wappen zeigt „in einem roten Schild ein weißes Kreuz“. In einer weiteren Darstellungsform kann das Wappen „auch in Form eines Brustschildes in der Figur eines schwarzen, golden bewehrten Adlers verwendet werden“,[76] dessen Verwendung durch die Organe der Gemeinde Wien und des Landes Wien vorbehalten sind. Der Kreuzschild geht vermutlich auf die Reichssturmfahne zurück. Als Wappen mit Adler ist es 1237 nachweisbar[77] und erstmals 1278 auf einem Wiener Pfenning zu sehen,[78] auf Siegeln datiert es frühestens, als Zeichen Wiens aber unsicher, 1228.

Die Wiener Flagge „besteht aus zwei gleich breiten, waagrechten Streifen; der obere ist rot, der untere ist weiß. Das Verhältnis der Höhe der Flagge zu ihrer Länge ist zwei zu drei.“[76] Die Flagge wurde 1946 (wieder) eingeführt.[78]

Auch das Siegel der Bundeshauptstadt Wien verwendet das Wappen im Brustschild eines Adlers. Als Umschrift findet der Schriftzug „Bundeshauptstadt Wien“ oder die Bezeichnung des Gemeindeorgans oder des Landes Wien Verwendung.

Wien verfügt als einziges Bundesland über keine offizielle Landeshymne.
Landeswappen Landeswappen als Brustschild Siegel Landesflagge Landesdienstflagge Logo der Stadt Wien
Landeswappen
(primäre Darstellungsform) Landeswappen als Brustschild (sekundäre Darstellungsform;
Verwendung durch die Organe Wiens vorbehalten) Siegel Landesflagge Landesdienstflagge Logo
Städtekooperationen

Wien unterhält Städtekooperationen anhand definierter thematischer Schwerpunkte:

seit 1990 – Budapest (Ungarn)
seit 1991 – Moskau (Russland)
seit 1991 – Kiew (Ukraine)
seit 1993 – Bratislava (Slowakei), erneuert 2003 („Twin City“)
seit 1994 – Zagreb (Kroatien)
seit 1998 – Brünn (Tschechien)
seit 2001 – Warschau (Polen)
seit 2003 – Belgrad (Serbien)
seit 2005 – Tel Aviv-Jaffa (Israel)
seit 2006 – Staaten New York City (Vereinigte Staaten)
seit 2008 – Tunis (Tunesien)
seit 2010 – Istanbul (Türkei)

Auch einzelne Wiener Bezirke unterhalten Partnerschaften zu Stadtbezirken anderer Städte, siehe jeweils dort.
Wirtschaft
Ehemalige Wiener Postsparkasse am Georg-Coch-Platz, 1906 erbaut von Otto Wagner
Die Alte Börse am Schottenring

In der Europäischen Union gehört Wien zu den wohlhabendsten Regionen. Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Wien im Jahr 2014 einen Index von 158 (EU-28: 100 Österreich: 129).[79] Die Stadt genießt international den Ruf hoher Lebensqualität, niedriger Kriminalitätsraten und wird aus westeuropäischer Perspektive gerne als „Sprungbrett in den Osten“ bezeichnet, da die Stadt und ihre Unternehmen schon lange gute Beziehungen zu den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) pflegen. Besonders im Vorfeld der EU-Osterweiterung fassten zahlreiche ausländische Großunternehmen ihre Aktivitäten in den mittel- und osteuropäischen Ländern auf ihrem Standort in Wien zusammen, oder gründeten eine solche Zentrale neu, um die Erschließung dieser Märkte von Wien aus anzugehen. In einigen Fällen ging dieser Entschluss auch einher mit der Übernahme eines österreichischen Unternehmens mit Sitz in Wien und Tätigkeit in den MOEL. Dies tat etwa der niederländische Getränkekonzern Heineken mit der Übernahme der Brau Union oder die italienische Großbank Unicredit mit der Übernahme der Bank Austria. Weitere ausländische Konzerne mit Osteuropa-Zentrale in Wien sind etwa der französische Baustoffkonzern Lafarge und die deutschen Konzerne Henkel, REWE und Beiersdorf. Auch die Mehrheit der großen österreichischen Konzerne haben ihren Hauptsitz in Wien. Darunter sind etwa der Mineralölkonzern OMV, der Ziegelhersteller Wienerberger, die Telekom Austria und fast sämtliche österreichische Banken.

Mit der Wiener Börse befindet sich auch Österreichs einzige Wertpapierbörse in Wien. Seit 2010 ist Wien zudem Sitz der CEE Stock Exchange Group, der als Tochtergesellschaften nicht nur die Wiener Börse, sondern auch die Börsen in Budapest, Ljubljana und Prag angehören.

In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten Arbeitsplätzen ist die Innere Stadt (1. Bezirk).

Im Jahr 2005 waren durchschnittlich 92.864 Wiener arbeitslos gemeldet. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 13,3 Prozent nach Österreichischer Berechnungsmethode, beziehungsweise 8,2 Prozent nach der Berechnungsmethode der EU. Im Vergleich zu den anderen acht Bundesländern hatte Wien damit die höchste Arbeitslosenquote. Im August 2018 zählte Wien 139.674 Arbeitslose inklusive Schulungsteilnehmern.[80]
Immobilienpreise

Die Preise für Immobilieneigentum als auch für Miete in Wien sind in den letzten Jahren (bis Ende 2014) stark angestiegen. Trotzdem sind die Preise für Eigentum und Miete im Vergleich zu anderen Städten mit ähnlicher oder geringerer Lebensqualität vergleichsweise günstig.[81]

So wurde gegen Ende 2014 ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis von circa 4.500 Euro für den Kauf von Immobilieneigentum bei tatsächlich getätigten Transaktionen ermittelt, sowie ein durchschnittlicher Mietpreis von 14,16 Euro, wobei in den inneren Stadtbezirken die Preise entsprechend höher liegen.
Tourismus
Das Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn zieht jährlich rund 6,7 Millionen Besucher an.
Fiaker mit pausierenden Kutschern am Heldenplatz
Das Wiener Riesenrad, 1897 errichtet und ein Wahrzeichen der Stadt

Dank zahlreicher Prunkbauten aus der römisch-deutschen und der österreichischen Kaiserzeit, vielfältiger Kulturangebote und nicht zuletzt auch dank des Rufes als Musikhauptstadt, den Wien aufgrund des Schaffens zahlreicher berühmter klassischer Musiker, wie Beethoven, Mozart oder Mahler, erwarb, ist die Stadt weltweit bekannt und ein beliebtes Touristenziel.

Fiaker kutschieren Gäste durch die zum Weltkulturerbe zählende Innere Stadt, die Altstadt, in deren Zentrum sich der Stephansdom befindet.

Im 1. Bezirk befinden sich zudem die Staatsoper, die Hofburg (Stadtresidenz der Kaiser), die Kärntner Straße (die am stärksten frequentierte Fußgängerzone Österreichs), bekannte Hotels und Konditoreien und die prunkvolle Ringstraße, die die Altstadt umgibt. Wien hat seit 1980 eine sehr lebendige und vielfältige Szene mit Lokalvierteln, Kunstgalerien, Kabaretts, Jazzlokalen und Veranstaltungen aller Art entwickelt.

Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit ihren Weihnachtsmärkten, ihrem „Silvesterpfad“ durch die Altstadt und ihrem „Kaiserball“ aufwarten kann. Die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten zählen der Stephansdom, das Schloss und der Tiergarten Schönbrunn, das Belvedere, das Kunsthistorische Museum, die Hofburg, die Albertina, das Riesenrad sowie das MuseumsQuartier.[82]
Ergebnisse 2017

2017 registrierte Wien bei 7,097 Millionen Gästeankünften 15,51 Millionen Gästeübernachtungen (+3,7 Prozent gegenüber 2016), davon 82 % ausländischer Gäste, und netto 792 Millionen € Beherbergungsumsatz (+7,2 %). Die Anzahl der Hotelbetten stieg 2017 auf 65.100; sie waren zu 58,9 % ausgelastet. Das Ergebnis war (zum achten Mal in Folge) das bisher beste. Der Gesamtumsatz des Tourismus in Wien wird auf über 4 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

2015 hatten die wichtigsten zehn Quellmärkte zusammen einen Anteil von 66,3 Prozent am Nächtigungsergebnis:
Nächtigungen

Rang nach Nächtigungen Staat Anteil an den Nächtigungen (%)
bzw. am Beherbergungs­umsatz (%)
1. Deutschland Deutschland 19,4 % bzw. 17,6 %
2. Österreich Österreich 18,3 % bzw. 15,5 %
3. Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 5,9 % bzw. 8,4 %
4. Italien Italien 5,2 % bzw. 4,6 %
5. Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 4,1 % bzw. 4,9 %
6. Spanien Spanien 3,0 % bzw. 2,9 %
7. Schweiz Schweiz,
Liechtenstein Liechtenstein
3,0 % bzw. 3,3 %
8. Russland Russland 2,8 % bzw. 2,9 %
9. Frankreich Frankreich,
Monaco Monaco
2,6 % bzw. 2,7 %
10. Japan Japan 2,0 % bzw. x,x %

x,x = in der Aussendung nicht angeführt
Hotellerie

Die Beherbergungskapazität stieg in den letzten Jahren durch Hotelneubauten deutlich an und wird weiterhin steigen, da mehrere Hotels in Bau sind. Im Dezember 2017 standen den Gästen mehr als 65.100 Betten zur Verfügung.

12 Prozent der Betten wurden in der 5-Sterne-Kategorie angeboten, 48,7 Prozent in der 4-Sterne-Kategorie, 26,8 Prozent mit drei Sternen und 12,5 Prozent der Betten in Betrieben mit zwei Sternen oder einem. In der Praxis haben einige Betriebe schon vor längerem darauf verzichtet, offiziell klassifiziert zu werden und Sterne zu führen.[83]

Die Bettenauslastung betrug 2013 je nach Saison zwischen 36,3 Prozent im Jänner und 65,5 Prozent im August, die Zimmerauslastung zwischen 46,3 Prozent (Jänner) und 82,8 Prozent (August). Pro Gast und Nächtigung wurde zuletzt für 2009 ein Gesamtumsatz von 276 Euro errechnet.[84]

Für 2015 wurde im Tourismuskonzept Wien 2015, das im Oktober 2009 publiziert wurde, ein Resultat von elf Millionen Nächtigungen (+10 Prozent gegenüber 2008) und eine Erhöhung des Nächtigungsumsatzes um 100 Millionen Euro (+20 Prozent gegenüber 2008 = über 584 Millionen Euro) angestrebt (Umsatz 2008: 487 Millionen Euro). Das Nächtigungsziel wurde 2011 mit 11,4 Millionen Nächtigungen bereits erreicht und 2014 mit 13,5 Millionen Nächtigungen deutlich übertroffen; der Umsatz betrug 2012 540 Millionen Euro.
Siehe auch: WienTourismus
Kongresstourismus

Zum touristischen Erfolg Wiens tragen viele internationale Kongresse, Firmentagungen, Belohnungsreisen und allgemeine Geschäftsreisen bei. Von der International Congress and Convention Association (ICCA) wurde Wien für 2013 auf Rang 3 weltweit gereiht;[85] die Union of International Associations (UIA) reihte Wien für 2013 mit 318 internationalen Tagungen ebenfalls auf Rang 3 weltweit, hinter Singapur und Brüssel.[86] Zuvor war Wien von der ICCA sieben Mal in Folge auf Rang 1 gereiht worden.

Das Gesamtergebnis des Wiener Kongressgeschäfts 2013 mit 3389 Veranstaltungen, 501.000 Teilnehmenden, 1,4 Millionen Nächtigungen (11 % des Gesamtergebnisses) und 832 Millionen Euro an Wertschöpfung wurde vom Wiener Tourismusverband als auf hohem Niveau, aber kein Rekord bezeichnet. Pro Kopf und Nächtigung wurden 483 Euro ausgegeben.[87]
Medien
Das ORF-Zentrum Küniglberg im 13. Wiener Gemeindebezirk
Palais Orsini-Rosenberg in der Herrengasse, ehemalige Zentrale der Tageszeitung Der Standard.

Wien ist der Hauptsitz zahlreicher Medien jeglicher Gattung. Das größte Unternehmen dieser Art ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ORF mit Sitz am Küniglberg im 13. Gemeindebezirk Hietzing und seinen Radioprogrammen Ö1, Radio Wien, Ö3 und FM4 mit Sitz in der Argentinierstraße im 4. Gemeindebezirk und an der Heiligenstädter Lände. International über Mittelwelle ausgestrahlt wird Radio 1476, besser bekannt als Ö1 International. Die Filmstudios des ORF, die gelegentlich auch für Fernsehsendungen herangezogen werden, befinden sich am Rosenhügel im 23. Gemeindebezirk Liesing.

Weitere Fernsehanstalten mit Sitz in Wien sind der österreichweite Privatsender ATV (ehemals ATVplus) und der Musiksender gotv, der seine größte Reichweite in Wien erzielt. Seit Juni 2004 ist PULS 4 (ehem. Puls TV) empfangbar, dessen Sendegebiet bis Anfang 2008 auf Wien beschränkt war. Die im siebenten Bezirk ansässige Fernsehanstalt produziert mehrere österreichspezifische Sendungen, darunter die Nachrichtensendung Austria Top News für ProSieben Austria. Ende 2005 startete unter dem Namen Okto ein nichtkommerzieller Fernsehsender für Wien.

Neben den ORF-Radiosendern senden elf[88] private kommerzielle Radiosender sowie der nichtkommerzielle lokale Radiosender Orange 94.0 auf UKW aus Wien.

Auch die bedeutendsten österreichweiten Printmedien haben neben den lokalen Zeitungen ihren Hauptsitz in Wien. Die Verlagsgruppe News ist eindeutige Marktführerin im Zeitschriftenbereich. Zu ihren Publikationen zählen unter anderen die Magazine News, Profil, Trend, woman und TV-Media. Auflagenstärkste Wochenzeitung ist eigenen Angaben zufolge jedoch das Unterhaltungsmagazin Die ganze Woche mit über 300.000 Exemplaren österreichweit. Die auf ganz Österreich bezogenen Tageszeitungen Kronen Zeitung, Kurier, Österreich, Der Standard, Die Presse und Wiener Zeitung sind ebenfalls in Wien ansässig. Eine ehemals bedeutende Wiener Tageszeitung, aus der viele erfolgreiche Journalisten hervorgingen, war die 1889 gegründete und 1991 eingestellte Arbeiter-Zeitung, die sich als erstes Medium in Wien auch sozialkritischen Themen widmete. Von großer lokaler Wichtigkeit ist die wöchentlich erscheinende Stadtzeitung Falter, die mit ihrer investigativen journalistischen Arbeit häufig mediale Themen in ganz Österreich bestimmt. Eine Besonderheit ist die vor allem in U-Bahn-Stationen erhältliche Gratiszeitung Heute, die vor allem durch einen hohen Werbeanteil und die höchste Auflage in Wien auffällt. Zudem existieren noch zahlreiche Printmedien mit kleinerer Auflage und thematischer Spezialisierung auf Themen wie Religion oder Politik. Unter diesen ist Die Furche die bedeutendste. Mit dem Augustin und dem in wesentlich geringerer Auflage erscheinendem Uhudla gibt es in Wien zwei Straßenzeitungen die von Obdachlosen verkauft werden.

Die Wiener Stadtverwaltung besitzt zahlreiche Medien, die unter der Dachmarke „wien.at“ laufen. Neben dem Webservice der Stadt gibt es zahlreiche Printprodukte, wie das monatlich erscheinende „wien.at – Das Infoblatt Ihrer Stadt“ sowie sieben kostenlose Zielgruppenmagazine, die auf Wunsch zugeschickt werden. Im Auftrag der Stadt wird die wöchentliche Nachrichtensendung „wien.at TV“ produziert, die auf dem Kabelkanal W24 ausgestrahlt wird und online abrufbar ist. Für die Medien der Stadt Wien ist die Magistratsabteilung 53 – Presse- und Informationsdienst zuständig.[89]

Neben klassischen Medienunternehmen konzentrieren sich auch zahlreiche weitere Unternehmen der Medienbranche sehr stark auf Wien, wie Werbeagenturen, Webagenturen und Unternehmen aus der Filmbranche.
Landwirtschaft

16 Prozent der Fläche Wiens werden landwirtschaftlich von rund 900 gärtnerischen und bäuerlichen Betrieben genutzt. Mehr als 5.000 Hektar davon sind Ackerland, 637 Hektar sind Weinanbauflächen in 140 Rieden (Weingärten), 870 Hektar werden für Gartenbau – vor allem für die Gemüseproduktion – genutzt. Die wichtigsten Weinbaugebiete sind Bisamberg, Nussberg, Kahlenberg und Georgenberg. Es werden vor allem Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Weissburgunder, Zweigelt, Welschriesling, Neuberger, Traminer und Gelber Muskateller angebaut. Der sogenannte Wiener Gemischter Satz besteht aus drei Qualitätsweinsorten in einer Riede von je 10 bis 50 %, die zusammen gelesen und verarbeitet worden sein müssen.[90] Von den rund 115.000 Tonnen jährlicher pflanzlicher Nahrungsmittelerzeugung entfallen circa 60.000 Tonnen auf die rund 40 Sorten Gemüse, die in Wien angebaut werden, vor allem Tomaten, Paprika, Gurken, Salat und Radieschen. Circa ein Drittel der in Wien verbrauchten Gemüsemenge wird somit innerhalb der Stadtgrenzen erzeugt.[91][92] Anbaugebiete sind etwa die Simmeringer Haide. Auch der größte österreichische Gemüsevertrieb, die LGV-Frischgemüse, hat ihren Sitz und ihr Hauptlager in Simmering.
Infrastruktur

Für große Teile der technischen und sozialen Infrastruktur der Stadt ist der Magistrat der Stadt Wien, quasi das Wiener Gemeindeamt, zuständig. Die über 60 thematisch spezialisierten Magistratsabteilungen verwalten gemeinsam mit den 19 Magistratischen Bezirksämtern, den Unternehmungen nach § 71 Wiener Stadtverfassung (Krankenanstaltenverbund, Wiener Wohnen, Wien Kanal) und den ausgegliederten oder von Anfang an privaten Unternehmen der Stadt (Wiener Stadtwerke Holding AG, Museen der Stadt Wien, Wien Holding GmbH) wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens in der Bundeshauptstadt (Kindergärten, Schulen, Parkanlagen, öffentliche Waldflächen, Müllabfuhr etc.).

Zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten wurde 1998, wie damals bei größeren Kommunen in Europa gängig, die U-Bahn Wien und 2002 die Wiener Kanalisation im 21. und 22. Bezirk mittels Cross-Border-Leasing-Vertrag verkauft und wird seither über eine Laufzeit von 35 Jahren zurückgemietet.[93] Die Stadt Wien sollte dadurch von einem Steueranreiz in den Vereinigten Staaten profitieren, doch wurde diese Steuerlücke vor mehreren Jahren geschlossen und etwaige Ertragsausfälle des Investors müssen von der Stadt getragen werden. Dieses Gesetz sieht zwar mit der „Grandfathering Clause“ vor, dass vor dem 17. September 2003 eingegangene Verträge ihre Gültigkeit behalten sollen, doch verstößt dies gegen Regelungen der Welthandelsorganisation (WTO) und stößt auch auf EU-Widerstand, weshalb diese Regelung modifiziert werden muss.[94] Mittlerweile werden die Cross-Border-Verträge seitens der Wiener Stadtregierung wieder aufgelöst.

Für die technische Sicherheit der Stadt (Baupolizei, Eisenbahnrecht, Wasserrecht usw.) ist der Magistrat der Stadt Wien verantwortlich; bei der Baupolizei mit der Landesregierung, im Eisenbahnrecht mit dem Verkehrsministerium, im Wasserrecht mit dem Umweltministerium als zweite Instanz.
Siehe auch: Magistrat der Stadt Wien#Magistratsabteilungen
Technische Infrastruktur
Stadtplanung

Der Wiener Stadtentwicklungsplan (kurz: STEP) wird von der MA 18 (Magistratsabteilung 18) erstellt, legt die Richtlinien für die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren fest und trägt somit maßgeblich zur städtischen Infrastruktur bei. Die Stadtentwicklungspläne werden in Abständen von zehn Jahren überarbeitet. Während nach 1945 lange Zeit demographische Stagnation herrschte, die auch in den Stadtentwicklungsplänen ihren Niederschlag fand (Privilegierung der Verbauung von Baulücken etc.), kommt es seit der Wende in Osteuropa wieder zu expansiveren Konzepten. Die 1994 beschlossene Revision des STEP 84 trug beispielsweise bereits dem deutlichen Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung Rechnung. Der Stadtentwicklungsplan 2005 (STEP 05) befasst sich mit einem Dutzend von Zielgebieten, beispielsweise der Waterfront, einem Gebiet vom Donaukanal über den Praterstern, Nordbahnviertel, Handelskai zur Alten Donau, oder dem Wiental. Die Stadtplanung befasst sich außerdem mit der regionalen und internationalen Verkehrsanbindung Wiens.

Besonders umstritten ist in Wien die Errichtung von Hochhäusern, namentlich im Stadtzentrum. Im Jahr 2001 wurde von der Stadtplanung ein Hochhauskonzept erarbeitet, das in der Folge ausführlich diskutiert wurde. Es basierte auf früheren Hochhausstudien (Architekt Hugo Potyka 1972 und Coop Himmelb(l)au 1992). Nach positiver Äußerung der Stadtentwicklungskommission wurde das Konzept „Hochhäuser in Wien“ vom Gemeinderat im April 2002 angenommen.
Stadtversorgung
→ Hauptartikel: Wiener Wasserversorgung und Wiener Kanalisation
Das Wiener Wasser stammt seit 1873 aus dem Schneeberg-Gebiet.

Wien wird seit 1873 durch die I. Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und seit 1910 zusätzlich durch die II. Wiener Hochquellenwasserleitung aus dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Die Gebiete wurden 1965 zum Wasserschutzgebiet erklärt, betreut werden sie von der Forstverwaltung der Stadt Wien. Wasser aus einem Grundwasserwerk in der Lobau wird selten, etwa bei Wartungsarbeiten oder besonders hohem Wasserverbrauch, in bestimmten Bezirken dem Hochquellenwasser beigemengt.

Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die städtische Hauptkläranlage in Simmering geleitet, wobei bis 2006 bei Reinigungsarbeiten und starkem Regen verdünntes Kanalwasser, sogenanntes Mischwasser, in den Donaukanal bzw. die Donau gelangte. Dieses Problem wurde von der Stadt Wien mit dem Bau des Wientalkanals behoben. Er ist 3,5 Kilometer lang und wurde 2006 fertiggestellt. Seither wird das Abwasser gänzlich gesammelt und nach verfügbarer Kapazität der Kläranlagen dann an diese abgegeben.

Das Kanalsystem gelangte durch den Film Der dritte Mann zu internationaler Berühmtheit.

Für das Strom-, Gas- und Fernwärmenetz Wiens ist die Wiener Netze GmbH mit rund 2800 Mitarbeiter zuständig,[95] ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt. Wien Energie ist der wichtigste Stromlieferant Wiens.

In Wien existiert ein großes Fernwärmenetz, welches von Wien Energie betrieben wird. Die Erzeugung erfolgt unter anderem in den drei großen Müllverbrennungsanlagen Spittelau, Simmeringer Haide und Flötzersteig.

Das (begehbare) Kraftwerk Freudenau staut den Donaustrom, zwei Rohrbrücken führen Leitungen vom linksufrigen Wien zum rechtsufrigen Niederösterreich.
Kommunikation

Seit Februar 2014 ist mit .wien eine Neue Top-Level-Domain für Internetadressen (Domains) für Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen mit Bezug zu Wien in Betrieb. Verwaltet und vermarktet wird diese im Auftrag der Stadt Wien durch die punkt.wien GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Compass Gruppe GmbH.[96]
Verkehrsinfrastruktur

Im Jahr 2014 wurden 39 Prozent aller Wege in Wien mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. 27 Prozent wurden zu Fuß bewältigt und weitere 27 Prozent der Wege per PKW. Nach wie vor gering erscheint mit 7 Prozent den Wiener Stadtplanern der Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.[97]

Zehn Donaubrücken (Straßen, Eisenbahn, U-Bahn, Fußgänger) verbinden das Stadtgebiet links und rechts der Donau, sieben (inkl. zweier befahrbarer Wehre) verbinden das linke Donauufer über die Neue Donau mit der Donauinsel, 35 Brücken (sowie ein Wehr und eine Schleuse) überspannen den Donaukanal.
Siehe auch: Verkehrsregelung in Wien
Straße
→ Hauptartikel: Straßen in Wien
A23 – Wiener Stadtautobahn
Gürtel an der Alser Straße mit Station der U6

Wie die Bahnlinien verlassen auch die alten Fernstraßen (später Bundesstraßen) die Stadt sternförmig. Teilweise sind sie immer noch nach historisch bedeutsamen Zielen benannt (Linzer Straße, Prager Straße B3, Brünner Straße B7, Budapester Straße B10, Triester Straße B17).

Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 Westautobahn, A2 Südautobahn, A4 Ostautobahn und A22 Donauuferautobahn verlassen die Stadt radial. Die A3 ins Burgenland zweigt südlich von Wien von der A2 ab. Als A5 wird derzeit die Nordautobahn Richtung Brünn verlängert, die an das tschechische Autobahnnetz anschließen soll. Als A6 wurde 2007 östlich von Wien die Nordostautobahn von der A4 nach Pressburg (Slowakei) eröffnet.

Die A23 Wiener Südosttangente (die meistbefahrene Straße Österreichs) ist eine ringförmige Verbindung zwischen A2, A4 und A22 im südlichen Stadtgebiet; zu ihrer Entlastung wurde an der südlichen Stadtgrenze die S1 Außenring-Schnellstraße gebaut und am 28. April 2006 eröffnet. Diese soll östlich der Donau in einem Autobahnring fortgesetzt werden, über den man zur A5 gelangt; die dazu nötige Untertunnelung des Nationalparks Donauauen ist aus ökologischen Gründen umstritten. A1, A2 und S1 sind durch die außerhalb Wiens verlaufende A21, die Außenring- oder Wienerwaldautobahn verbunden, über die der West-Ost-Transitverkehr geleitet wird.

In der Stadt gehen die Fernstraßen vom Gürtel aus, der die inneren Bezirke umschließt. Diese sechs- bis achtspurige Straße ist daher besonders staugefährdet und beeinträchtigt durch ihre enorme Verkehrsfrequenz die Wohnqualität. Problemstellen sind des Weiteren vor allem die Stadteinfahrten, insbesondere im Westen auf Grund des Wienerwaldes. Im Süden sind die Stauschwerpunkte vor allem auf A2 und A23 zu finden. Auf der A23, der Südosttangente, stockt der Berufsverkehr fast jeden Tag.

Parkraumprobleme beschränken sich nicht mehr nur auf die inneren Bezirke, die großflächig als Kurzparkzonen eingerichtet sind (Anrainer können mit dem gebührenpflichtigen, sogenannten „Parkpickerl“, mit Ausnahme gewisser Straßenzüge, zeitlich unbeschränkt parken); die Parkraumbewirtschaftung wurde 2012 auf Gebiete außerhalb des Gürtels ausgedehnt. Mittlerweile gibt es nur mehr in vier Gemeindebezirken (13., 21., 22. und 23.) kein Parkpickerl. Für einpendelnde Verkehrsteilnehmer bestehen einige Parken-und-Reisen-Anlagen mit Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel; die Stadtverwaltung strebt allerdings, auch mit ihrer Beteiligung am Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), danach, dass die Pendler bereits außerhalb von Wien in öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Für die Bewohner parkplatzarmer Viertel werden mit finanzieller Hilfe der Stadt „Volksgaragen“ errichtet, die in „grün bewegten“ Bezirken politisch umstritten sind.

Generell ist es Ziel der Stadtverwaltung, den Anteil des Individualverkehrs am Gesamtverkehr aus ökologischen Gründen zu reduzieren. Bis 2012 waren in Wien zehn Busspuren abhängig von der jeweiligen Verkehrssituation für einspurige Kraftfahrzeuge freigegeben.[98] Mit Stand August 2019 gibt es in den Bezirken Mariahilf und Neubau fast nur noch Tempo-30-Zonen.[99]
Öffentlicher Nahverkehr
Schnellverbindungen in Wien (S-Bahn, U-Bahn, City Airport Train und Lokalbahn Wien–Baden)
Vier Generationen der „Bim“
→ Hauptartikel: öffentlicher Personennahverkehr in Wien
Stadtbahnstation Karlsplatz, heute Station von U1, U2 und U4

Wien verfügt über ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Es besteht aus den zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehörenden S-Bahn-Linien, der Badner Bahn und dem Netz der Wiener Linien (U-Bahn, Straßenbahn und Autobuslinien), dem City Airport Train und diversen privaten Autobuslinien. Allein die Wiener Linien transportieren im Jahr 2016 rund 954,2 Millionen Fahrgäste.[100]

Die Wiener Straßenbahn existiert seit 1865 und die Wiener Linien betreiben heute ein 179 Kilometer langes Gleisnetz. Damit verfügt Wien über eines der ältesten und längsten Straßenbahnnetze der Welt. Ab 1898 wurde die im Jugendstil errichtete Wiener Dampfstadtbahn eröffnet, die 1925 schließlich zur Wiener Elektrischen Stadtbahn mutierte und deren Gleisnetz ab 1976 von der schrittweise neu errichteten U-Bahn übernommen wurde. 1978 wurde die erste Neubau-Teilstrecke der Linie U1 eröffnet. Der Autobuslinienbetrieb wurde in Wien am 23. März 1907 aufgenommen. Heute verfügt Wien mit der 24-Stunden-U-Bahn an den Wochenenden[101][102] und der NightLine auch über ein Nachtverkehrs- und Anrufsammeltaxinetz. Darüber hinaus fahren vor allem in den Stadtrandzonen private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien in Niederösterreich und dem Burgenland bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).
Fahrrad
„Citybike“-Verleihstation auf der Schönbrunner Brücke

Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr betrug 2016 in Wien 7 Prozent.[103] In manchen Bereichen liegt der Wert jedoch deutlich höher. Der Radverkehr wird dabei an rund zehn automatischen Zählstellen gemessen und nahm an diesen Standorten gegenüber 2015 um 6,4 Prozent zu.[104] Das Netz an öffentlichen Radwegen, Radfahrstreifen und Radrouten im Stadtgebiet umfasst 2017 rund 1298 Kilometer; davon sind 53,73 Prozent Radrouten, verkehrsberuhigte Bereiche, Wohnstraßen, Fußgängerzonen, Fahrstraßen und geöffnete Busspuren, 20,74 Prozent vom Autoverkehr baulich getrennt und 25,53 Prozent markierte Anlagen (wie Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen und Radfahren gegen die Einbahn).[105]

Seit Jahren wird das Leihfahrradsystem „Citybike“ der Gewista angeboten, deren Räder an festen Stationen zum Abstellen eingeklinkt werden müssen. Mittels eines Kfz-Anhängers verteilt der Betreiber die Räder wieder an unterversorgte Stationen. Bis 2017 kamen drei Verleihsysteme dazu: Zuletzt OBike[106] und Ofo[107] aus China, die frei abgestellt werden konnten, per Smartphone-App gefunden werden konnten und dabei auch von Missbrauch betroffen waren. Donkey Republic aus Dänemark arbeitet hingegen mit festen Stationen und wird von Pedal Power betreut. Die Stadt Wien plant nun Regeln zur Nutzung des Stadtraums durch Radverleiher.[108] Nach der Pleite von Obike kündigte im Juli 2018 auch Ofo den Rückzug aus Wien an. Als Grund wurden die hohen regulatorischen Auflagen genannt.[109][110]
Eisenbahn
Karte der Eisenbahnstrecken nach Wien und Lage der wichtigsten Wiener Bahnhöfe
Der Wiener Südbahnhof, größter Kopfbahnhof Wiens, zur Zeit der k.u.k. Monarchie
Die Bahnsteigebene des Wiener Hauptbahnhofs

Historisch bedingt – alle Verkehrsverbindungen orientierten sich nach der Haupt- und Residenzstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie – wurden in Wien mehrere Kopfbahnhöfe errichtet. Alle größeren Bahnhöfe Wiens wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg auf Grund ihrer strategischen Bedeutung zumindest beschädigt. Die meisten wurden wieder aufgebaut und neu gestaltet. So wurde 1951 der alte Westbahnhof durch einen Neubau ersetzt. In den Neubau des (3.) Südbahnhofs wurde 1956 der früher getrennte Ostbahnhof integriert. In den Jahren 1976 bis 1980 wurde der Franz-Josefs-Bahnhof überbaut. Der Nordbahnhof, eine stattliche Ruine, die erst 1965 entfernt wurde, wurde nicht wiederhergestellt (seine architektonische Bedeutung wurde damals nicht erkannt), da durch den Zerfall der Habsburgermonarchie und den Eisernen Vorhang der Fernverkehr der Nordbahn seine Bedeutung verloren hatte. Ab dem 9. Dezember 2012 wurde der Teilbetrieb am neu errichteten Wiener Hauptbahnhof aufgenommen, die vollständige Inbetriebnahme erfolgte am 13. Dezember 2015.[111] Es handelt sich nicht, wie bei den traditionellen großen Wiener Bahnhöfen, um einen Kopfbahnhof, sondern um einen Durchgangsbahnhof, der Südbahn und Ostbahn verknüpft, aber auch Züge von Nord- und Westbahn einbinden kann.

Heute bestehen in Wien noch zwei große Kopfbahnhöfe; sie dienen vorwiegend dem Regionalverkehr:

Wien Westbahnhof als historischer Ausgangspunkt der Westbahn
Wien Franz-Josefs-Bahnhof als Ausgangspunkt der Franz-Josefs-Bahn

Durchgangsbahnhöfe:

Wien Hauptbahnhof an Süd- und Ostbahn, als zentraler Bahnhof im Fernverkehr und mit Fernverkehrsanbindung des Flughafenbahnhofs
Wien Meidling (Philadelphiabrücke) an der Südbahn und Ausgangspunkt der Pottendorfer Linie, sowie mit Anbindung zur Donauländebahn und durch den Lainzer Tunnel zur Westbahn mit Wienerwaldtunnel und der NBS Tullnerfeld nach St. Pölten
Wien Mitte (Landstraße) an der Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Praterstern, sowie mit Schnellverbindung City Airport Train (CAT) von und nach Flughafen Wien Bahnhof
Wien Praterstern, Ausgangspunkt der Nordbahn und der Nordwestbahn
Wien Floridsdorf (Nordbahn und Nordwestbahn)
Wien Hütteldorf an der Westbahn und mit Vorortelinie und Strecke nach Wien Meidling
Wien Heiligenstadt an der Franz-Josefs-Bahn und mit Vorortelinie
Wien Stadlau mit Laaer Ostbahn und Marchegger Ostbahn

Für den Lokal- und Regionalverkehr ist der intensive Wiener S-Bahn-Betrieb wichtig. Er bedient auch viele kleinere Bahnhöfe bzw. Stationen. Sehr dichter Verkehr wird auch auf der stadteigenen Lokalbahn Wien–Baden, vulgo Badner Bahn, geboten.

Für den Güterverkehr wichtig sind der Lainzer Tunnel, die beiden Verbindungsbahnen zwischen West- und Südbahn sowie zwischen Süd- und Nordbahn, die mehrere Strecken verknüpfende Donauländebahn und die Donauuferbahn (die zwischen den beiden seit 1945 fehlende Winterhafenbrücke wurde bis 2008 neu errichtet) sowie der Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering an der Ostbahn.
Flughafen
Flughafen Wien

Der Flughafen Wien befindet sich im niederösterreichischen Schwechat, einer 16 km südöstlich von Wiens Zentrum gelegenen Stadtgemeinde. Er ist Heimatbasis und Drehkreuz von Austrian Airlines, Eurowings Europe und EasyJet Europe und der größte Arbeitgeber der Ostregion Österreichs. Im Geschäftsjahr 2017 verbanden ihn 74 Fluggesellschaften mit 195 Zielen in 70 Ländern weltweit. Dabei wurde ein neuer Passagierrekord erreicht. Insgesamt wurden 24.392.805 Millionen Passagiere (+4,5 %), davon 17.844.391 Millionen Lokalpassagiere (+4,5 %) und 6.442.112 Millionen Transferpassagiere (+4,4 %), bei 224.568 Flugbewegungen (−0,8 %) abgefertigt.[112]
Schifffahrt
Twin City Liner an der Schiffstation City am Donaukanal

Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam als auch den deutschen Industriegebieten verbunden. Über die Donau gibt es eine Verbindung mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer. Der geplante Donau-Oder-Kanal blieb unvollendet. Die Personenschifffahrt auf der Donau hat heute fast nur noch touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Bratislava und Budapest. Der Wiener Personenhafen liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nussdorf und am Donaukanal beim Schwedenplatz.

Seit Juni 2006 verbindet der Schnellkatamaran „Twin City Liner“ dreimal täglich die beiden Hauptstädte Wien und Bratislava über die Donau. In Wien wurde als Ein- und Ausstiegsstelle der Schwedenplatz, Abgang Marienbrücke, gewählt. In Bratislava dient das denkmalgeschützte „Propellerhaus“ im Zentrum als Anlegeplatz. 2006 verkehrte das Schiff bis Ende Oktober, 2007 wurde die Saison bereits im März begonnen, 2008 wurde ein zweiter Schnellkatamaran angeschafft, und verkehrt seither fünfmal täglich zwischen Wien und Bratislava.

2003 wurden im Frachthafen neun Millionen Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1550 Schiffe abgefertigt.
Sicherheits-Infrastruktur
Polizei

Die Sicherheitsverwaltung und alle zu ihr zählenden Behörden und Organe sind Kompetenz des Innenministers. Die Landespolizeidirektion Wien hat ihren Sitz im 1., Schottenring 7–9. Derzeit gibt es in Wien 98 Polizeiinspektionen, drei Polizeihundeinspektionen und zwei Strompolizeiinspektionen, in denen fast 4000 Polizisten ihren Dienst versehen. Dabei stehen ihnen 630 Fahrzeuge und elf Motorboote zur Verfügung.

Für Einsätze mit erhöhtem Gefährdungsgrad steht die Sondereinheit WEGA, für Einsätze mit sehr hohem Gefährdungsgrad das Einsatzkommando Cobra zur Verfügung. Zur Sicherung des Flughafens Wien steht außerdem die Einsatzabteilung Kranich bereit. Bei Großdemonstrationen und gewaltsamen Ausschreitungen, z. B. nach Fußballspielen, kommt auch die Einsatzeinheit Wien zum Einsatz.
Feuerwehr
Berufsfeuerwehr Am Hof

Die Berufsfeuerwehr ist die 68. Abteilung des Magistrats der Stadt Wien (MA 68). Das Feuerwehrkommando, die Nachrichtenzentrale für den gesamten Raum Wien und die Dienstführungen aller drei Sparten des Feuerwehrdienstes haben ihren Sitz in der Zentrale (1., Am Hof 7, 9 und 10). Wien ist in neun Brandschutzsektionen aufgeteilt; die einzelnen Sektionen haben spezifische Aufgaben und verfügen über spezielle Ausrüstung. Die 22 Feuerwachen mit insgesamt ungefähr 1700 Feuerwehrleuten sind über das ganze Stadtgebiet so verteilt, dass jeder Einsatzort durchschnittlich nach fünf Minuten erreicht werden kann. Weiters befinden sich im AKH und im Rathaus eigenständige Feuerwachen, wie die Rathauswache, die aber ebenfalls in die MA 68 integriert sind.

Die Berufsfeuerwehr Wien ist die älteste Berufsfeuerwehr der Welt. Außerdem bestehen in zwei früheren Dörfern knapp innerhalb der Stadtgrenze die Freiwilligen Feuerwehren FF Breitenlee und FF Süßenbrunn. Sie sind organisatorisch in die Berufsfeuerwehr eingegliedert und werden als Gruppenwachen geführt. Ihnen gehören ca. 70 Feuerwehrleute an. Weiters bestehen 47 Betriebsfeuerwehren mit knapp 1450 Feuerwehrleuten; insgesamt können somit 3300 Feuerwehrleute mobilisiert werden.
Justiz und Vollzug
Landesgericht für Strafsachen Wien

In Wien bestehen unabhängige Gerichte aller Instanzen: zwölf Bezirksgerichte (und ein eigenes Bezirksgericht für Handelssachen), das Landesgericht für Strafsachen Wien, das Oberlandesgericht für Wien, Niederösterreich und das Burgenland sowie der für ganz Österreich tätige Oberste Gerichtshof. Als Anklagebehörden bestehen unter Aufsicht des Justizministers die Staatsanwaltschaft Wien, die Oberstaatsanwaltschaft Wien und die Generalprokuratur.

Weiters bestehen in Wien Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts: der Verfassungsgerichtshof, der Verwaltungsgerichtshof und die als Unterinstanzen zu diesem 2014 errichteten Institutionen Bundesverwaltungsgericht, Bundesfinanzgericht und Landesverwaltungsgericht Wien.

In Wien gibt es vier Justizanstalten:

Justizanstalt Wien Josefstadt (größte Justizanstalt Österreichs)
Justizanstalt Wien Simmering (zweitgrößte Justizanstalt Wiens)
Justizanstalt Wien Favoriten (zentrale Haftanstalt für Drogenentzug in Österreich)
Justizanstalt Wien Mittersteig in Margareten (vorwiegend für zurechnungsfähige, geistig abnorme Rechtsbrecher)

Soziale Infrastruktur
Schulwesen

In Wien gibt es 283 Volksschulen (darunter 217 öffentliche), 120 Hauptschulen (darunter 96 öffentliche), 46 Sonderschulen (darunter 40 öffentliche) und 95 Allgemeinbildende höhere Schulen (darunter 67 öffentliche). Zudem befinden sich in Wien 28 Berufsschulen (darunter 25 öffentliche), beispielsweise für Elektrotechnik, Gastgewerbe, oder Bürokaufleute, 22 technische und gewerbliche mittlere und höhere Schulen (darunter 11 öffentliche), wie für Textilindustrie oder Chemische Industrie, 21 wirtschaftsberufliche mittlere und höhere Schulen (darunter 8 öffentliche), beispielsweise HBLA für Mode und wirtschaftliche Berufe für Mode oder Tourismusschule und 16 kaufmännische mittlere und höhere Schulen (darunter 6 öffentliche).
Siehe auch: Schulsystem in Österreich
Universitäten
Hauptgebäude der Universität Wien am Universitätsring
Akademie der bildenden Künste Wien

In keiner Stadt des deutschen Sprachraums gibt es mehr Studierende als in Wien.[113] Nach offiziellen Angaben der Stadt Wien studierten im Wintersemester 2016/2017 mehr als 196.000 Studenten an den Universitäten und Fachhochschulen.[114]

Die Universität Wien ist zudem die älteste und größte Universität im heutigen deutschen Sprachraum (die älteste deutsche Universität war die Karls-Universität Prag). Die Universität Wien wurde 1365 als Alma Mater Rudolphina gegründet und war vor allem für ihre medizinische Fakultät berühmt, die seit 2004 als eigenständige Universität unter dem Namen Medizinische Universität Wien existiert. 1692 wurde die Akademie der bildenden Künste Wien als Privatakademie des Hofkammermalers Peter Strudel gegründet. 1765 wurde von Maria Theresia die Veterinärmedizinische Universität Wien gegründet. 1767 ging die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aus der Singschule des Antonio Salieri hervor. 1815 wurde die Technische Universität Wien als k.k. polytechnisches Institut gegründet. 1867 wurde die heutige Universität für angewandte Kunst als Kunstgewerbeschule gegründet. 1872 erfolgte die Gründung der Universität für Bodenkultur Wien. 1898 wurde die k.u.k. Exportakademie gegründet, die heutige Wirtschaftsuniversität Wien.

Neben diesen staatlichen Universitäten gibt es in Wien noch fünf Privatuniversitäten (Webster Vienna Private University, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), Sigmund Freud Privatuniversität Wien, Modul University Vienna sowie seit 2019 Central European University) und einige Fachhochschulen (FHWien Studiengänge der WKW, Fachhochschule des bfi Wien, Fachhochschule Technikum Wien, FH Campus Wien, sowie die Lauder Business School). Außerdem befinden sich noch einige unabhängige Institute wie das Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik in Wien.
Bibliothekswesen

Die führenden wissenschaftlichen Bibliotheken Wiens sind die Österreichische Nationalbibliothek, die Universitätsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus (ehemals Wiener Stadt- und Landesbibliothek). Dazu kommen die Bibliotheken der Wirtschaftsuniversität Wien, der Technischen Universität, der Medizinischen Universität und anderer Hochschulen sowie die Fachbibliotheken der Universitätsinstitute, außerdem die Sozialwissenschaftliche Bibliothek der Arbeiterkammer und die Parlamentsbibliothek. Im Akademietrakt der Stiftskaserne befindet sich die Österreichische Militärbibliothek, die größte Amts- und Behördenbibliothek Österreichs. Die 41 städtischen Leihbüchereien Wiens sind als Wiener Büchereien zusammengefasst, darunter die Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz.
Gesundheitswesen
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien und Universitätsklinikum

Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) im Wiener Gemeindebezirk Alsergrund ist das größte Spital Wiens und Österreichs und zugleich das Klinikum der Medizinischen Universität Wien.
Sozialer Wohnbau

Wien ist bekannt für den sozialen Wohnbau. Während der Zeit des Roten Wiens von 1918 bis 1934 entstanden erstmals im großen Stil zahlreiche Gemeindebauten, die von der Stadt errichtet und betrieben wurden, nicht auf Gewinne ausgerichtet waren und primär für die Arbeiterschaft zahlreiche Wohnungen zu günstigen Mieten bereitstellten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es erneut eine starke Bautätigkeit an Gemeindebauprojekten.

Für die Politik der „sanften Stadterneuerung“ erhielt die Stadt Wien im Jahr 2010 die „Scroll of Honour“-Auszeichnung des UN-HABITATs.[115]
Soziale Einrichtungen

Die ersten sozialen Einrichtungen Wiens entstanden im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, als aufgrund der großen Armut in der Bevölkerung die ersten Obdachlosen- und Männerwohnheime errichtet wurden, etwa das 1905 eröffnete in der Meldemannstraße, in dem von 1910 bis 1913 auch der jugendliche Adolf Hitler gewohnt hat. Heute leben etwa 200.000 Menschen in Wien unter der Armutsgrenze.[116] Um sie kümmern sich, so gut es geht, gemeinnützige Organisationen wie Volkshilfe und Caritas. Letztere betreibt auch die stadtbekannte Obdachloseneinrichtung Die Gruft im Bezirk Mariahilf, die seit 1986 besteht. Für Jugendliche wird Streetwork angeboten.[117] Im Auftrag der Stadt Wien führen die Wiener Sozialdienste gemeinnützige Aufgaben durch.
Kultur
Schloss Belvedere
Die Spanische Hofreitschule mit den Lipizzanern geht auf das Jahr 1572 zurück.
Wiener Sängerknaben

In der kaiserlichen Residenzstadt wurden Museen und Sammlungen errichtet, die Kunstwerke von Weltrang besitzen. Zur Wiener Kultur zählt das kaiserliche Erbe der Stadt mit den Palästen Hofburg, Schloss Schönbrunn und Schloss Belvedere. In der Spanischen Hofreitschule werden Vorstellungen der Hohen Schule der Reitkunst der Lipizzaner gezeigt.

Die Zeit um 1900 wird als Wiener Moderne bezeichnet, womit der damaligen kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Großmachtstellung Wiens Rechnung getragen wird. Der Erste Weltkrieg beeinträchtigte diese Stellung der Stadt, der Terror gegen jüdische Wiener sowie der Zweite Weltkrieg beseitigten die Weltgeltung Wiens.

Wissenschaftlich hat sich Wien vor allem in der Medizin hervorgetan. Hier befindet sich die älteste bis heute bestehende Universität im deutschen Sprachraum; ihr prominentester Professor war Sigmund Freud. Bemerkenswert sind auch der Wiener Kreis der Philosophie und die Österreichische Schule der Wirtschaftstheorie.

Von internationaler Bedeutung war und ist das Wiener Musikleben. Historisch ist es vor allem von Komponisten wie Mozart, Beethoven, Johann Strauss, Gustav Mahler und Arnold Schönberg geprägt. Der Wiener Walzer war und ist weltweit bekannt. Heute sind vor allem bekannte Interpreten wie die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Ensemble der Wiener Staatsoper und der Concentus Musicus Wien zu nennen. Wichtige Strömungen bzw. Zirkel waren oder sind etwa die Wiener Schule (Vorklassik), die Wiener Klassik und die Wiener Schule (Moderne) der Musik. In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Wien auch zu einem der Zentren elektronischer Musik.

Wien gilt als Theaterstadt, mit deren vielfältigem Angebot im deutschen Sprachraum vor allem Berlin konkurriert. Im 19. Jahrhundert waren Grillparzer, Raimund und Nestroy die bekanntesten Wiener Theaterautoren, im 20. Jahrhundert waren es Arthur Schnitzler und Thomas Bernhard. In der Literatur sind im 20. Jahrhundert Autoren wie Karl Kraus, Robert Musil, Heimito von Doderer, H. C. Artmann und seine Wiener Gruppe hervorgetreten.

Historisch ist im Wiener Kulturleben auch die Wiener Schule des Phantastischen Realismus in der Malerei zu erwähnen.

Die aktuelle Kulturszene, seit 2001 mit dem MuseumsQuartier als neuem Schwerpunkt, ist mit Konzerthallen, Galerien, Ausstellungshäusern, Bühnen, Festivals und vielem anderen sehr abwechslungsreich und wird mit öffentlichen Geldern stark gefördert. Traditioneller ist die Gastronomiekultur ausgerichtet: mit dem Wiener Kaffeehaus, der Wiener Küche und dem Wiener Weinbau.
Sprache

Wien ist Zentrum der österreichischen Varietät der deutschen Sprache. Die gesprochene Stadtmundart ist ein ostmittelbairischer Dialekt mit teilweise sehr eigenem Wortschatz und zahlreichen Lehnwörtern aus den Sprachen der Habsburgermonarchie, vor allem dem Tschechischen. Ein beträchtlicher Teil der heutigen Einwohner der Stadt hat eine andere Muttersprache als Deutsch; inwieweit dennoch der Wiener Dialekt beherrscht wird, ist sehr unterschiedlich.
→ Hauptartikel: Wienerisch
Musik
Goldener Saal des Musikvereinsgebäudes, in dem das Neujahrskonzert stattfindet

In Wien waren im Laufe der Jahrhunderte Komponisten von Weltrang tätig. Die bekanntesten Vertreter sind jene der Wiener Klassik (ca. 1780–1827) – Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven –, später wirkten Franz Schubert, Franz Liszt, Johannes Brahms, Johann Strauss (Vater), Johann Strauss (Sohn), Franz Lehár, Joseph Lanner, Anton Bruckner, Gustav Mahler, sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Mitglieder der Zweiten Wiener Schule (Arnold Schönberg, Anton Webern, Alban Berg) und Ernst Krenek.

Mit den Wiener Philharmonikern, die aus Mitgliedern des Wiener Staatsopernorchesters zusammengesetzt sind, residiert in Wien das 2006 und 2007 von zehn führenden Fachjournalisten zum besten Orchester Europas gekürte Ensemble.[118] Auch die Wiener Symphoniker, das Konzertorchester der Stadt Wien, sind ein international renommierter Klangkörper. Ebenso sind in dieser Stadt die berühmten Wiener Sängerknaben beheimatet.

Das Wienerlied als eigene Musikgattung stand und steht auch heute noch in Wechselwirkung mit anderen Musikstilen.

Auch in der Popmusik gibt es einige namhafte Interpreten aus Wien, etwa Georg Danzer, Rainhard Fendrich und Wolfgang Ambros. Der international wohl bekannteste Wiener Künstler dieses Genres war Falco, der 1986 mit dem Lied Rock Me Amadeus für mehrere Wochen Platz 1 der amerikanischen Billboard Hot 100 belegte. In den 1990er-Jahren sorgten Musiker und Musikproduzenten aus dem Bereich der elektronischen Musik für internationale Bekanntheit, Wien galt als heimliche Hauptstadt des Downbeat. Beispiele hierfür sind Kruder & Dorfmeister und Tosca.
Theater und Oper
Wiener Staatsoper, in der der alljährliche Opernball stattfindet
Das Burgtheater ist eine der renommiertesten deutschsprachigen Bühnen.

Kunst und Kultur können in Wien im Bereich von Theater, Oper oder auch Bildender Kunst auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Neben dem Burgtheater, das zusammen mit seiner Zweitbühne, dem Akademietheater, als eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt gilt, sind auch das Volkstheater sowie das Theater in der Josefstadt namhafte Sprechtheater. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Bühnen, die den großen in puncto Qualität zuweilen um nichts nachstehen und sich oft moderneren, experimentellen Stücken oder dem Kabarett und der Kleinkunst verschrieben haben. Seit 2000 wird in Wien der Nestroy-Theaterpreis, der wichtigste im deutschsprachigen Raum, verliehen.

Die Staatsoper pflegt die klassische Operntradition mit Aufführungen in Originalsprache, die Volksoper bietet ein aus der typisch wienerischen Operette, dem klassischen Musical und der Oper zusammengesetztes Repertoire. Konzerte mit klassischer Musik finden unter anderem im Wiener Musikverein (mit dem berühmten Goldenen Saal) und im Wiener Konzerthaus statt.

Das Theater an der Wien, in dem Beethovens Oper Fidelio uraufgeführt wurde, brachte bis 2005 erfolgreich Musical-Uraufführungen (mit Abstand am erfolgreichsten war das Musical Elisabeth, das bis Japan reüssierte und in mehreren Sprachen aufgeführt wurde). Seit dem Mozartjahr 2006 fungiert es als drittes Opernhaus der Stadt; im Unterschied zu Staatsoper und Volksoper im Stagionebetrieb.

Die Wiener Kammeroper, seit 2012 zum Theater an der Wien gehörig, bringt mit ihrem jungen Ensemble alte und neue Opern in traditionsferner Inszenierung. Im Haus der Musik hat Wien seit 2000 ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene. Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder.

Das Vienna’s English Theatre wurde 1963 gegründet und ist das älteste englischsprachige Theater Europas außerhalb der Britischen Inseln.

Die 1994 gegründete Kinderoper Papageno war die erste mobile Kinderoper Österreichs.

Seit dem Jahr 2000 findet jährlich das Europäische und Internationale Gehörlosentheaterfestival veranstaltet von ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater in Wien statt. Zeitgleich mit dem Festival wird auch die Europäische Gehörlosentheaterkonferenz abgehalten, die vom Netzwerk Deaf Theatre Network Europe Vienna ausgerichtet wird.

Staatsoper und Volksoper sind Bundestheater. Das Theater an der Wien bildet gemeinsam mit der Musicalbühne Raimund Theater und dem kürzlich renovierten Etablissement Ronacher das im Eigentum der Stadt Wien stehende Unternehmen Vereinigte Bühnen Wien.

Siehe auch: Alt-Wiener Volkstheater, Carltheater, Leopoldstädter Theater, Simpl, Theater am Kärntnertor, Wiener Metropol, Wiener Theaterreform, Kabelwerk Wien-Meidling, Schauspielhaus, Kategorie „Theater (Wien)“
Museen
Kunsthistorisches Museum am Maria-Theresien-Platz
Das MuseumsQuartier in den ehemaligen Hofstallungen
Die Albertina, Kunstmuseum mit der größten grafischen Sammlung der Welt.
Oberes Belvedere
Technisches Museum Wien
Das Wien Museum am Karlsplatz, derzeit wegen Umbaus geschlossen

Der größte Museumskomplex Wiens und einer der größten der Welt besteht aus den Museen in der Hofburg mit ihren Annexen, den beiden ehemaligen Hofmuseen, und wird in westlicher Richtung vom MuseumsQuartier abgeschlossen, das in den 1990er Jahren in den ehemaligen k.u.k. Hofstallungen errichtet und 2001 eröffnet wurde. In diesem Areal befinden sich:

das Kunsthistorische Museum: Gemäldegalerie mit Sammlung alter Meister des 15. bis 18. Jahrhunderts. Meisterwerke unter anderem von Pieter Bruegel, Peter Paul Rubens, Tizian, Rembrandt van Rijn und Velázquez.
das Naturhistorische Museum: mit der Venus von Willendorf – älteste Darstellung einer Fruchtbarkeitsgöttin; Meteoriten und Sauriern.
die Albertina: Die größte grafische Sammlung der Welt. In jüngerer Zeit hat die Albertina ihre Ausstellungstätigkeit um Gemälde und Skulpturen erweitert.
das Leopold Museum: weltweit größte Sammlung von Werken Egon Schieles, Wiener Secessionismus, Wiener Moderne und österreichischer Expressionismus (Gustav Klimt, Richard Gerstl, Oskar Kokoschka, Broncia Koller …)
das Museum moderner Kunst – Stiftung Ludwig
das Weltmuseum Wien: Bis 2013 Museum für Völkerkunde.
die Kaiserliche Schatzkammer: Kroninsignien und andere Schätze der Habsburgermonarchie
das Ephesosmuseum
das Architekturzentrum Wien
das Sisi-Museum: Andenken an Kaiserin Elisabeth
die Sammlung alter Musikinstrumente
das ZOOM Kindermuseum
die Kaiserappartements: Wohn- und Arbeitsräume von Kaiser Franz Joseph I.
die Hofjagd- und Rüstkammer
die Hofsilber- und Tafelkammer: Tafelgerät des kaiserlichen Hofes

Die Österreichische Galerie Belvedere präsentiert im Schloss Belvedere Kunst aus Österreich vom Mittelalter über das Barock bis zum frühen 20. Jahrhundert, darunter Der Kuss, das bekannteste Werk Gustav Klimts. Im Unteren Belvedere wurde 2006/2007 eine neue Ausstellungshalle errichtet. Weiters befindet sich hier das Barockmuseum mit Franz Xaver Messerschmidts bekannten Charakterköpfen. 2011 wurde in unmittelbarer Nähe des Belvedere das 21er Haus (ehemals 20er Haus) als Dependance für zeitgenössische Kunst wiedereröffnet.

Das Wien Museum (früher Historisches Museum der Stadt Wien) dokumentiert die Geschichte Wiens mit Wechselausstellungen und einer ständigen Präsentation und betreut die Gedenkstätten von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Johann Strauß. Zu den weiteren Dependancen des Hauses zählen die Hermesvilla, das Uhrenmuseum der Stadt Wien, das Römermuseum und das Pratermuseum.

Zur Wien Holding gehören das Jüdische Museum Wien, welches sich der tragischen Geschichte der Juden in Wien widmet, das Haus der Musik, das Kunst Haus Wien mit Werken Friedensreich Hundertwassers und fotografischen Wechselausstellungen sowie das Mozarthaus Vienna, untergebracht in einem ehemaligen Wohnhaus Wolfgang Amadeus Mozarts, auch als Figarohaus bekannt, da er dort an der Oper Le nozze di Figaro arbeitete.

Als Museum ist funktional auch die ehemalige kaiserliche Sommerresidenz Schloss Schönbrunn, Wiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit, mit den Schauräumen des Schlosses und der kaiserlichen Wagenburg eingerichtet.

Das Heeresgeschichtliche Museum im Arsenal ist das Leitmuseum des Österreichischen Bundesheeres und dokumentiert anhand von Exponaten die Geschichte des österreichischen Militärwesens, darunter Waffen, Rüstungen, Panzer, Flugzeuge, Uniformen, Fahnen, Gemälde, Orden und Ehrenzeichen, Fotografien, Schlachtschiffmodelle und Dokumente.

Weitere Museen in Wien (Auswahl):

MAK: Große Sammlung angewandter Kunst, Ausstellungen in den letzten Jahren auch im Bereich der Kunst.
Hofmobiliendepot: Möbelmuseum.
Sigmund Freud Museum: In der ehemaligen Wohnung Freuds in der Berggasse.
Technisches Museum Wien
Narrenturm: Pathologisch-anatomische Sammlung.
Josephinum: Medizingeschichtliches Museum.
Theatermuseum Wien
Fälschermuseum Wien
Bestattungsmuseum Wien
Wiener Kriminalmuseum mit dem Museum der Polizeidirektion Wien.
Museum für mittelalterliche Rechtsgeschichte: auch bekannt als Foltermuseum.
Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank
Verkehrsmuseum Remise: Museum des öffentlichen Stadtverkehrs.
Bezirksmuseen (zur Geschichte des jeweiligen Bezirks)

Dazu kommen, insbesondere im Bereich der zeitgenössischen Kunst, mehrere Ausstellungshäuser wie etwa die Kunsthalle Wien, die Secession, das Bank Austria Kunstforum, WestLicht, und das Künstlerhaus Wien.
Siehe auch: Liste der Museen in Wien
Siehe auch: Meistbesuchte Sehenswürdigkeiten Wiens
Literatur

Besonders erwähnenswert unter den Autoren, die zumindest einen Teil ihres Lebens in Wien verbracht haben, sind Ilse Aichinger, Peter Altenberg, H. C. Artmann, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Hugo Bettauer, Elias Canetti (Literaturnobelpreisträger), Heimito von Doderer, Albert Drach, Franzobel, Barbara Frischmuth, Arno Geiger, Daniel Glattauer, Friedrich Glauser, Franz Grillparzer, Wolf Haas, Peter Henisch, Theodor Herzl, Hugo von Hofmannsthal, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek (Literaturnobelpreisträgerin), Daniel Kehlmann, Egon Erwin Kisch, Klara Köttner-Benigni, Karl Kraus, Alexander Lernet-Holenia, Friederike Mayröcker, Eva Menasse, Carl Merz, Jörg Mauthe, Adelbert Muhr, Robert Musil, Johann Nestroy, Leo Perutz, Alfred Polgar, Helmut Qualtinger, Ferdinand Raimund, Christoph Ransmayr, Joseph Roth, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Hilde Spiel, Bertha von Suttner (Friedensnobelpreisträgerin), Friedrich Torberg, Georg Trakl, Walther von der Vogelweide, Josef Weinheber, Franz Werfel, Wolf Wondratschek und Stefan Zweig.
Film
Vor dem Kino Klein im Wurstelprater, 1905

Ab 1906 wurden in Wien erste Kurzfilme produziert, wobei die zahlreichen französischen Filmschaffenden damals auch in Wien noch die Überzahl im Vergleich zu den heimischen Aktiven stellten. Ab 1910 setzte mit Gründung der Wiener Kunstfilm-Industrie die österreichische Stummfilmproduktion ein. Es folgte die Sascha-Filmfabrik Wien des böhmischen Grafen Alexander Kolowrat-Krakowsky, 1913 in Liesing (damals eigene Gemeinde, heute 23. Bezirk) gegründet, 1914 im 20. Gemeindebezirk Brigittenau eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg entstanden neben zahlreichen Propagandaproduktionen auch die ersten (Kriegs-)Wochenschauen. 1920 erreichte die Filmproduktion mit 142 Filmen ihren Höhepunkt. 1923 eröffnete die Vita-Film die „Rosenhügel-Filmstudios“, die noch wesentlich größer und moderner als die Sascha-Film-Studios in Sievering waren. Über ein Dutzend weitere Filmproduktionsgesellschaften produzierten damals regelmäßig Filme.
Die 1923 von der Vita-Film eröffneten damals größten und modernsten Filmstudios Österreichs.

Mit der schrittweisen Enteignung der Sascha-Film ab 1935 entstand aus dieser 1938 die Wien-Film, die mittels der Cautio Treuhandgesellschaft der Reichsfilmkammer unterstand, und Wien neben Berlin und München zur Hauptproduktionsstätte von Propagandafilmen werden ließ. Wie in allen Bereichen fand auch in der Film- und Kinobranche eine hemmungslose „Arisierung“ statt.
Das Apollo-Kino in Mariahilf

Bei der „Entnazifizierung“ durch die Alliierten im besetzten Nachkriegswien gingen zahlreiche Kinos unberechtigterweise in die stadteigene Kinobetriebsanstalt (Kiba) über. Zugleich setzte mit Gründung neuer Filmgesellschaften, wie zum Beispiel der Belvedere-Film 1947, die Heimat- und Musikfilm-Produktion wieder an, um zu ihrem absoluten Höhepunkt in den 1950er- und 1960er-Jahren aufzusteigen. Mittendrin wieder viele Wiener Schauspieler, wie Hans Moser, Peter Alexander, Waltraut Haas, Romy Schneider, Hans Holt und Nadja Tiller – um nur ein paar zu nennen. Einer der bedeutendsten Regisseure zu dieser Zeit war Franz Antel – ebenfalls ein Wiener. 1948 wurde mit Der dritte Mann ein mit internationalen Starschauspielern besetzter Film abgedreht, der Wien weltweit einen Popularitätsschub verschaffte und als Nebeneffekt dem Sieveringer Zitherspieler Anton Karas zu unverhoffter Bekanntheit verhalf.

Doch die 1960er-Jahre waren auch vom einsetzenden Kinosterben geprägt. Existierten 1953 noch über 200 Kinos in der Stadt, blieben 1983 lediglich 69 Kinos mit 96 Sälen über. Mit steigender Verbreitung von Multiplex-Kinos ab den 1980er-Jahren konnte zwar der Trend der sinkenden Kinoanzahl nicht gestoppt werden, doch stieg in den 1990ern die Anzahl der Säle auf 191 im Jahr 2001 wieder an. Wegen des nunmehrigen Überschusses und geringerer Auslastung sank die Zahl auf Kosten weiterer Kinos bereits 2002 wieder auf 166 ab.

Das 1900 gegründete Erika-Kino in der Kaiserstraße galt bei seiner Schließung im Jahr 1999 als ältestes noch betriebenes Kino der Welt. Heute ist es ein Theaterspielraum. Seither gelten die 1905 gegründeten, im 14. Wiener Gemeindebezirk befindlichen Breitenseer Lichtspiele als das älteste noch bespielte Kino Wiens.

In der Gegenwart besteht in Wien, nicht zuletzt aufgrund von Produktionsaufträgen des Österreichischen Rundfunks und staatlicher Filmförderung, eine sehr kreative Filmszene. Das Filmfestival Viennale, das Österreichische Filmarchiv, das Österreichische Filmmuseum und die Vienna Film Commission, 2009 von der Stadt Wien gegründet, tragen dazu bei.
Siehe auch: Kino und Film in Österreich und Österreichische Filmgeschichte
Bildende Kunst

In der bildenden Kunst hat Wien in Vergangenheit und Gegenwart international beachtete Künstler aufzuweisen, darunter Gustav Klimt, Koloman Moser, Richard Gerstl, Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Fritz Wotruba, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Bruno Gironcoli, Franz West, Erwin Wurm und Heimo Zobernig.
Architektur
Die Kirche am Steinhof, 1904–1907 nach dem Entwurf von Otto Wagner im Jugendstil erbaut
Das Hundertwasserhaus, 1983–1985 erbaut

In Wien finden sich Bauwerke aller Stilepochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne.

Besonders hervorzuheben ist jedoch die Architektur der Gründerzeit, die die ehemalige Kaiserstadt Wien wie aus einem Guss erscheinen lässt. Genau diese ist es, die in ehemaligen Städten der Donaumonarchie, wie Budapest oder Prag oder Lemberg im ehemaligen Galizien, deren Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn architektonisch repräsentiert.

Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen: Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche. 1910 entstand mit dem Kai-Palast auch das österreichweit erste Bürohochhaus in Stahlbetonbauweise.

Wien hat eine lange und große Tradition als Schauplatz und Ausbildungsort internationaler Architektur. Folgende Architekten stammen von hier bzw. studierten hier: Adolf Loos, Josef Hoffmann, Otto Wagner, Joseph Maria Olbrich, Josef Plecnik, Richard Neutra, Rudolph Michael Schindler, Margarete Schütte-Lihotzky, Friedrich Kiesler, Josef Frank, Coop Himmelb(l)au, Gustav Peichl, Günther Domenig, Hans Hollein und Luigi Blau.

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist. Ebenfalls von Hundertwasser künstlerisch gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.

Eine Reihe von Stadtteilen wurden seit den 1990er Jahren neu erschlossen. Umfangreiche Bauvorhaben wurden rund um die Donau City (nördlich der Donau) und am Wienerberg (im Süden von Wien) umgesetzt. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai war zwischen 1999 und 2014 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. 2014 wurde er vom 250 Meter hohen DC Tower 1 abgelöst.

In den letzten Jahren werden vermehrt alte Gebäude mit moderner Architektur kombiniert, wie bei der Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf sich zog. Der 2002 geschaffene Diva Award zeichnet jährlich mutige Immobilienprojekte aus, die das neue Selbstbewusstsein der Stadt demonstrieren.

Wien hat im Vergleich zu anderen Metropolen eine statistisch geringe Anzahl von Hochhäusern. Im Jahr 2006 gab es um die 100 Bauwerke über 40 Meter Höhe. Die Stadtverwaltung setzt hier mittlerweile auf Qualität vor Quantität, mit dem Ziel, die Naturräume Wiens und die als Weltkulturerbe anerkannten historischen städtebaulichen Elemente zu erhalten. An geplanten Hochhausprojekten, die in den 1950er Jahren verwirklicht werden sollten, entzündeten sich wiederholt hitzige Diskussionen – zum Beispiel beim Bau des Gartenbauhochhauses, dessen Planung 1950 begann, aber erst 1963 fertiggestellt werden konnte.

Deshalb gelten in Wien sehr strenge Richtlinien für die Planung, Genehmigung und den Bau von Hochhäusern. Gemäß Stadtplanung sind weite Teile Wiens, insbesondere in den inneren Bezirken, Ausschlusszonen, in denen keine Hochhäuser errichtet werden dürfen.[119]

Nur rund 26 % der Gesamtfläche Wiens kommen somit überhaupt für die Hochhausplanung infrage. Auch dort müssen die Bauwerke dem städtebaulichen Leitbild entsprechen, eine Reihe von Auflagen erfüllen und dürfen keine bedeutenden Sichtachsen beeinträchtigen. Deshalb entstehen neue Hochhäuser vorrangig in äußeren Bezirken, wo noch mehr Gestaltungsspielraum vorhanden ist und weniger städtebauliche Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

Siehe auch: Liste der Hochhäuser in Wien, Liste der höchsten Bauwerke in Wien und Ungebautes Wien
Wissenschaft

Ingenieurswesen: Viktor Kaplan, Robert Adler
Mathematik: Kurt Gödel
Medizin: Ferdinand von Hebra, Karl Landsteiner, Carl von Rokitansky, Josef von Škoda, Julius Wagner-Jauregg, Robert Bárány, Ignaz Semmelweis
Ökonomie: Eugen Böhm von Bawerk, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Österreichische Schule, Rudolf Hilferding
Sozialwissenschaften: Otto Bauer, Max Adler, Schule des Austromarxismus
Philosophie: Laurenz Müllner, Karl Popper, Ludwig Wittgenstein, Paul Feyerabend, Moritz Schlick
Psychologie: Leistungen in den medizinischen Bereichen und der diversen Formen der Psychotherapie sind international anerkannt, z. B. Sigmund Freud, Alfred Adler, Erwin Ringel, Viktor Frankl, Harald Leupold-Löwenthal.
Physik: Lise Meitner, Erwin Schrödinger, Wolfgang Pauli, Ludwig Boltzmann, Ernst Mach, Christian Doppler, Josef Stefan
Rechtswissenschaften: Hans Kelsen, Karl Renner
Sportwissenschaften: In Wien entstand der Wiener Koordinationsparcours (WKP) von Siegbert A. Warwitz, Standardtest der Bewegungswissenschaften und Sporteignungsprüfungen zahlreicher Universitäten.
Theologie: Johannes Messner, Gründer der „Wiener Schule“ des Naturrechts.

Im Bereich der Pharmazie konnte sich Wien erfolgreich als Standort für Pharmakonzerne etablieren. So betreibt hier etwa Baxter International ein großes Laboratorium.
Ess- und Trinkkultur
→ Hauptartikel: Wiener Küche
Wiener Schnitzel
Die Sachertorte mit Schlagobers
Der Naschmarkt um 1900

Die traditionelle Wiener Küche ist geprägt von den früheren Einflüssen der Zuwanderer aus den Regionen und Ländern der k.u.k. Monarchie. Bedingt durch die Lage der Stadt nahe der Grenze zu Ungarn und dem früheren Böhmen finden sich vor allem Speisen aus diesen Ländern auf den Speisekarten. So stammt das Gulasch mit seinen Wiener Varianten – dem Wiener-, Fiaker- und dem Zigeuner-Gulasch – aus Ungarn. Aus Böhmen kamen vor allem die Mehlspeisen, wie verschiedene Strudel, Golatschen und Palatschinken sowie verschiedene Knödelvarianten. Besonders beliebt sind das Wiener Schnitzel und der Tafelspitz.

Der größte und vielseitigste Markt mit festen Ständen ist der Naschmarkt, auf dem Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleisch und vieles mehr aus aller Welt gekauft werden kann. Der Naschmarkt gilt als der Spezialitätenmarkt Wiens. Der längste Straßenmarkt Europas ist hingegen der Brunnenmarkt im 16. Wiener Gemeindebezirk.

Zum Stadtbild Wiens gehören in belebten Gegenden die Würstelstände, an denen verschiedene heiße Würstel sowie heißer Leberkäse zu finden sind. Alternativ zum Hotdog wird dort häufig die Bosner angeboten. Ebenso häufig sind mittlerweile Kebabstände zu finden.
Wiener Kaffeehaus
→ Hauptartikel: Wiener Kaffeehaus
Im Café Central

Eine weitere Besonderheit der Wiener Kultur stellt das Wiener Kaffeehaus dar, in dem neben einer Vielzahl von Kaffeespezialitäten auch kleine Speisen serviert werden. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, während ihres Besuchs stundenlang die meist reichlich vorhandenen Zeitungen zu lesen. Neben vielen neueren chromblitzenden, Espresso genannten Kaffeebars italienischen Stils existieren noch viele „echte“ Wiener Kaffeehäuser, die in Angebot, Ausstattung und Stil den ursprünglichen Charme dieser Institution bewahrt haben. Das erste Kaffeehaus Wiens wurde 1685 von einem Griechen namens Johannes Theodat in seinem Wohnhaus am Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14, eröffnet.
Heurigen
Typisches Heurigen-Lokal in Grinzing

Wien ist weltweit eine der wenigen Metropolen mit eigenem Weinbaugebiet. Dieser Wein wird in Wien in kleinen Lokalen, sogenannten Heurigen, ausgeschenkt, die sich vor allem in den Weinbaugebieten Döblings (Grinzing, Neustift am Walde, Nussdorf, Salmannsdorf, Sievering), Floridsdorfs (Jedlersdorf, Stammersdorf, Strebersdorf) sowie Mauer und Oberlaa konzentrieren. Der Wein wird oftmals auch als Gespritzter getrunken, ein Mischgetränk aus Weißwein und Soda- oder Mineralwasser, wobei das Mischungsverhältnis jahreszeitlich variieren kann (Sommer- oder Wintergespritzter).
Sub- und Jugendkultur
Das Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) an der Währinger Straße ist ein beliebter Jugendtreffpunkt.

Eine eigenständige Jugendkultur abseits des Mainstreams gibt es auch in Wien, wenngleich sie nie über ein gewisses Nischendasein hinausgekommen ist.

Eines der ältesten Zentren für Jugend- und Subkultur ist das Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) auf dem Standort des ehemaligen Technologischen Gewerbemuseums (TGM), das in den frühen 1980er Jahren zu einem freien Kultur- und Werkstättenhaus wurde. Auch heute noch findet hier eine Vielzahl künstlerischer Veranstaltungen aller Art statt.

Ein bekannter Veranstaltungsort der Stadt für subkulturelle Aktivitäten ist das früher im Besitz der KPÖ stehende und von Autonomen besetzte Ernst-Kirchweger-Haus (EKH). Dort wurden neben diversen Workshops, Arbeitsgruppen, Informations- und Beratungstätigkeiten auch regelmäßig Konzerte und Partys mit Rock, Punk oder auch Tekno abgehalten. Auch die Volxtheaterkarawane findet ihre Heimat im EKH. Mittlerweile ist dieser Treffpunkt im Besitz der Stadt Wien.

Ein weiteres Zentrum von Jugend- und Subkultur ist das Flex am Donaukanal, das internationale, genreübergreifende Konzerte und DJ-Events, die irgendwo zwischen Pop- und Alternativmusik angesiedelt sind, aufwartet und somit auf ein großteils jugendliches Publikum verweisen kann. Obwohl direkt am Kanal gelegen und daher ohne Anrainer, gab es bei seiner Etablierung am jetzigen Standort heftige Proteste von Bezirkspolitikern.

Auf dem Gelände des alten Schlachthofs in der Baumgasse befindet sich die Arena, ein ehemals besetztes Gelände, das mittlerweile ein eigenständiges Kulturzentrum ist. Bestehend aus Großer Halle, kleiner Halle, Dreiraum und Beisl finden hier regelmäßig Konzerte und Partys statt. Im Sommer gibt es auf der großen Freiluftbühne im Zentrum der Arena auch etliche Konzerte und Kinovorstellungen.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, da im Untergrund aktiv, ist die Wiener Freetekno-Szene. Nur gelegentlich veranstalten Soundsysteme auch in bekannten Clubs öffentlich bekannt gegebene Tekno-Partys. Die meisten Veranstaltungen finden in Hallen am Stadtrand oder etwas außerhalb der Stadtgrenze, in Niederösterreich, statt. Angekündigt werden die Partys im Freundes- und engeren Bekanntenkreis per Mundpropaganda oder Infolines.
Jährliche Veranstaltungen
Stadtkino zur Viennale

(Auswahl jährlicher Veranstaltungen, chronologisch im Jahreslauf gereiht)

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, übertragen an 50 Millionen Hörer in 90 Ländern. Seit 1939. (1. Jänner)
Wiener Opernball, der als gesellschaftlicher Höhepunkt der Wiener Ballsaison (November bis Feber/März) gilt. Seit 1935. (Feber)
Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker, mit 100.000 Anwesenden und Übertragung in 80 Länder. Seit 2004. (Mai)
Wiener Festwochen, internationales Theater-, Musik- und Performancefestival. 1927/1951 gegründet. (Mai/Juni)
Life Ball, die größte AIDS-Benefiz-Veranstaltung Europas. 1992 gegründet. (Mai/Juni)
Donauinselfest, mit drei Millionen Besuchern Europas größtes Freiluft-Musikfestival. 1984 gegründet. (Mai/Juni)
Jazz-Fest Wien, internationales Jazz-Festival. 1991 gegründet. (Juni/Juli)
ImPulsTanz, internationales Tanz- und Performancefestival. 1984 gegründet. (Juli/August)
viennacontemporary, internationale Kunstmesse und curated_by, Wiener Galerien-Festival. Gegründet 2015 bzw. 2009. (September)
Viennale, internationales Film-Festival. 1960 gegründet. (Oktober)
Wien Modern, Festival für Neue Musik. 1988 gegründet. (November)
Wiener Adventzauber (Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz) und weitere Weihnachtsmärkte. Seit 1764. (November/Dezember)
Hofburg Silvesterball und Wiener Silvesterpfad durch die Altstadt. (31. Dezember)

Freizeit
Wiener Parks, Wälder und Auenlandschaften
Johann-Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark
Das Heustadelwasser in den Praterauen
Blick von der Donauinsel zum Leopoldsberg und Kahlenberg im Hintergrund
Das Donauinselfest findet jeden Sommer auf der Donauinsel statt.

Wien besitzt viele unterschiedliche Parkanlagen und ist weltweit eine der Städte mit dem höchsten Grünflächenanteil, der die Hälfte des Stadtgebiets ausmacht. In der Innenstadt gibt es mehrere Parks, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und die reich mit Denkmälern und Parkbauten bestückt sind.[120] Hierzu zählen der Stadtpark, der an die Hofburg anschließende Burggarten, der Augarten sowie der Volksgarten. Von den barocken Gartenanlagen der Vorstadtpalais ist der Schlosspark von Schloss Belvedere mit dem botanischen Garten noch fast in Originalgröße erhalten geblieben. Neben den großen Parks gibt es zahlreiche kleinere Parkanlagen insbesondere in den inneren Bezirken. Diese werden umgangssprachlich auch Beserlparks genannt. Auch Friedhöfe wurden nach dem Ersten Weltkrieg in Parkanlagen (beispielsweise der Währinger Schubertpark) umgewandelt.

Die größte Parkanlage Wiens ist der Wiener Prater in der Leopoldstadt. Mit 600 Hektar ist er fast doppelt so groß wie der Central Park in New York und dreimal so groß wie der Berliner Tiergarten. Das ehemalige kaiserliche Jagdgebiet, das noch heute zu großen Teilen aus Aulandschaften besteht, wurde 1766 von Joseph II. dem Volk übergeben. Rund um den grünen Prater entstanden im Laufe der Zeit das Messegelände, wo die Weltausstellung 1873 stattfand, der Vergnügungspark Wurstelprater mit seinem Wahrzeichen, dem Riesenrad und das Ernst-Happel-Stadion (ehemals Praterstadion), das größte Fußballstadion Österreichs.

Die 21,1 Kilometer lange und 200 Meter breite Donauinsel, die in den Jahren 1972 bis 1988 als Hochwasserschutz errichtet wurde, ist ebenfalls ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener Bevölkerung. Einmal pro Jahr findet hier das Donauinselfest statt. Es gibt hier unter anderem einen großen FKK-Badebereich. Im Gebiet der Reichsbrücke hat sich zudem eine vielfältige Lokalszene entwickelt.

Im Westen der Großstadt reichen die Ausläufer des Wienerwaldes zum Teil weit in die verbauten Bereiche der Außenbezirke hinein. Hier findet sich unter anderem der Lainzer Tiergarten, ein weitläufiges Waldgebiet (2500 Hektar) mit reichem Wildbestand. In dem ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet finden sich neben dem Jagdschloss Hermesvilla bis heute Jagdwild, wobei insbesondere die Wildschweine im Lainzer Tiergarten sehr populär sind. Die Wälder im Westen werden durch den Wiener Grüngürtel im Süden (Wienerberg und Laaer Berg), der teilweise aufwändig wieder aufgeforstet wurde, fortgesetzt. Nördlich der Donau dient neben dem Donaupark insbesondere die Lobau als Naherholungsgebiet. Das Auengebiet der Donau ist Teil des Nationalparks Donau-Auen.

Sowohl Sehenswürdigkeiten als auch Grünoasen sind die Wiener Friedhöfe, die als Erholungsorte gelten und zum Spazieren einladen. Der Zentralfriedhof ist nicht nur für seine Ehrengräber berühmt. Es befinden sich dort auch ein evangelischer Friedhof, der neue und alte jüdische Friedhof, eine islamische Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung sowie zahlreiche orthodoxe Abteilungen und Grabstätten der Anatomie. Im Frühjahr 2019 wurden im Zentralfriedhof zwei Laufstrecken markiert. Auch der Sankt Marxer Friedhof ist ein beliebtes Areal für Spaziergänge. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts geschlossen und wird heute als Parkanlage geführt. Hier wurden einst Mozart und Josef Madersperger, einer der Erfinder der Nähmaschine, in Schachtgräbern bestattet, wodurch die exakte Lage ihrer Grabstellen heute nicht bekannt ist.
Sport
Sportstätten
Ernst-Happel-Stadion im Prater
Wiener Stadthalle
Siegerehrung 2004 zum Vienna Marathon mit Bundespräsident Heinz Fischer

Wien spielt im österreichischen Sportgeschehen eine zentrale Rolle. Viele neue Sportarten verbreiteten sich von hier aus nach ganz Österreich. Zu den Lieblingssportarten der Wiener zählt das Schwimmen. Hierfür stehen zahlreiche Schwimmbäder und natürliche Gewässer zur Verfügung, beispielsweise das Gänsehäufel, eine Sandinsel in der Alten Donau.

Das größte Fußballstadion Wiens, das Ernst-Happel-Stadion, mit seinen 49.825 Plätzen wird unter anderem von der österreichischen Nationalmannschaft genutzt. Es ist eines der wichtigsten Fußballstadien Europas und war in der jüngsten Vergangenheit dreimal Gastgeber des Finales des Europapokals der Landesmeister (1987, 1990) bzw. der Champions-League (1995). 2008 fanden hier das Finale und einige andere Spiele der Europameisterschaft statt.

Neben den Mannschaftssportarten gibt es in Wien ein breites Angebot für Individualsportarten. Als Laufstrecken sind die Wege im Wiener Prater oder auf der Donauinsel beliebt. Trainiert kann auch im Ferry-Dusika-Hallenstadion werden. Einmal jährlich findet zusätzlich der Vienna City Marathon statt. Radfahrern stehen neben über 1.000 Fahrradkilometern zahlreiche Mountainbikestrecken in den Wiener Bergen zur Verfügung. Golfplätze stehen beispielsweise am Wienerberg zur Verfügung.

Auch für den Wintersport, der in Österreich einen hohen Stellenwert genießt, gibt es vielfältige Angebote. Die Stadt Wien betreibt auf der ehemaligen FIS-Strecke Hohen-Wand-Wiese und auf der Dollwiese zwei Schipisten. Ab einer Schneelage von 20 cm zieht das Sportamt der Stadt Loipenspuren durch den Prater, auf der Donauinsel, am Wienerberg, auf den Steinhofgründen, im Schwarzenbergpark, am Cobenzl und im Maurer Wald. Die Streckenlängen reichen von 2,5 Kilometern (am Wienerberg) bis zu 12 Kilometern (Donauinsel). Wegen der geringen Schneefälle und dem Klimawandel war das Langlaufen über einen längeren Zeitraum in der Stadt zuletzt im Jahr 2013 möglich. Erst in den Jahren 2017 und 2018 konnten für ein paar Tage wieder gespurte Loipen benützt werden.[121]
Vereine

Die mit großem Abstand größten Vereine in Wien sind der Alpenverein Austria und Alpenverein Edelweiss, des Österreichischen Alpenvereins, wie auch der Österreichischer Gebirgsverein und Österreichischer Touristenklub die ihren Hauptsitz auch in Wien haben.
→ Hauptartikel: Fußball in Wien

Fußball genießt in Wien große Beliebtheit. Mit dem Rekordmeister SK Rapid Wien und dem Rekordcupsieger Austria Wien gibt es zwei stark rivalisierende Vereine in der Stadt. Der SK Rapid stand bislang zwei Mal in einem Europapokalfinale und konnte sogar Meister und Pokalsieger werden. Die Austria erreichte ebenfalls einmal das Europacupfinale und gewann zwei Mal den Mitropapokal. Sporthistorisch wertvoll ist auch die First Vienna, Österreichs ältester Fußballklub, sowie der Wiener Sport-Club, der ebenfalls große Erfolge im Europapokal feiern konnte. Auch zwei der Vorläufervereine des in der Südstadt spielenden VfB Admira Wacker Mödling (Wacker Wien und Admira Wien) waren Wiener Vereine. Die Dominanz der Wiener Vereine zeigt sich alleine dadurch, dass mit dem LASK erst 1965 eine Mannschaft aus den Bundesländern Meister werden konnte.

Neben den Fußballvereinen gibt es zahlreiche erfolgreiche Wiener Vereine in anderen Sportarten. Im Eishockey wurden bei den Herren die Vienna Capitals 2005 und 2017 österreichischer Meister, sowie bei den Damen die EHV Sabres, die mit dreizehn Meistertiteln österreichischer Rekordmeister sind. Die Footballer von den Raiffeisen Vikings Vienna konnten fünf mal, zuletzt 2013, die Eurobowl gewinnen. Die Vienna Wanderers sind fünffacher österreichischer Staatsmeister, zuletzt 2015. Die Volleyballer der aon hotVolleys sind 18‑facher Österreichischer Meister. Die Handballer der SG Handball West Wien gewannen fünf Mal den Österreichischen Meistertitel, die der Margareten Fivers gewannen zwei Mal die Meisterschaft.

An der Alten Donau und an der Donau gibt es für Freunde des Rudersports insgesamt elf verschiedene Rudervereine. In Wien gibt es drei ordentliche und vier außerordentliche Mitgliedsclubs des Österreichischen Golf-Verbands. Als Fechtklub ist vor allem der Wiener Sport-Club bekannt.
Öffentliche Badeanlagen
→ Hauptartikel: Baden und Schwimmen in Wien

Die wohl bekannteste öffentliche Badeanlage Wiens ist das Gänsehäufel – eine Insel an der Alten Donau, die zur Gänze dem Badevergnügen gewidmet ist. Direkt daneben befindet sich das „Kleine Gänsehäufel“, eine Halbinsel, auf der sich mehrere Arbeiterbäder, die während der Zeit des „Roten Wiens“ eröffnet wurden, befinden. Auch andere öffentliche Bäder stammen aus dem „Roten Wien“, wie etwa die Kinderfreibäder oder das Amalienbad im 10. Bezirk. Noch unter einem christlichsozialen Bürgermeister wurde 1914 das Jörgerbad eröffnet. Noch älter ist das Dianabad, welches 1806 vorerst nur für die gesellschaftliche Oberschicht fertiggestellt wurde. Ebenfalls zum Baden genutzt werden die zwischen der Neuen Donau und der Donau gelegene, über 21 km lange Wiener Donauinsel sowie die am nordöstlichen Ufer der Neuen Donau gelegenen Badebereiche im 21. und 22. Bezirk.
Nachtleben

Das Nachtleben Wiens wurde lange Zeit von den bis heute beliebten Nachtkaffeehäusern bestimmt. In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird, weil so mancher nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll. In den 1990er Jahren entstanden im Zuge der Sanierung des Gürtels zahlreiche Szenelokale in den ehemaligen Stadtbahnbögen, die mittlerweile fester Bestandteil des Wiener Musik- und Nachtlebens sind. Die Unterbringung dieser Lokale in den Gürtelbögen hat aufgrund ihrer mittigen Straßenlage den Vorteil, für die Anrainer keine zusätzliche Lärmbelästigung darzustellen. In den 2010er Jahren entstanden mehr und mehr Cocktailbars insbesondere im ersten Bezirk und den umliegenden Straßenzügen. Während der Sommermonate verlagert sich ein guter Teil des Nachtlebens in Schanigärten, etwa im Museumsquartier und im Alten AKH, sowie in Freiluftlokale, etwa am Donaukanal und auf der Donauinsel.
Persönlichkeiten
→ Hauptartikel: Liste Wiener Persönlichkeiten und Liste der Ehrenbürger von Wien
Literatur

Jean-Paul Bled: Wien. Residenz, Metropole, Hauptstadt. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-205-99077-3.
Christian Brandstätter u. a.: Stadtchronik Wien. 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern. Brandstätter, Wien und München 1986, ISBN 3-85447-229-3.
Peter Csendes, Ferdinand Opll: Wien. Geschichte einer Stadt. 3 Bände. Böhlau, Wien 2001–2006, ISBN 3-205-99266-0, ISBN 3-205-99267-9 und ISBN 3-205-99268-7.
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Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
Offizielle Website der Stadt Wien
Eintrag zu Wien im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
Wien Gigapixel Panorama (12.000 Megapixel)
Wienbibliothek Digital

Einzelnachweise

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Europas Rolle in der Klimakrise. Die Treibhausgasemissionen steigen, die Erwärmung schreitet voran. Der Klimawandel ist ein Kernthema im EU-Wahlkampf – auch in Österreich. Jedes Land ist ein wichtiger Mosaikstein. In: Wiener Zeitung, 16. Mai 2019, abgerufen am 29. Juli 2019.
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derStandard.at: Obike angeblich vor Pleite, tausend „herrenlose“ Fahrräder in Wien. In: derstandard.at, 9. Juli 2018, abgerufen am 10. Juli 2018.
Nach Obike zieht sich auch Fahrrad-Start-up Ofo aus Wien zurück. In: derstandard.at, 10. Juli 2018, abgerufen am 10. Juli 2018.
derStandard.at – Eröffnung des Wiener Hauptbahnhofs in Bildern. Artikel vom 10. Oktober 2014, abgerufen am 27. Oktober 2014.
Rekordjahr 2017: Flughafen-Wien-Gruppe mit 30,9 Mio. (+6,9 %) Passagieren erstmals über 30 Mio.-Grenze. In: viennaairport.com, 16. Jänner 2018.
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Erfolgsstory sanfte Stadterneuerung (Memento vom 6. April 2012 im Internet Archive). In: wieninternational.at. 22. Februar 2012, abgerufen am 23. Februar 2012.
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2. und 3. November in Peking: Wiener Philharmoniker Tourneen 2013/14. In: bmeia.gv.at. Österreichisches Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, archiviert vom Original am 23. August 2013; abgerufen am 28. Juli 2019.
Hochhauskonzept – Städtebauliche Leitlinien für die Planung von Hochhausprojekten. Magistrat der Stadt Wien, MA 41.
Christian Hlavac: Kurze Anmerkung zu Wien: Vom barocken Grüngürtel zu den städtischen Parks der Zwischenkriegszeit. In: Die Gartenkunst. Band 27 (1/2015), S. 95–108.
Sechs Langlaufloipen in Wien gespurt. ORF Wien, 21. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.

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