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Luigi Losito (* 1905 in Bari, Italien; † 1992 in Berlin) war ein seit 1936 in Deutschland lebender italienischer Maler.


Leben

Luigi Losito wurde in Bari/Süditalien geboren und wuchs dort auf. Nach einem gymnasialen Abschluss studierte Losito an den Kunstakademien in Neapel und Rom. 1932 wurde er als Dozent für Kunstgeschichte und Malerei an die Kunsthochschule in Neapel berufen. In dieser Zeit fertigte er Aktskizzen in Anlehnung an antike Skulpturen an. Rötelzeichnungen und erste Arbeiten in Öl folgten. Hauptinspiration und Thema waren die Landschaften Süditaliens und den dort lebenden Menschen. In dieser Zeit lernte er Gino Severini kennen, der ihn in seiner künstlerischen Weiterentwicklung beeinflusste. Ausstellungen in Rom, Neapel, Venedig und Mailand folgten.

1932 lernte Losito in Neapel seine spätere Frau Lieselotte Hinte kennen, mit der er sich ab 1936 in Köln, Deutschland niederließ und eine Kunstgalerie eröffnete. 1936 folgten Ausstellungen in Frankfurt am Main, München und Berlin. Von Reisen durch Deutschland brachte Losito viele Eindrücke mit, die er in verschiedenen Maltechniken bildlich festhielt. Einen besonderen geografischen Bezug entwickelte Losito zur Gegend um Berchtesgaden am Königssee, die in vielen seiner Werke zum Ausdruck kommt. Aufgrund massiver Kriegseinwirkungen zog Losito mit seiner Frau, den Kindern Tiziana, Donatello und Leonardo von Köln nach Magdeburg und wohnte dort bei seinen Schwiegereltern. In den ersten Jahren nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges widmete sich Losito in seinen künstlerischen Themen dem Wiederaufbau der stark zerstörten Stadt Magdeburg. Sehr häufig stand im Vordergrund der arbeitende Mensch.

1946 und 1947 beteiligte er sich an großen Ausstellungen mit anderen namhaften Künstlern, wie auf der Moritzburg in Halle (Saale). Anlässlich seines 50. Geburtstages wurde die Werkschau Ein Italiener sieht Deutschland im Schloss Meiningen eröffnet. 98 Gemälde, Aquarelle, Pastelle und Zeichnungen u. a. mit einem Porträt von Prof. Franz Konwitschny, sowie mit Motiven aus seiner Heimat Süditalien, boten einen Überblick über sein bisheriges künstlerisches Schaffen.

Losito war Mitglied im Kulturbund der DDR. Der aufrechte Katholik wurde jedoch aufgrund seiner öffentlichen Kritik am System DDR 1956/57 wieder ausgeschlossen, war aber seit den 1960er Jahren wieder Gastmitglied.

Luigi Losito lebte von Grünheide kommend ab 1962 im Berliner Bezirk Köpenick und mietete in der Köpenicker Seelenbinderstrasse ein Atelier und in der Parrisiusstrasse eine kleine Wohnung. Der Italiener hinterließ nach seinem Tod im Jahre 1992 einen umfangreichen Fundus mit mehreren hundert Werken.

Luigi Losito wurde mit Werkausstellungen u. a. in Eisenach und Berlin geehrt.

Luigi Losito war befreundet mit Otto Nagel, Paul Kuhfuss, Ursula Wendorff-Weidt, Heinz Rühmann, Hertha Feiler und Willy Fritsch.


Werk

Neben zwei Arbeiten im öffentlichen Raum (Altarbild Alte Klosterkirche Meyendorf, Sachsen-Anhalt und Deckengemälde Kapelle der italienischen Mission, Berlin-Zehlendorf) umfasst sein Werk ca. 1000 Gemälde und Zeichnungen in den verschiedensten Techniken, aber auch Plastiken in Ton, Holz und Bronze. Eine repräsentative Auswahl seiner Werke zeigt das Ausstellungsverzeichnis des Schloßmuseums Meiningen von 1955. Seine Arbeiten sind fast zu 100 Prozent in Privatbesitz, lediglich das Kunstarchiv Beeskow bewahrt ein großes Tafelbild (Auftragswerk des Ostberliner Magistrats) von der Köpenicker Yachtwerft, datiert 1972.
Literatur
B. Ehrhardt: Kreiskalender Oder-Spree, Beeskow 2013, S. 43–48.

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Paintings, List

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