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Georg Leopold Fuhrmann


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Kalender für das Jahr 1614 mit den Sternzeichen

Kalender für das Jahr 1614 mit den zehn Zeitaltern des Menschen

Porträt des David Herrlich, Doktor der Philosophie und der Medizin

Georg Leopold Fuhrmann, latinisiert Leopoldus Furmannus[2] (getauft 2. März 1578 in Nürnberg; begraben 10. Dezember 1616 ebenda) war ein deutscher Buchdrucker, Musikverleger, Buchhändler, Kupferstecher und Lautenist.

Leben

Fuhrmann war Sohn des aus Suhl und Schleusingen nach Nürnberg gekommenen Buchdruckers und Musikverlegers Valentin Fuhrmann (* ca. 1540; † 1608). Er studierte lt. Eintragungen in Matrikelbüchern in Jena (1597), Marburg (1599), Tübingen (1601) und Basel (1604), außerdem nach eigenen Angaben auch in Frankreich.[3] Seit 1607 arbeitete er im Betrieb seines Vaters mit, den er nach dessen Tode im Jahr darauf übernahm und um eine Schriftgießerei erweiterte.[4] Er verlegte u.a. musiktheoretische Schriften und Musikdrucke. Sein besonderes Interesse galt dem Lautenspiel, das er auch selbst ausübte und mit einer größeren Zahl wichtiger Veröffentlichungen förderte. Er stand mit wichtigen europäischen Lautenisten seiner Zeit in Verbindung, darunter Jean-Baptiste Besard, Elias Mertel, Antoine Francisque, Philipp Hainhofer und vermutlich auch John Dowland.[4] Er verlegte u.a. Schriften und Werke von Maternus Beringer, Christoph Demantius, Melchior Franck, Johann Andreas Herbst und Ambrosius Metzger.[4][3] Fuhrmann betätigte sich auch im Entwurf neuer deutscher, lateinischer und griechischer Schriften.[5] Nach Fuhrmanns Tod 1616 führten seine Witwe und seine Erben die Druckerei fort.[6]
Werk

Sein wichtigster Beitrag zur Musikgeschichte ist das von ihm herausgegebene und verlegte Lautenbuch 'Testudo Gallo-Germanica,' hoc est: novae et nunquam antehac editae recreationes musicae, ad testudinis asum et tabulaturam, das als eine der wichtigsten Quellen der Lautenmusik des frühen 17. Jahrhunderts gilt.[3]

Das 180 Seiten umfassende Werk enthält neben einer großen Zahl von Lautentabulaturen von Lautenisten aus ganz Europa eine Übersetzung von Antoine Francisques Instruction pour réduire toutes sortes de tabulatures de luth en musique et réciproquement ins Deutsche, mit der die französische Art der Tabulatur in den deutschen Sprachraum eingeführt wurde.

Das Testudo liefert nicht nur eine interessante Auswahl europäischer Lautenstücke seiner Zeit, es ist auch Haupt- und bisweilen einzige Quelle für die Werke einiger weniger bekannter Lautenisten. Mit 20 Werken am stärksten vertreten ist Hans Leo Haßler, womit das Testudo die Tabulaturensammlung mit den meisten Werken Haßlers ist.[4] Werke der Komponisten Valentin Strobel[4] und Anglus Aloyson[7] sind ausschließlich über Fuhrmanns Testudo überliefert.

Von Fuhrmann selbst ist ein unter dem Titel Tanz bekanntes Musikstück überliefert, das heute ein beliebtes, einfach spielbares Renaissancewerk für Gitarre und verwandte Instrumente darstellt und in Sammlungen klassischer Gitarrenwerke vertreten ist.[8]
Literatur

May, Jürgen: Georg Leopold Fuhrmanns Testudo Gallo-Germanica : ein Lautentabulaturdruck aus dem Jahre 1615. Lang, Frankfurt am Main 1992. (Zugl. Dissertation, Bonn 1989)

Einzelnachweise
Nagler, G.K et al.: Die Monogrammisten..., III.Band (GK-IML), Verlag Georg Franz, München 1863, S. 26, Nr. 92 (Georg Leopold Fuhrmann).
Johann Gottfried Walther: Musicalisches Lexicon [...]. Wolffgang Deer, Leipzig 1732, S. 269
Boetticher, Wolfgang: Fuhrmann, Georg Leopold, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2nd ed., Vol. 9 (Florence-Gligo),Macmillan, London 2001, S. 333.
May, Jürgen: Fuhrmann, 1. Valentin 2. Georg Leopold, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band Personenteil 7 (Fra-Gre), Bärenreiter Verlag 2002, S. 256.
Doppelmayr, J. G.: Historische Nachricht von den nürnbergischen Mathematicis und Künstlern..., Peter Conrad Monaths, Nürnberg 1730.
Der so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgiesserey: Zweyter Theil. Geßner, Leipzig 1740, S. 92.
Baumgartner, Alfred: Der große Musikführer, Band Alte Musik, Kiesel, Salzburg 1981, S. 677.
z.B. Willard(Ed.): The Library of Guitar Classics, New York 1998, S. 9.

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