Correggio
Gemälde


Der Heilige Petrus, Martha, Maria Magdalena und Leonard



Jungfrau und Kind mit St. Elizabeth und der junge Johannes der Täufer

Christus dem Volk vorgestellt (Ecce Homo)




Madonna mit Kind und dem Kleinen Johannes der Täufer

Venus mit Merkur und Amor (Die Schule der Liebe)





Anbetung der Heiligen Drei Könige
Anbetung der Heiligen Drei Könige, Detail

Anbetung der Hirten (Die Nacht)

Anbetung der Hirten (Die Nacht), Detail

Anbetung der Hirten (Die Nacht), Detail



Deckenfresko im Nonnenkloster San Paolo in Parma

Deckenfresko in San Paolo in Parma: Gefesselte Juno

Deckenfresko in San Paolo in Parma: Drei Grazien

Deckenfresko in San Paolo in Parma, Detail

Deckenfresko in San Paolo in Parma, Detail

Die Erziehung des Amor, Detail

Mystische Hochzeit der Hl. Katharina von Alexandrien


Kuppelfresko in Parma: Vision des Hl. Johannes, Übersicht

Kuppelfresko in Parma: Vision des Hl. Johannes, Detail

Kuppelfresko in Parma: Vision des Hl. Johannes, Detail

Kuppelfresko in Parma: Vision des Hl. Johannes, Detail

Kuppelfresko in Parma: Vision des Hl. Johannes, Detail

Gewölbefresko in Parma: Hl. Lucas und Hl. Ambrosius

Gewölbefresko in Parma: Marienkrönung

Gewölbefresko in Parma: Hl. Johannes der Evangelist

Wandfresko in San Paolo in Parma: Diana im Wagen





Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Übersicht

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail

Kuppelfresko in Parma: Verkündigung, Detail




Madonna della Scodella, Detail

Madonna della Scodella, Detail


Madonna des Hl. Hieronymus (Der Tag)

Madonna des Hl. Hieronymus (Der Tag), Detail

Madonna des Hl. Hieronymus (Der Tag), Detail

Madonna mit Johannes dem Täufer

Madonna mit Johannes dem Täufer

Madonna mit musizierenden Engeln




Martyrium von vier Heiligen, Detail

Martyrium von vier Heiligen, Detail

Mystische Hochzeit der Hl. Katharina


Noli me tangere, Detail: Hl. Maria Magdalena

Porträt eines Mannes

Ruhe auf der Flucht nach Ägypten

Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Detail



Zeichnungen

Apostel und Putti in den Wolken


Antonio da Correggio (eigentlich Antonio Allegri, kurz Correggio oder il Corregio; * August 1489 in Correggio; † 5. März 1534 ebenda) war ein italienischer Maler der Renaissance. Er war meist in Parma und Correggio (Emilia-Romagna) tätig.
Leben
Der Geburtsort von Correggio, nach dem er benannt ist, liegt bei Reggio nell’Emilia. Sein Vater war Kaufmann. Von 1503 bis 1505 war Correggio in der Lehre bei Francesco Bianchi Ferrara in Modena. In seinen frühsten Werken sind Einflüsse des Klassizismus von Künstlern wie Lorenzo Costa und Francesco Francia nachweisbar, die wohl auf diese Zeit zurückgehen. 1506 war Correggio in Mantua, dann kehrte er nach Correggio zurück, wo er bis 1510 blieb. Dieser Periode seines Schaffens wird die Anbetung des Kindes mit Elisabeth und Johannes zugeordnet, die Einflüsse Costas und Mantegnas zu zeigen scheint. 1514 vollendete er wahrscheinlich drei Tondi für den Eingang von St. Andrea in Mantua. Nach der neuerlichen Rückkehr in seinen Heimatort unterzeichnete er, nun unabhängig und zunehmend berühmt, einen Vertrag für ein Altarbild mit der Madonna im Kloster des Hl. Franziskus (1514, jetzt in der Dresdner Gemäldegalerie).
1516 hielt sich Correggio in Parma auf, wo er von da an im Großen und Ganzen blieb. Hier befreundete er sich mit dem Manieristen Michelangelo Anselmi. 1519 heiratete er Girolama Francesca di Braghetis aus Correggio. Aus dieser Zeit sind Madonna mit Kind und dem jungen Johannes dem Täufer, Abschied Christi von Maria und die verlorene Madonna von Albinea. Aus der Phase seiner reifen Jahre stammt das bereits von Giorgio Vasari gerühmte Gemälde Noli me tangere (ca. 1518, nach anderen ca. 1522–1525), heute im Museo del Prado in Madrid, das aus dem Besitz Kaiser Karls des V. schließlich in die Hände König Philipps IV. von Spanien gelangte und 1636 in der Sakristei des Escorial seinen Platz fand.
Pablo Picasso zitiert Correggios Meisterwerk, das er während seines Studienaufenthaltes an der Llotja in Madrid kennengelernt haben muss, in einem der berühmtesten Werke aus seiner blauen Periode, dem Gemälde La Vie (1903), heute im Cleveland Museum of Art, Ohio.[1]
Jupiter und Io, 1531–1532, Kunsthistorisches Museum Wien
Correggios erster größerer Auftrag war die Ausschmückung der Decke im privaten Speisesaal der Äbtissin von St. Paul in Parma (der Camera di San Paolo). Als Nächstes malte er die Vision des Hl. Johannes in Patmos für die Kuppel von San Giovanni Evangelista in Parma. Drei Jahre später schmückte er die Kuppel des Parmaer Doms mit einer überraschenden Aufnahme Mariä in den Himmel in Melozzoscher Perspektive (von unten nach oben gesehen). Die beiden Werke wiesen auf eine revolutionäre, illusionistische Kuppeldekoration und beeinflussten stark die spätere Freskomalerei (Cignani, Ferrari, Pordenone, Lanfranco, Baciccio), vor allem durch die Massung von Zuschauern in einem Strudel, das scheinbare Verschwinden der Kuppel und den schubgebenden Ausblick hinauf in göttliche Unendlichkeit, wie sie in der Barockmalerei wieder begegnen.
Stil
Der Ausgangspunkt von Correggios Kunst ist umstritten. Außer durch Costa und Mantegna könnte er in wesentlichen Eindrücken des Helldunkels (Chiaroscuro) durch Leonardo da Vinci, außerdem durch Michelangelo und Raffael geprägt worden sein. Um 1518 fand er zu seinem eigenen Stil, der hingebende Ausdrücke mit fast barock wirkenden, lebhaften Bewegungen verbindet. Daraus erklärt sich auch seine große Wirkung auf Barockmeister wie Reni, die Carracci und Barocci.
Correggios Tafelbilder entwickeln diagonale Kompositionen, führen das malerische Helldunkel reich aus und sind farblich wertvoll. Seine Fresken zeichnen sich besonders durch die Kühnheit der perspektivischen Untersicht, durch die Beweglichkeit der Figuren in Luft und Licht und suggestive Illusionskraft aus.
Weitere Werke
Bedeutende der über 42 erhaltenen Gemälde Correggios sind u. a. die Mystische Hochzeit der Hl. Katharina von Alexandrien mit Christus (ca. 1520), die Beweinung Christi (ca. 1522), das Martyrium von vier Heiligen (ca. 1524–1525), die Maria mit dem Heiligen Hieronymus (Il Giorno, 1527–1528), die Anbetung der Hirten (Heilige Nacht) (La Notte, 1528–1530, Dresden, Gemäldegalerie), und Jupiter und Io (1531–1532, Wien, Kunsthistorisches Museum).
Einzelnachweise
↑ Gereon Becht-Jördens, Peter M. Wehmeier: Picasso und die christliche Ikonographie. Mutterbeziehung und künstlerische Position. Dietrich Reimer, Berlin 2003, S. 39-45, bes. S. 41; Abb. 1-4.
Literatur
Giorgio Vasari: Kunstgeschichte und Kunsttheorie. Eine Einführung in die Lebensbeschreibungen berühmter Künstler anhand der Proemien, Wagenbach, Berlin 2004, ISBN 3-8031-5020-5
Corrado Ricci: Antonio Allegri da Correggio. Sein Leben und seine Zeit, Cosmos, Verlag für Kunst, Berlin 1897
Lucia Fornari Schianchi: Correggio, Langewiesche, Königstein/Ts. 1994
Diane Degrazia: Correggio and his legacy. Sixteenth-century Emilian Drawings, National Art Gallery, Washington, D.C. 1984
Heinrich Bodmer: Correggio und die Malerei der Emilia, Wien 1942.
Enrico Bodmer: Corregio e gli Emiliani. Istituto Geografico de Agostini, Novara 1943.
Mario di Giampaolo und Andrea Muzzi: Correggio - Die Zeichnungen, Basel 1990.
Claudia Steinhardt-Hirsch: Correggios >Notte<. Ein Meisterwerk der italienischen Renaissance, Deutscher Kunstverlag München Berlin 2008.
Friedrich Wilhelm Bautz: Correggio, Antonio. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 1133–1134.
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