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Bal-Eswara (Ind. M.), Beiname des Schiwa, unter welchem der Schiwa-Cultus sich weit nach Westen verbreitet hat. Der befruchtende Theil des Gottes, der Lingam, soll, in 31 Theile zerstückelt, in alle Gegenden der Erde vertheilt worden sein. Der vorzüglichste kam, unter dem Namen B.-Lingam, an das Ufer des Kamud-vati (Euphrat). Dieser Mythus soll wohl nur ausdrücken, dass der Lingam des Herrschers Bal (Baal), als B. von neuem geboren sei, d.h. es entstand aus seinem Cultus der ihm verwandte des Baal. Er herrschte, von Allen angebetet, unter dem Namen Lil- Eswara (der Freude Gebende), in Ninive (als König Ninus). Seine Gemahlin Parawadi hatte sich wegen seiner Untreue von ihm getrennt, und war nach dem Nordland entflohen, wo sie als Feuer Königin in dem Samibaum als Samirama (Semiramis) eingeschlossen, verehrt wurde. B. fand sie in Askalastan (Askalon) wieder; sie vereinigten sich und wohnten am Ufer des Hradanieta (Tigris). Andere erzählen, sie hätten in Taubengestalt, unter dem Namen Kapot Eswara und Kapot Esi, ihren Segen über wilde Gegenden verbreitet.



Indische Mythologie

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