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Eine Sirene (griechisch Σειρήνα, sirína) ist in der griechischen Mythologie ein weibliches Fabelwesen (Mischwesen aus ursprünglich Frau und Vogel, später auch Frau und Fisch), das durch seinen betörenden Gesang die vorbeifahrenden Schiffer anlockt, um sie zu töten.

Es gab zwei, drei oder vier Sirenen (Seirenes, auch Acheloides oder Acheloiades genannt):

Himeropa ("sanfte Stimme") und Thelxiope ("Zauberrede")

Leukosia ("die Weiße"), Ligeia ("die Laute, laut") und Parthenope ("Mädchenstimme")

Aglaopheme ("süße Rede"), Molpe ("Lied"), Peisinoe ("die Überredende") und Thelxiope

Thelxiope wird auch Thelxiopia genannt.

Sie traten zusammen auf, was den Liebreiz ihres Gesanges wohl verstärkte. Ob sie "böse Dämoninnen" waren, sei dahingestellt - Verführung bzw. "gezwungen" zu sein, sich verführen zu lassen, wird oft entsprechend abqualifiziert. Als Mischwesen von Mädchen und Vogel waren sie der Gestalt nach den Harpyien ähnlich, wobei nur der Kopf menschlich war. Als Eltern werden der Flussgott Acheloos und eine Muse oder der Meeresgott Phorkys und das Meeresungeheuer Keto angegeben.

Griechische Mythologie

775 : Sirene

Griechische Mythologie

2583 : Sirene

Gegen eine Interpretation böser Dämoninnen spricht auch die Erzählung, wie sie (nach Ovid) ihre Gestalt bekommen haben sollen: Als Gespielinnen der Göttin Persephone machten sie sich auf die Suche nach ihr, als sie von Hades entführt worden war, und baten um ihre Verwandlung, damit sie diese auch auf dem Meer suchen könnten. Nach einer anderen Erzählung ließen sie zu, dass Hades die Persephone entführte und wurden von Demeter zur Strafe verwandelt. Erzählt wurden sie auch, dass sie in einem Wettstreit mit den Musen, wer schöner singen könne, unterlagen und dabei "Federn lassen" mussten, aus denen sich die Musen Kränze flochten.

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Graphic1

Odysseus und die Sirenen BM E440

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Siren Eimi, "Ich bin eine Sirene", Vasenmalerei

Einer Prophezeihung zufolge hätten sie sich ins Meer stürzen und ertrinken müssen, falls es einem Seemann gelänge, sie zu passieren ohne der Verlockung ihres Gesangs zu unterliegen. Allerdings gelang dies sowohl Orpheus als auch Odysseus. Der erste konnte ihren Gesang mit dem eigenen übertönen, der letztere ließ auf Kirkes Rat hin seinen Gefährten die Ohren mit Wachs verschließen und sich selbst an den Mast des Schiffes binden.

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Sirene und Odysseus, NAMA 1130

In späteren (literarischen als auch bildnerischen) Bearbeitungen der Sirenen wurde der Bezug zu zum Meer dadurch verdeutlicht, dass sie immer häufiger als Mischwesen zwischen Menschen und Fischen dargestellt wurden. In einigen moderneren Adaptionen des Themas werden Sirenen mit Meerjungfrauen gleichgesetzt.

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Ulysses und die Sirenen, J. W. Waterhouse

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Ulysses und die Sirenen, Herbert James Draper

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Die Sirene, John William Waterhouse

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Odysseus und die Sirenen, Victor Mottez

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Ulysses und die Sirenen, Thomas Moran

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Sirenen, Hentietta Rae

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Sirenen

Quellen

Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen - Die Heroen-Geschichten, dtv, ISBN 3-423-30031-0

Michael Grant und John Hazel, Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, dtv, ISBN 3-423-32508-9

Robert von Ranke-Graves: "Griechische Mythologie - Quellen und Deutung", rororo, ISBN 3-499-55404-6

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