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Griechische Mythologie

Ino mit Dionysos

Ino ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Kadmos und der Harmoneia und so mit Autonoë, Agaue und Autonoë die Schwester der Semele - der Geliebten des Zeus und der Mutter des Dionysos - sowie des Polydoros. Mit Athamas ist sie die Mutter von Learchos und Melikertes

Ixion, der König der Lapither hatte auf einem Gastmal des Zeus Hera nachgestellt und Nephele "angestochen", eine Wolke, die nach dem Ebenbild Heras geformt worden war, um ihn auf die Probe zu stellen. Damit wurde er zum Stammvater der Kentauren. Nephele aber musste Athamas, den Aioler zum Gemahl nehmen, da sie die längste Zeit untröstlich und trübsinnig durch die Hallen des Olymp gewandelt war. Allerdings vernachlässigte sie dieser oder sie strafte ihn mit Missachtung - auf alle Fälle holte er sich Ino als seine Geliebte in den Palast.

Griechische Mythologie

Phrixos flieht von Ino, Maler von München 2335, c. 440 v. Chr., Neapel 270

Nephele beschwerte sich bei Hera und diese verdammte Athamas und sein ganzes Haus. Dazu hatte sie dreifachen Grund, denn einerseits war sie Nephele verbunden, zweitens die Hüterin der Ehe und drittens schlecht auf Ino zu sprechen. Diese hatte nach dem Tod ihrer Schwester und der Geburt des Dionysos aus dem Schenkel des Zeus zunächst nicht an die göttliche Herkunft des Knaben glauben wollen, dann aber Hermes vertraut, der ihr angeraten hatte, den Dionysos aufzuziehen. Also verbarg sie ihn in Frauenkleidern gehüllt vor der Rache der Hera. Aber zurück zu Nephele! Diese wars zufrieden und verkündete dem Volk Heras Beschluss, um gleich noch den Tod des Athamas zu forden. Die Männer fürchteten jenen aber mehr als Hera und die Frauen selbst waren Ino ergeben, die nun auch einen Plan schmiedete: Das Saatgut sollte von den Frauen versengt werden, damit Athamas das Orakel zu Delphi befragen würde, was zu tun sei. Die Boten sollten bestochen werden und berichten, dass das Land erst wieder fruchtbar würde, wenn Phrixos, Nepheles Sohn, dem Zeus geopfert würde.

So geschah es auch. Aber Herakles trat dazwischen und rettete Phrixos, als diesem gerade die Kehle hätte duchgeschnitten werden sollen. Schließlich flog auch noch ein goldener Widder herbei und trug Phrixios auf seinem Rücken davon. Ob dieses Wunders bekehrt gestanden nun die Übermittler des Orakelspruchs, von Ino zu dieser falschen Botschaft verführt worden zu sein. Nun sollte Athamas sterben, Herakles verhinderte aber auch dieses. Also trieb ihn Hera in den Wahnsinn. Er tötete Learchos, den er für einen weißen Hirsch hielt und wollte auch Melikertes töten, wurde aber vom jungen Dionysos geblendet. Denn Ino hatte ihn einst vor der Rache der eifersüchtigen Hera versteckt. Ino floh mit ihrem Sohn und stürzte sich vom Molurischen Felsen ins Meer. Zeus wollte sie jedoch aufgrund eben derselben Dankbarkeit, schließlich hatte er den Dionysos aus seinem eigenen Schenkel geboren. Ino macht er zur Göttin Leukotheia, Melikertes zum Gott Palaimon.


Literatur

  • Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen - Die Heroen-Geschichten, dtv, ISBN 3-423-30031-0
  • Michael Grant und John Hazel, Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, dtv, ISBN 3-423-32508-9


  • Robert von Ranke-Graves: "Griechische Mythologie - Quellen und Deutung", rororo, ISBN 3-499-55404-6

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