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Eurydike (altgriechisch Εὐρυδίκη, „die weithin Richtende“) ist eine thrakische Dryade, die durch ihre Beziehung mit Orpheus bekannt wurde. Von manchen auch Agriope genannt, „die mit dem wilden Gesicht“, jedoch könnte sie nach Karl Kerényi auch Argiope, „die mit dem weißen Gesicht“ geheißen haben.

Griechische Mythologie

Orpheus und Eurydike, Anselm Feuerbach, 1861

Sie heiratete Orpheus nach seiner Rückkehr vom Argonautenzug. Als Aristaios eines Tages versuchte, sie zu vergewaltigen, floh sie vor ihm,[1] trat dabei aber auf eine Schlange und starb an ihrem Biss. Dem magischen Klang seiner Leier vertrauend, folgte ihr Orpheus wehklagend in den Hades, das Totenreich der griechischen Mythologie. Man sagt sogar, der Fährmann Charon habe den Kahn verlassen, mit dem er die Toten über den Acheron zu führen pflegte, um Orpheus zu folgen. Selbst der Höllenhund Kerberos bellte nicht mehr, und alle Verdammten hatten für diese Zeit Ruhe von ihren Qualen: Ixion, Tityos, Sisyphos, Tantalos und die Töchter des Danaos. Auch Persephone war gerührt und erlaubte Orpheus, Eurydike wieder mit sich hinaufzuführen, unter der Bedingung, sich nicht nach ihr umzusehen. Weil er sich daran nicht hielt, wurde sie ihm von Hermes, dem Götterboten und Seelengeleiter, endgültig entrissen.[2]


Siehe auch

Orfeo ed Euridice
Eurydike (Stoff)

Literatur

Michael Grant, John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004, ISBN 3-423-32508-9.
Bernhard Huß: Orpheus. In: Maria Moog-Grünewald (Hrsg.): Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 5). Metzler, Stuttgart/Weimar 2008, ISBN 978-3-476-02032-1, S. 522–538.
Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Die Götter- und Menschheitsgeschichten. dtv, München 1994, ISBN 3-423-30030-2.
Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. Übersetzt von Hugo Seinfeld. 17. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 978-3-499-55404-9 (Originalausgabe unter dem Titel The Greek Myths 1955; deutsche Erstausgabe 1964).
Heinrich Wilhelm Stoll: Eurydike 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 1421 f. (Digitalisat).

Einzelnachweise
Vergil, Georgica 4,454–558; Hyginus, Fabulae 164

Ovid, Metamorphosen 10,1–64

Sterbende Eurydike, Louvre CC7

Orpheus und Eurydike, Michel Richard-Putz

Bilder der Griechischen / Römischen Mythologie chronologisch sortiert.. (Englisch)

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