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Unermüdlich in ihrem Trieb, immer neue Handelswege aufzusuchen, bei allem Heimatgefühl zur Auswanderung in die Ferne geneigt, haben die Hellenen sich vom Archipel über das ganze Mittelmeer verbreitet, an den Küsten der Mäotis, den Mündungen des Nils, in Italien, den westlichen Inseln bis nach Gallien hin Pflanzstädte gegründet, welche den Handel mit dem Mutterland vermittelten, die Produkte des fremden Landes mit den Erzeugnissen des heimischen Gewerbefleißes austauschten und durch betriebsame Ausbeutung des Landbaues bald zu eigenem Wohlstand gelangten.

In kürzester Zeit übertrafen die meisten Kolonien an Zahl der Bevölkerung und Reichtum ihre Mutterstädte, denn sie waren weniger durch ebenbürtige Nachbarn beschränkt. Mit der materiellen Entwicklung hielt auch meist die intellektuelle gleichen Schritt. Dabei blieben sie mit der Heimat in stetem Verkehr. Wenn sie auch eine politische Oberhoheit der Mutterstadt gewöhnlich nicht anerkannten, hielten sie doch ein Pietätsverhältnis aufrecht. Ihre griechische Nationalität bewahrten sie sich nicht nur, sondern sie breiteten auch ihre Sprache und Bildung bei den Völkerschaften aus, in deren Mitte sie sich ansiedelten.

Die Übervölkerung, welche dem griechischen Gemeinwesen hätte gefährlich werden und aufreibende innere Kämpfe hervorrufen können, wurde durch diese Kolonisation nicht nur abgelenkt, sondern zur Steigerung der Macht, zur Förderung des Geisteslebens auch im Mutterland verwertet. Unter sämtlichen Stämmen zeichnen sich bei dieser Tätigkeit die Ionier und unter diesen wieder die Städte Chalkis auf Euböa und Milet aus. Auch bei den unter Führung dorischer und äolischer Geschlechter ausgesandten Ansiedlungen waren in der Regel Ionier beteiligt.

Die bedeutendsten Kolonien Milets waren am Schwarzen Meer:

an der Propontis:

im Nilland:

  • Naukratis, das, von dem für ihm geleistete Hilfe dankbaren Pharao Psammetich hoch begünstigt, eine glänzende Blüte erlangte.

Die euböischen Städte kolonisierten die makedonische Küste, Chalkis gründete hier allein 32 Pflanzstädte. Von den Ionischen Inseln aus, namentlich von Kerkyra, das sich 665 von seiner Mutterstadt Korinth losriss, wurden Ansiedlungen nach der illyrischen Küste und nach Unteritalien entsendet, welche hier schon ältere Handelsniederlassungen der Ionier und Karer aus Kleinasien vorfanden; Kyme, Zankle (Messina), Rhegion, die Ostküste Siziliens mit den Städten Katane, Naxos, Syrakus und Leontinoi verdankten der Vereinigung und dem Wetteifern verschiedener griechischer Staaten ihre Entstehung.

Sizilien, Griechische und Phönizische Kolonien

Achäische Geschlechter von der Nordküste des Peloponnes führten ionische Kolonisten nach dem Tarentinischen Meerbusen und gründeten Sybaris und Kroton, lakonische Ansiedler Taras, Rhodier Gela an der Südküste Siziliens und dieses wieder östlicher Akragas, das an Glanz und Pracht bald die Mutterstadt überbot.

Die kühnen Seeleute von Phokäa drangen bis zur Küste Galliens vor, wo Massalia Mittelpunkt ihrer Handelsplätze war, und auch in Spanien nisteten sich Griechen ein und machten den Karthagern die Herrschaft über den dortigen Handel streitig. Von Thera aus wurde Kyrene in Afrika angelegt, welches sich unter der Herrschaft der Battiaden rasch entwickelte und ein mächtiges Reich wurde, das sich gegen Ägypten siegreich behauptete.

Die schützende Gottheit aller dieser Ansiedelungen war Apollon. Sein Altar war das erste, was die Kolonisten errichteten; keine Ansiedlerschar wurde ohne seinen Befehl entsendet; sein Rat wurde eingeholt, wenn eine Pflanzstadt nicht gedieh und verlegt werden sollte. Wie bei den ersten Wanderungen von Kleinasien über den Archipel nach Hellas, bezeichnete auch bei den großen Kolonisationen von 800-500 die Ausbreitung des Apollondienstes diejenige griechischen Volkstums und griechischer Kultur

Iasos , Karien

Alexandria

Alexandretta / İskenderun

Herakleia Pontike Kolonie von Megara

Vouthroton / Butrint

Äolische Stadtgründung

Myrina

Achäische Stadtgründung

  • Westliches Mittelmeer
  • Östliches Mittelmeer
    • Keryneia, Zypern
    • Kurion
    • Lapithos, Zypern
    • Marion, Zypern
    • Paphos, Zypern
    • Salamis, Zypern, eigentlich eine phönizische Gründung
    • Soli (Königreich), Zypern, eigentlich eine phönizische Gründung

Dorische Stadtgründung

Ionische Stadtgründung

  • Westliches Mittelmeer
    • Agathe
    • Antipolis / Antibes
    • Dikaiarcheia / Pozzuoli
    • Emporion / Empúries
    • Hemeroskopeion
    • Himera
    • Katane / Catania
    • Kyme / Cumae
    • Mainake
    • Massilia / Marseille
    • Náxos (Sizilien)
    • Neapolis / Neapel
    • Nikaia / Nizza
    • Olbia
    • Pithekussai / Ischia
    • Pyxus
    • Rhegion / Reggio di Calabria
    • Rhode (Spanien)
    • Siris
    • Elea
    • Zankle / Messina

Die griechische Kolonisation am Beispiel Italiens, Benjamin Faust

Die griechische Kolonisation im Spiegel literarischer Zeugnisse, Theresa Miller

Korinth und seine Kolonien: die Stadt am Isthmus im Mächtegefüge des klassischen Griechenland, Timo Stickler

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