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Region : Ionische Inseln
Regionalbezirk : Kefalonia

Kephalonia und die kleinere naheliegende Insel Ithaka [Quelle]

Kephalonia (altgriechisch: Κεφαλλήνια, Kefallínia; neugriechisch: Κεφαλλονιά oder Κεφαλονιά, Kefalloniá) ist eine griechische Insel am Ausgang des Golfs von Patras. Die geografische Lage ist Koordinate: 20,5° Ost, 38,2° Nord20,5° Ost, 38,2° Nord. Sie ist mit 737 km² die größte der ionischen Inseln, die nahe Sageninsel Ithaka ist die kleinste. Die Insel hat nach vielen Jahren der Landflucht nun eine sehr starke Bevölkerungszunahme durch Zuwanderung zu verzeichnen. (10 % in zehn Jahren). Heute wohnen ca. 40000 Einwohner auf Kephallonia.

Der wichtigste Ort auf der Insel ist Argostolion an der Südwest-Küste. Die höchste Erhebung ist der Berg Ainos mit 1628 m über NN. Kephallonia ist eine beliebte Urlaubsinsel. Allerdings hält sich der Tourismus noch in Grenzen. Hauptsächlich Italiener kommen im Juli und August und nutzen die buchtenreiche Insel als Bootsrevier.

Die höchste Erhebung ist der Berg Ainos mit 1628 m über NN. Kephalonia ist eine beliebte Urlaubsinsel.


Kephalonia und Ithaka

Geschichte

Kephalos, Wappen von Kephallonia

Man vermutet, dass Kephalloniá mit der in der Odyssee zum Besitz des Odysseus gerechneten Insel Same übereinstimmt. Aus der mykenischen Zeit sind Funde überliefert. Im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. gehörte die Insel zum Einflussbereich von Korinth, wurde aber um 375 v. Chr. durch den Feldherrn Timotheus zum Anschluss an den athenisch dominierten Attischen Seebund gezwungen. In der Antike lagen auf der Insel vier Städte: Pali, Sami, Prinni und Krani (Tetrapolis). Kephallonia war in der Antike eine wichtige Station auf dem Weg von Sizilien und Italien nach Griechenland.

Anfang des 2. Jahrhunderts vor Chr. geriet die Insel unter römische Herrschaft. Sie war ab 59 v. Chr. Verbannungsort für den wegen Teilnahme an der Verschwörung des Catilina und Erpressungen in der von ihm verwalteten Provinz Macedonia angeklagten Gaius Antonius Hybrida, den Schwiegervater des Marcus Antonius. 50 v. Chr. geriet die Insel unter die Herrschaft des Gaius Antonius. Der Apostel Paulus machte auf der Insel halt, als er auf dem Weg nach Rom war. Kaiser Hadrian schenkte sie im 2. Jahrhundert Athen.

Bei der Reichsteilung von 395 kam die Insel an das oströmische bzw. byzantinische Reich und war 535 eine von dessen 64 Provinzen. 1185 besetzten Normannen unter Robert Guiscard, der in dem nach ihm benannten Ort Phiskárdo starb, die Insel. Nach dem Vierten Kreuzzug von 1204 wurde sie Venedig zugesprochen. 1375 fiel Kephallonia an die Familie der Tocci aus Benevent und wurde 1479 von den Osmanen erobert. 1500 kam sie wieder an Venedig, in dessen Besitz die Insel bis 1797 blieb. Der Seefahrer Juan de Fuca wurde 1536 auf Kephallonia geboren. In dieser Zeit richteten osmanische Überfälle große Verheerungen an. Allein 1538 sollen angeblich nicht weniger als 13.000 Menschen in die Sklaverei verschleppt worden sein.

Ab 1797 teilte Kephallonia das Schicksal der anderen Ionischen Inseln. Nach einer kurzen französischen Besetzung wurden diese 1799 von Russen und Osmanen erobert. Zar Paul I. bildete aus den Inseln die Republik der Sieben vereinigten Inseln. Während der Napoleonischen Kriege wurden die Inseln erst von den Franzosen (1806) - die hier die kurzlebige Ionische Republik gründeten -, später von den Briten (1809/1810) besetzt. Diese wandelten sie 1815 als Vereinigter Staat der Sieben Ionischen Inseln in einen unabhängigen Staat unter britischem Protektorat um. 1823 hielt sich Lord George Byron auf der Insel auf und schrieb hier sein Werk Don Juan, bevor er nach Griechenland ging, um am dortigen Freiheitskampf teilzunehmen. 1864 kam Kephallonia mit den anderen Ionischen Inseln auf Wunsch der Bevölkerung und nach einer entsprechenden Abstimmung des ionischen Parkaments an Griechenland.

Nach der Eroberung Griechenlands durch italienische und deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg war Kephallonia mit den anderen ionischen Inseln ab 1941 italienisch besetzt. Nach der Kapitulation Italiens vor den Alliierten 1943 besetzten deutsche Gebirgsjäger die Insel und erschossen im Massaker auf Kephallonia zwischen dem 21. und 24. September 1943 zwischen 4.000, möglicherweise bis zu 5.300 italienische Soldaten. Es handelt sich um eines der schwersten deutschen Kriegsverbrechen im Mittelmeerraum.

Kephallonia wurde immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht; das letzte dieser Art ereignete sich 1953 und richtete große Zerstörungen an. Zwischen August 1953 und April 1954 wurden um die 3000 Nachbeben nach dem Hauptbeben registriert. Einige Teile der Insel wie Fiskardo waren weniger stark von dem Erdbeben betroffen.

Museen und Bibliotheken

Die meisten Museen sind aus privaten Initiativen hervorgegangen und bilden eine Einheit mit Bibliotheken.

  • Die Korjialenios Bibliothek in Argostoli zeigt vor allem Gegenstände der Heimatkunde, sowie einige sakrale Schätze.
  • Das Historische Museum in Argostoli zeigt Gegenstände aus dem Kirchhof von Diakata (12.Jahrhundert), sowie Mycenaean bei Lakkithra.
  • Die Iakovatios Bibliothek in Lixouri ist im früheren Stammhaus der Familie Tirpado/Typaldos untergebracht. Das sehr gut erhaltene klassizistische Gebäude beherbergt, neben der obligatorischen Leihbibliothek eine Sammlung bedeutender historischer Bücher, so z. B. die Erstausgabe der Werke des Hippokrates aus der Renaissance .
  • Weitere Museen sind das Naturkundemuseum in Davgata und das Meereskundemuseum in Fiskardo.
  • Mehrere venezianische Burgen und Festungen. z. B. Assos

Kirchen und Klöster

Der Kirchenbau hat sich aufgrund der venezianischen Herrschaft anders entwickelt als auf dem griechischen Festland. Die meisten Kirchen bestehen, ähnlich wie frühchristliche Kirchen, aus einem großen Raum mit rechteckigem Grundriss. Ausgemalt sind die Räume mit Fresken. Der Glockenturm mit quadratischem Grundriss steht etwas abseits. Schutzpatron der Insel ist der Heilige Gerassimos, welcher im gleichnamigen Kloster aufbewahrt wird. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Kloster Kipouria wegen der schönen Sonnenuntergänge die von dort zu sehen sind.

Städte

Die wichtigsten Städte sind:

Personen

Constantine Phaulkon (eigentl. Konstantin Gerakis, auch Faulcon, thailändischer Name Vichayen, in Thai วิชาเยนทร์; * 1647 auf Kephalonia/Griechenland, † 5. Juni 1688 in Lopburi/Thailand), griechischer Abenteurer und Kanzler im Königreich von Ayutthaya in Thailand.

Nikolaos Platon, griechischer Archäologe, Ausgräber des minoischen Palastes auf Kreta

Drogarati Tropfsteinhöhle (Quelle)

Blick auf den Myrtos Strand (Quelle)

Natur

Die Insel hat einige natürliche Besonderheiten. Auf dem Berg Ainos (1628 m) wächst die Schwarze Tanne, welche nur auf Kephallonia zu finden ist.

Im Osten der Insel nahe der Stadt Sami gibt es die unterirdische Grotte Melissani mit einem kleinen See. Von hier gibt es eine Verbindung des Salzwassers zu den "Meerwassermühlen" bei Argostoli (ca. 30 km).

Burg von Assos

Von den zahllosen Stränden verdient der Kieselstrand Myrtos Beachtung, der im Nordwesten in der Nähe des schönen Ortes Assos liegt. Mehrmals bekam er gute Platzierungen bei Vergleichen. Zuletzt drittschönster Strand weltweit.

Schöne Sandstrände finden sich im Südwesten nahe der Stadt Lixouri und reizvolle Buchten im Süden zwischen Argostoli und Skala.

Orchideen auf Kephallonia

  • Ophrys cephalonica
  • Ophrys ferrum-equinum
  • Ophrys gottfriediana
  • Serapias ionica
  • x O. pauciflora x quadripunctata

Quelle: http://www.orchids.de/aho/aho_dias.txt

Literatur

  • Schminck-Gustavus, Christoph: Kephallonià. Auf den Spuren eines Kriegsverbrechens. Donat Verlag, Bremen 2004
  • Joseph Partsch, Kephallenia und Ithaka - eine geographische Monographie, Justus Perthes, Gotha 1890
  • Christoph Schminck-Gustavus, Kephallonia 1943-2003 . Donat Verlag, Bremen 2004 ISBN: 3934836666

Robola Cephalonia, Wein

Weblinks

Munizipalität, Gemeinde der Kephalonia Präfektur

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Omala

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Othonische Inseln (Erikoussa, Mathraki, Othoni)

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* historisch Teil der Ionischen Inseln, jetzt Teil des Attika Verwaltungsbereichs

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