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Verwaltungsbereich: Südliche Ägäis
Präfektur : Dodekanes

Munizipalität von Karpathos

Karpathos (gr. Κάρπαθος) ist eine griechische Insel und liegt auf halber Strecke zwischen Rhodos und Kreta. Es ist mit 330 Quadratkilometer die zweitgrößte Insel der Dodekanes und hat zirka 5.400 Einwohner.

Karpathos ist eine in Nord-Süd-Richtung langgezogene, gebirgige Insel. Der höchste Berg, der Kalí Límni ist 1.215 Meter hoch. Ein großer Teil der einst üppigen Bewaldung fiel mehreren verheerenden Waldbränden zum Opfer.

Die südliche Nachbarinsel von Karpathos ist Kassos; im Norden schließt sich in nur wenigen 100 Metern Entfernung das unbewohnte Eiland Saria an.

Pigadia ist die Haupt- und Hafenstadt der Insel. Ihr offizieller Name lautet Karpathos (Stadt). Weitere größere Ortschaften sind: Arkasa, Menetes, Othos, Mesochori, Olymbos und Aperi. Durch den Fremdenverkehr gewinnen auch die Ortschaften Lefkos, Amopi und Kira Panagia zunehmend an Bedeutung.

Olymbos

Der bekannteste Ort der Insel ist Olymbos (Όλυμπος), 1420 von den Einwohnern der Insel Saria und des antiken Vrykous gegründet, die vor den häufigen Überfällen von Piraten und Sarazenen in die Berge flohen. Dort, isoliert von der Außenwelt, hat sich bis heute nicht nur der altertümliche dorische Dialekt in der Sprache der Olymbites gehalten, sondern auch Kunst, Kultur und Bräuche, die überall im Ort zu bewundern sind. Der relativ große Ort liegt von der Küste aus fast uneinsehbar an einem Berghang. Die noch heute bewirtschafteten Felder liegen in umliegenden Tälern, vor allem nahe der Sommersiedlung Avlona .Elektrischen Strom gibt es erst seit 1980. Bis heute ist Olymbos mit dem Auto vom südlichen Teil der Insel her nur über eine holprige Schotterpiste zu erreichen. Seit Anfang der 90er Jahre fahren Ausflugsboote regelmäßig ab Pigadia (Karpathos Stadt) bis zum nordwestlichen Hafenort Diafani. Von dort geht es über eine neugebaute Asphaltstraße in das Bergdorf. Die Olympites haben aus ihrer Not eine Tugend gemacht: in einem wie ein Freilichtmuseum anmutendem Dorf präsentieren sie altes Handwerk und Trachten und bieten den Besuchern traditionelle Speisen zum Verzehr. Unter anderen ist eine der letzten der noch betriebenen typischen festausgerichteten Windmühlen zu besichtigen. Mit dem Mehl wird in holzbefeuerten Backöfen das tradionelle dunkle Brot gebacken.

Geschichte

Karpathos war bereits in der Antike besiedelt. Die Dorer gründeten dort die vier Städte Potidaion, Arkaseia, Vrykous und Nisyros, weshalb Strabo die Insel auch Tetrapolin nannte. Zu dieser Zeit war die Insel sehr fruchtbar. In den kommenden Jahrhunderten wurde Karpathos ein enger Verbündeter Athens.

Nach Abzug der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fiel während der großen Hungersnot 1944 dem Dorf Finiki eine besondere Rolle zu. Sieben Fischer segelten von hier mit einem kleinen Boot ohne Funk und Kompaß nach Ägypten, um Hilfe zu holen. Bereits eine Woche später kehrten sie an Bord britischer Kriegsschiffe heim und brachten Nahrungsmittel und Medikamente für die notleidende Bevölkerung mit. Ein Denkmal am Hafen von Finiki erinnert an ihre Heldentat.

Aktuell wurde die Insel bekannt durch eine Kollision zweier Kampfflugzeuge vom Typ F-16 „Falcon”, ein griechisches und ein türkisches, bei einem Abfangmanöver am 23. Mai 2006, wobei der türkische Pilot circa 20 km südlich der Insel geborgen werden konnte.

Griechenland beansprucht einen nationalen Luftraum mit einer Breite von 16 Kilometern jenseits der eigenen Küstenlinien. Die Türkei erkennt aber nur zehn Kilometer an, was der Breite der nationalen Seegebiete entspricht. Wegen Konflikten in der Ägäis standen Griechenland und die Türkei seit 1974 drei Mal am Rande eines Krieges.

Touristische Erschließung

Karpathos ist vor allem bei Windsurfern wegen seiner Windstatistik beliebt. Der Meltemi wird duch die lokalen Gegebenheiten noch verstärkt und lässt somit die Windsurfer in vier Revieren glänzende Augen bekommen. Reviere: Chicken Bay (oder Lagune) unmittelbar neben dem Flughafen, anschließend die Gun Bay und ein Stück Richtung Norden versetzt die Devils Bay. An windreichen Tagen kann auch am Luv-Spot gesurft werden, welches allerdings aufgrund der Strömungen und der Brandung den Könnern vorbehalten bleibt.

Karpathos , Photo: M.Minderhoud, 1997 (Quelle)

Achata (Ahata) Beach

Karpathos, Apella Strand

Karpathos, Karpathos Apella Strand

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Karpathos (Pigadia)

Griechische Insel

Weblinks

Koordinaten: 35° 35′ 7" n. Br., 27° 7′ 43" ö. L.

Munizipalität und Gemeinde der Dodekanes Präfektur

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