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Verwaltungsbereich: Epirus
Präfektur : Preveza

Filippiada (Φιλιππιάδα) ist eine Kleinstadt mit 4196 Einwohner, Teil der gleichnamigen Munizipalität der Preveza Präfektur. Einwohner 8429 (Stand 2001).

Filippiada ist c. 43 km NO von der Stadt Preveza oder 62 km von Ioannina entfernt. Teile eines römischen Aqädukts sind in der Umgebung der Stadt.

Filippiada liegt nördlich des ambrakischen Golfs, 10,5 km nordwestlich von Arta und 32 km nordöstlich von Preveza unmittelbar südlich der westlichen Ausläufer des Pindos-Gebirges in der nördlichen Ebene des ambrakischen Golfs. Das Gebiet der Munizipalität wird von Nord nach Südwest im Bogen vom Fluss Louros durchflossen; die Kleinstadt Filippiada liegt unmittelbar westlich des Flusses. Dieser markiert zugleich die Grenze der Munizipalität Filippiada nach Osten hin zur Präfektur Arta. Filippiada ist die erste größere Siedlung südlich des Passes von Pente Pigadia, welcher den südlichen Punkt der Passage aus der Ebene des Ambrakischen Golfs zur Hochebene von Ioannina durch das Pindos-Gebirge darstellt. Filippiada selbst hat keine Küstenlinie des ambrakischen Golfes inne.

Das Gebiet der Munizipalität nördlich von Filippiada ist durch das Pindos-Gebirge und die Louros-Schlucht geprägt. Der höchste Punkt der Munizipalität ist der Berg Xerovouni (Höhe 1.607 m) im Nordosten des Gemeindegebietes unmittelbar an der Grenze zur Präfektur Arta und Ioannina. Unmittelbar westlich dieses Berges liegt der Pass von Pende Pigadia mit einer Befestigungsanlage oberhalb der Louros-Schlucht. Nördlich der Kleinstadt und westlich des Louros-Tals liegt der Ziros-See. Ebenfalls auf dem Gemeindegebiet von Filippiada am südlichen Ausgang des Louros-Tals in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Agios Georgios liegt der Louros-Stausee, welcher zur Stromgewinnung als Wasserkraftwerk dient.

Die Kleinstadt Filippiada teilt sich in drei informelle Stadtbezirke auf: Neu-Filippiada, Alt-Filippiada und Eleftherochori. Nach Osten, Südosten und Süden eröffnet sich von Filippiada aus die Ebene nördlich des ambrakischen Golfes bzw. die Ebene von Arta.

See Ziros (oder Zirou)

Geschichte

Die Region von Filippiada soll bereits im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. besiedelt gewesen sein. Vorläufer der heutigen Kleinstadt war dabei die antike Siedlung Charadron (Χάραδρον), deren Name auf das nördlich gelegene Tal (Charadra) des Louros-Flusses hinweist. Auf der Grenze zur Präfektur Arta im Osten des Gemeindegebietes finden sich die Überreste der antiken Siedlung Orraon.

Im ersten Balkankrieg 1912 hatte Filippiada eine hervorgehobenere Bedeutung. Die Kleinstadt war Ausgangspunkt der Offensive der griechischen Westfront in Richtung Ioannina gegen die Truppen des osmanischen Reichs. Griechische Truppen nahmen im Oktober 1912 von Arta aus angreifend Filippiada am 28. Oktober 1912 ein. Insbesondere das Gemeindegebiet Pente Pigadia war aufgrund seiner strategischen Lage am Südausgang des Lourous-Tals ein Ort mit schweren bewaffneten Auseinandersetzungen. Vom 7. bis 9. November 1912 gelang griechischen Truppen die Eroberung von Pente Pigadia..

1923 wurde die Ortschaft Nea Kerasounta (alte Form Nea Kerasous) von griechischen Flüchtlingen aus der Türkei nach der griechischen Niederlage im griechisch-türkischen Krieg von 1919 bis 1922 und dem 1923 im Vertrag von Lausanne festgelegten Bevölkerungsaustausch gegründet.

Während des zweiten Weltkrieges und der Besatzungszeit Griechenlands durch die Achsenmächte von April 1941 bis Oktober 1944 gehörte Filippiada zunächst zur italienischen Besatzungszone. Mit dem Übertritt Italiens auf die Seite der Alliierten im September 1943 wurde Filippiada deutsche Besatzungszone bis zum Rückzug der deutschen Truppen im Oktober 1944.

Teile der Munizipalität

Paidopolis (Kinderstadt) Zirou (in der Nähe des Sees Zirou) wurde im Zeitraum 1950/55 für die Waisenkinder vom zweiten Weltkrieg gebaut, nach einer Idee von Friederike von Hannover, einige Jahre später teilweise durch ein Erdbeben zerstört.

Wie Friederike sagte wurden die Kinderstädte (53 insgesamt) gebaut um zu verhindern daß die Waisenkinder von den kommunistischen Rebellen entführt werden und nach einer Erziehung zu Feinden Griechenlands werden.

Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr

Filippiada verfügt über eine Grundschule und eine weiterführende Schule als Bildungseinrichtungen.

Filipiada ist Kreuzungspunkt zweier wichtiger Nationalstraßen. Von Ioannina im Norden nach Arta im Süden führt die Nationalstraße 5 durch das Gebiet von Filipiada. Die Nationalstraße 21 zweigt südlich der Kleinstadt Filipiada von der Nationalstraße 5 ab und führt entlang der Nordküste des Ambrakischen Golfs nach Preveza und Nikopolis. In Zukunft wird die Nationalstraße 5 durch die Autobahn 5 (Ionia Odos) ergänzt, welche Ioannina über Arta, Amfilochia, Agrinio und Messolongi eine Verbindung nach Patras herstellen wird.

Einen Eisenbahnanschluss besitzt Filipiada nicht. Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen von Ioannina, der nächste nationale Flughafen ist der Flughafen von Preveza.

Sehenswürdigkeiten im Gebiet von Filippiada sind:

* Ziros-See

* Agios Vissarios Kirche

* Bizanomachon-Denkmal

Munizipalität, Gemeinde der Preveza Präfektur

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