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Als das Byzantinische Reich nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer während des 4. Kreuzzugs 1204 zerfiel, entstand unter Michael (Komnenos Dukas) Angelos das Despotat Epiros als einer der griechisch dominierten Nachfolgestaaten. Sein Kerngebiet erstreckte sich längs der Ostküste der Adria und des Ionischen Meeres von Dyrrachion im Norden bis zum Arkananischen Golf im Süden. Von den Kreuzfahrern waren auch diese Gebiete zur Aufteilung vorgesehen worden. Sie sollten zum größten Teil der Republik Venedig zufallen. Die Venezianer konnten aber nur einige Küstenorte und die Ionischen Inseln erobern.

Vom Beginn seiner Existenz an musste die griechische Herrschaftsbildung gegen die von allen Seiten herandrängenden Feinde verteidigt werden. Die Despoten aus der Familie der Angeloi (der Komnenen-Titel wurde als quasi-Königstitel getragen) waren dabei relativ erfolgreich. 1206 gelang die Eroberung Korfus. Mehrmals wurden durchziehende Heere der Franken und Normannen, die zur Unterstützung des Lateinischen Kaiserreichs aus Italien übergesetzt waren, auf epirotischen Boden geschlagen. Bis 1220 konnten weite Teile Thessaliens und Makedoniens unter die epirotische Herrschaft gebracht werden, die aber bis Mitte des Jahrhunderts an das griechische Kaisertum von Nicäa verloren gingen.

In Epirus selbst herrschten Despoten aus der Familie der Angeloi beziehungsweise deren Nachkommen bis 1318.

Nachdem Kaiser Michael VIII. Konstantinopel von den Lateinern zurückerobert hatte, versuchte er auch Epirus wieder unter die Oberherrschaft des griechischen Kaisertums zu bringen. Der Kaiser betrachtete Epirus als Vasallenstaat, dessen Herrscher, der Despot Michael II. schloss, um seine Unabhängigkeit zu wahren, Bündnisse mit den fränkischen Fürsten von Achaea und Athen.

1267 eroberte der König von Neapel, Karl von Anjou, Korfu und große Teile des epirotischen Festlands. Trotzdem konnte nach Michaels Tod, sein Sohn Nikephoros I. 1271 die Nachfolge als Despot antreten. Im selben Jahr besetzte Karl jedoch Durres, die wichtigste Stadt im Norden des Despotats. 1279 verband sich Nikephoros aber mit Karl und wurde dessen Vasall. Nach Karls Tod verlor Nikephorus 1285 die albanischen Gebiete an das byzantinische Kaiserreich, welches seine Herrschaft ein letztes Mal bis zur Adriaküste ausdehnen konnte.

Nikephorus ging deshalb ein Bündnis mit Kaiser Andronikos II., wechselte aber kurze Zeit später wieder auf die Seite Neapels, als Karl II. von Anjou die byzantinische Flotte 1292 geschlagen hatte. Nikephorus verheiratete seine Tochter mit Karls Sohn, Philipp I. von Tarent. Nach dem Tod des Nikephorus (1296) begann der endgültige Zerfall des Despotats.

Herrscherliste

  • Michael I. Angelos (1204 – 1215)
  • Theodor I. Angelos (1215 - 1224)
  • Michael II. Angelos (ca. 1231 - 1271)
  • Nikephoros I. Angelos (1271 - 1296)
  • Thomas I. Angelos (1296 - 1318)
  1. Nach Nikephoros Tod heiratete seine Witwe Maria, die Tochter des Kaisers Theodor II. Laskaris, Johannes Orsini, der die Herrschaft im Despotat Epirus übernahm
  2. Nikolaus Orsini (1318 - 1323)
  3. Johannes I. Orsini (1323 - 1335)
  4. Nikephoros II. Orsini (1335 - 1340)

Literatur

  • Donald M. Nicol: The Despotate of Epiros (1204-1267), Oxford 1957.
  • Ders.: The Last Centuries of Byzantium, 1261-1453, 2. Aufl., Cambridge 1993.

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