>

 

- Kunst Galerie -

 

.

Verwaltungsbereich: Zentralmakedonien
Präfektur : Thessaloniki.

Thessaloniki Präfektur, Chortiatis Munizipalität (Rot)

Chortiatis (Χορτιάτης) ist eine Munizipalität der Thessaloniki Präfektur. Einwohner12866 (2001). Der Sitz der Munizipalität ist in Asvestochori (oderr Asvestochorion).

Der Name der Munizipalität ist dem gleichnamigen Bergmassiv mit einer maximalen Höhe von 1.201 m entlehnt, auf dessen Gebiet sich die Munizipalität Chortiátis anteilig befindet. Der Ort Asvestochóri ist Verwaltungssitz der Munizipalität, welche aus den vier Gemeindebezirken und Orten Chortiátis, Asvestochóri, Exochí und Fílyro besteht. Die Munizipalität in der heutigen Form wurde 1997 mit der griechischen Kommunalverwaltungsrefom Kapodistrias I aus den zuvor selbständigen Gemeinden (Kinótites) Avestochóri, Chortiátis, Exochí und Fílyro geschaffen.

Geschichte

In der Antike war das Gebiet der heutigen Munizipalität Chortiátis sowie die gesamte Region des Chortiátis-Massivs von der Volksgruppe der Kissitäer (altgr. Κισσείται) besiedelt: die Kissitäer wurden in den Tributlisten des Attischen Seebunds erwähnt.

Die Ortschaft Chortiátis geht auf ein spätbyzantinischer Zeit (ca. 1300) vorhandenes Kloster namens Chortaïtes auf den nördlichen Abhängen des Chortiátis zurück. Dieses versorgte die Stadt Thessaloníki und die Region östlich von ihr mit Wasser mittels eines Aquädukts, dessen Überreste teilweise erhalten sind. Im frühen 15. Jahrhundert bildete eine Basilika aus dem späten 12. Jahrhundert unmittelbar vor den Klostergebäuden den Kern für eine Siedlung, das Chortiátis Kástron. 1403 fiel das Chortiátis Kástron nach zwischenzeitlicher Besetzung durch das Osmanische Reich - wie auch die angrenzende Stadt Thessaloniki - wieder an das Byzantinische Reich. 1423 wurde Thessaloniki der Republik Venedig zur Verteidigung gegen das Osmanische Reich übergeben: die Festung Chortiátis, Chortiátis Kástron, wurde vom Osmanischen Reich besetzt.

Die Ortschaft Asvestochóri war zu Beginn ihres Bestehens unter dem Namen Neochóri bekannt; Der Beginn der Siedlungsgeschichte Asvestochóris wird einigen Autoren zufolge auf das 16. Jahrhundert (osmanische Zeit), anderen Autoren zufolge auf das 14. Jahrhundert wegen einer Neochóri erwähnenden Chrysobulle des byzantinischen Kaisers Andronikos IV. datiert.

Im Reiseführer von Karl Baedeker von 1914 wurde das Dorf Chortiátis als Chortiaschköy erwähnt.

Gegen Ende der Besatzungszeit durch die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg wurde die Ortschaft Chortiátis zum Schauplatz eines Kriegsverbrechens. Bei dem Massaker von Chortiatis wurden 149 Bewohner der Ortschaft durch das Jagdkommando Schubert, einer Wehrmachtseinheit aus griechischen Kollaborateuren unter dem Kommando von Fritz Schubert, im Rahmen einer „Vergeltungsaktion“ ermordet. Teile der Tötungen wurden auch als Verbrennungen bei lebendigem Leibe durchgeführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Griechischen Bürgerkrieges 1946 bis 1949 wurden in der Ortschaft Asvestochóri Tuberkulose-Kranke konzentriert.[10] Unter Federführung der United Nations Refugee Relief Agency (UNRRA) wurde für Kosten von einer Million US-Dollar ein Sanatorium für Menschen mit Tuberkulose in Asvesstochóri errichtet.

Ende Januar 2001 wurden auf dem Gebiet der Gemeinde in der Nähe der Ortschaft Asvestochóri 3 g Plutonium in Form von 245 Metallplatten gefunden.

Teilung der Munizipalität

  • Asvestochori / Δ.δ. Ασβεστοχωρίου [ 4789 ]
  • Exochi / Δ.δ. Εξοχής -- η Εξοχή [ 1511 ]
  • Philyron / Δ.δ. Φιλύρου -- το Φίλυρον [ 3620 ]
  • Chortiatis / Δ.δ. Χορτιάτη -- ο Χορτιάτης [ 2946 ]

Antikes Griechenland

Griechenland im Mittelalter

Griechenland in der Neuzeit

Biographien, Griechische Mythologie , Kriegführung, Kunst, Architektur, Wissenschaft, Philosophie, Literatur, Sport, Leben, Geschichte, Index, Bilder/Zeichnungen

Byzanz, Biographien, Kunst, Literatur, Orthodoxie, Byzantinische Armee, Geschichte, Index

Geographie, Inseln, Städte, Kunst, Musik, Biographien, Film, Sport, Wissenschaft, Literatur, Geschichte, Index

Zypern

Hellenica Bibliothek - Scientific Library

Index Griechisch: Αλφαβητικός κατάλογος

Referenz: "http://de.wikipedia.org/"
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen beschrieben.

Griechenland - Geographie

Griechenland

Index

Hellenica World