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Eisvogel mit einem Fisch im Schnabel

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Vogelfamilie der Eisvögel (Alcedinidae). Sein lateinischer Name Alcedo leitet sich vom griechischen aus dem griechischen Alkyone, der Tochter des Windgottes Aiolos

Der Eisvogel war 1973 in Deutschland der Vogel des Jahres.

Aussehen

Europäische Eisvögel werden bis 18 Zentimeter lang bei einer Spannweite von 27 Zentimetern, haben einen großen Kopf und einen langen spitzen Schnabel, kurze Beine, breite Flügel und kurze Schwanzfedern. Kopf und Flügel schimmern auf der Oberseite grünblau, die Unterseite ist rotbraun gefärbt, Rücken und Schwanz dagegen hellblau und Brust und Bauch rot-orange. Die Vögel haben zudem einen weißen Kehlfleck und Ohrfleck.

Verbreitung und Lebensraum

Der Europäische Eisvogel kommt in fast ganz pa außer in Nordskandinavien vor, da er auch im Winter offenes Süßwasser braucht. Er brütet an fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Steilufern, ist standorttreu und tagaktiv. Außerhalb der Brutzeit ist er an allen Gewässern anzutreffen, in denen es kleine Fische gibt.

Ernährung und Lebensweise


Der Eisvogel ernährt sich von Fischen, Wasserinsekten und deren Larven, Kleinkrebsen und Kaulquappen. Er kann Fische bis 8 Zentimeter Länge verschlingen.

Seine Jagdmethode ist das Stoßtauchen. Dazu sitzt er ruhig lauernd auf einem über dem Wasser hängenden Ast. Wenn er eine mögliche Beute entdeckt, stürzt er sich kopfüber ins Wasser und taucht meist vollständig unter. Er kann aber auch aus dem Rüttelflug tauchen, wenn ein geeigneter Ansitz fehlt. Nicht jeder Tauchgang ist erfolgreich, er stößt oft daneben. Kleinere Beute wird sofort verschluckt. Größere Fische werden auf den Ast zurück gebracht, dort tot geschüttelt oder auf den Ast geschlagen, im Schnabel „gewendet“ und mit dem Kopf voran verschluckt; anderenfalls könnten sich im Schlund die Schuppen des Fisches sträuben.

Der Eisvogel fliegt schnell, oft in geringer Höhe über dem Wasser. Trotz des bunten Gefieders ist er unauffällig. Er sitzt oft lange Zeit still auf einem niedrig über dem Wasser hängenden Ast. Man sieht dann nur seinen blauen Rücken, wenn er wegfliegt.

Fortpflanzung

Die Paarung findet Ende März bis Anfang April statt. Es wird dann eine Nisthöhle 50 bis 100 Zentimeter tief ins Steilufer gegraben, die auch mehrmals benutzt werden kann. Der Bau kann zwei bis drei Wochen dauern. Das Weibchen legt dann 6 bis 8 Eier, selten mehr, und bebrütet diese fast ununterbrochen ca. 20 Tage lang. Während dieser Zeit wird es vom Männchen versorgt (und entsorgt). Die Jungen sind nackt und blind. Sie werden zunächst mit Insekten und später mit kleinen Fischen gefüttert. Sind die Jungen ausgeflogen, werden sie noch geraume Zeit von den Eltern versorgt. Es dauert lange, bis sie selber gelernt haben, Fische zu fangen. Im Juni bis Juli kann ein zweites Gelege folgen, in seltenen Fällen sogar ein drittes im Oktober.

Gefährdung


Eisvogel (Alcedo atthis)

Der Eisvogel hat kaum natürliche Feinde, lediglich Wiesel oder Ratten können eine ungeschickt angelegte Nisthöhle ausrauben. Starke Regenfälle im Frühjahr können das Wasser trüben. Weil der Eisvogel seine Beute sehen können muss, kann das zu Nahrungsmangel und zum Verhungern der Brut führen. Harte Winter, in denen alle Fischgewässer zufrieren, haben in der Vergangenheit zu landstrichweisem Aussterben des Eisvogels geführt. Solche Lücken wurden aber durch mehrere Bruten im Jahr schnell wieder geschlossen.

Früher wurde der Europäische Eisvogel von Binnenfischern stark verfolgt. Heute ist er durch die Vernichtung seines Lebensraums bedrängt: Es gibt kaum noch unverbaute Flüsse und auch Bäche wurden in der Vergangenheit begradigt und in Betonbetten verlegt, Uferbewuchs wurde gerodet, Tümpel zugeschüttet und Feuchtgebiete trocken gelegt. Vereinzelte Renaturierung hat daran nichts Wesentliches geändert. Der Eisvogel ist in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.

Literatur

  • Bruun, Delin, Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Kosmos-Verlag, Stuttgart 1993
  • Alfred Brehm: Tierleben, 4. neu bearbeitete Auflage von Otto zur Strassen, 1922

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