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Briefmarke von Apollon Epikurios Tempel

Nach dem Schriftsteller Pausanias wurde der Tempel zwischen 450 und 420 v. Chr durch die Bewohner des nahe gelegenen Ortes Phigaleia zu Ehren von Apollon Epikourios gebaut, da dieser sie während der Zeit des Peloponnesischen Krieges vor der Pest bewahrt hat. Apollon habe den Einwohnern eine bis heute noch unbekannte Heilpflanze gezeigt und darauf hin seien sie von ihrer Krankheit geheilt worden. Aus Dank erbauten sie an der Stelle, wo sie die Heilpflanze fanden, den Tempel des Apollon Epikourios – übersetzt: „der heilende Apoll“.

Der Architekt des Parthenon auf der Akropolis in Athen, Iktinos, bekam den Auftrag für den Bau. Er machte Gebrauch von verschiedenen Stilmerkmalen der Korinthischen und Ionischen Elementen und kombinierte diese mit 6 Meter hohen dorischen Säulen, so dass alle drei griechischen Säulenordnungen vertreten sind. Die korinthische Ordnung findet sich hier nach bisherigen Erkenntnissen zum ersten Mal.

Nach Pausanias „ist der Tempel und sein Dach aus Stein. Von allen Tempeln auf der Peloponnes dürfte er wegen der Schönheit des Steines und wegen seiner Ausgewogenheit nach dem in Tegea den Vorzug verdienen.“ Ungewöhnlich ist der Grundriss des Tempels, insbesondere sein Eingang, der nicht wie üblich an der Ostseite, sondern an der Nordseite zu finden ist. Über die Gründe der sonderbaren Ausrichtung wurde bereits viel spekuliert. Eine mögliche Erklärung dafür ist die schwierige Geländestruktur.

Der Tempel hat dem Zahn der Zeit relativ gut getrotzt: Die 39 Säulen stehen trotz der in dieser Gegend häufigen Erdbeben immer noch. Er gilt als der am zweitbesten erhaltene Tempel Griechenlands nach dem Hephaistieion in Athen.

Entdeckt wurde der Tempel 1765 durch den französischen Architekten Joachim Bocher, der im Dienst Venedigs stand. Die Wandbemalungen sind nun nicht mehr beim Tempel, da sie durch Kunsthändler 1812 an die Engländer verkauft werden. Sie befinden sich heute im Besitz des Britischen Museums in London.

1835 malte der russische Maler Karl Brullov (1799-1852) ein Aquarell des Tempels, das jetzt im Puschkin Museum in Moskau hängt.

Heutzutage schützt eine Zeltkonstruktion den Tempel gegen Wind und Wetter.

Zeltkonstruktion [Quelle]

Der Tempel unter der Zeltkonstruktion [Quelle]

Der Apollontempel bei Bassae (auf der Peloponnes, Griechenland) gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Besonderes

Durch die Entwicklung der Griechischen Sprache, sorgt der Name von dem Tempel für einige Sprachverwirrung. Im Altgriechischen wurde der Tempel Βασσαί / Bassai und auf Lateinisch Bassae geschrieben. Das wird in Neugriechisch wie Vassé ausgesprochen und veränderte sich zu Βασσές / Bassés (ausgesprochen: Vassés). Alle fettgedruckten Varianten kommen vor.

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