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Sir Joshua Reynolds

Gemälde

 Painting - Portrait Of Sir Gerard Napier by Joshua Reynolds

Portrait Of Sir Gerard Napier

Joshua Reynolds Painting - John Musters by Joshua Reynolds

John Musters

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Kitty Fisher by Joshua Reynolds

Portrait Of Kitty Fisher

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of A Lady by Joshua Reynolds

Portrait Of A Lady

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Arthur Murphy by Joshua Reynolds

Portrait Of Arthur Murphy

Joshua Reynolds Painting - Mrs. Froude Nee Phyllis Hurrell by Joshua Reynolds

Mrs. Froude Nee Phyllis Hurrell

Joshua Reynolds Painting - The Infant Hercules by Joshua Reynolds

The Infant Hercules

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Charles Blair by Joshua Reynolds

Portrait Of Charles Blair

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Master William Cavendish Full-length Standing Astride A Black Dog In A Landscape by Joshua Reynolds

Portrait Of Master William Cavendish Full-length Standing Astride A Black Dog In A Landscape

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Elizabeth Falconer Mrs. Stanhope As Contemplation by Joshua Reynolds

Portrait Of Elizabeth Falconer Mrs. Stanhope As Contemplation

Joshua Reynolds Painting - Lady Cockburn And Her Three Eldest Sons by Sir Joshua Reynolds

Lady Cockburn And Her Three Eldest Sons

Joshua Reynolds Painting - Anne 2nd Countess Of Albemarle by Sir Joshua Reynolds

Anne 2nd Countess Of Albemarle

Joshua Reynolds Painting - Colonel Tarleton by Sir Joshua Reynolds

Colonel Tarleton

Joshua Reynolds Painting - Lord Heathfield Of Gibraltar by Sir Joshua Reynolds

Lord Heathfield Of Gibraltar

Joshua Reynolds Painting - Sir Joshua Reynold's Studio. A Visit From Dr. Johnson by Francis Barraud

Sir Joshua Reynold's Studio. A Visit From Dr. Johnson

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Elizabeth Kerr Marchioness Of Lothian by Sir Joshua Reynolds

Portrait Of Elizabeth Kerr Marchioness Of Lothian

Joshua Reynolds Painting - Portrait Of Caroline Cox. Lady Champneys by Sir Joshua Reynolds

Portrait Of Caroline Cox. Lady Champneys

Portrait of a Woman

Captain Robert Orme

The Countess of Dartmouth

Lady Elizabeth Delmé and her Children

George Clive and his Family with an Indian Maid

Francis Rawdon-Hastings

Admiral Sir Edward Hughes

Commodore Augustus Keppel

The Actress Kitty Fisher

Master Hare

Mr. James Bourdieu

Mrs. Musters as Hebe

Parody of Raphael's School of Athens

Portrait of a Boy

The Infant Samuel

Continence of Scipio

Self-Portrait

The Infant Hercules Strangling the Serpents

Portrait of Anne Sneyd (d.1784), as a Shepherdess

Portrait of Andrew Stuart

Lady Sunderlin

General Sir Banastre Tarleton

Cupid Untying the Zone of Venus

Die Schwestern Waldegrave

Porträt der Lady Bamfylde

Porträt der Lady Caroline Howard

Porträt der Lady Cockburn und ihrer Söhne

Porträt der Lady Jane Halliday

Porträt der Nelly O'Brien

Porträt des Colonel George K. H. Coussmaker

Porträt des Colonel John Hayes St. Leger, Detail

Porträt des Kommodore Augustus Keppel

Porträt des Lord Heathfield

Herzog von Marlborough und seiner Familie

Selbstporträt

Selbstporträt


Zeichnungen

Vier spielende Kinder

Sir Joshua Reynolds, PRA FRSA (* 16. Juli 1723 in Plympton bei Plymouth, Grafschaft Devon, England; † 23. Februar 1792 in London) war neben William Hogarth und Thomas Gainsborough der bekannteste und durch sein künstlerisches und kunsttheoretisches Wirken der einflussreichste englische Maler des 18. Jahrhunderts. Er wird zur "English school" des 18./19. Jahrhunderts gezählt. 1768 wurde er erster Präsident der neu gegründeten Royal Academy of Arts.[1]

Leben
Frühe Jahre

Reynolds wurde als Sohn eines Geistlichen geboren und begann mit siebzehn Jahren eine Lehre bei dem Porträtmaler Thomas Hudson in London. Es waren vier Lehrjahre ausgemacht, doch schon nach zweieinhalb Jahren verließ Reynolds die Werkstatt Hudsons wieder, da er alles gelernt hatte, was Hudson ihm beibringen konnte. In den folgenden Jahren versuchte er sich in Plymouth in der Porträtmalerei.


Die Italienreise und ihr Einfluss

Als er 1750 bis 1752 in Italien war, vervollständigte er seine künstlerische Ausbildung. Er war begeistert von der Kunst der Antike und der Hochrenaissance, vor allem von den Werken Raffaels und Michelangelos, was ihn allerdings nicht davon abhielt, einige witzige Parodien auf ihre Werke zu malen, so etwa eine Persiflage auf Raffaels Schule von Athen. Aber auch die Venezianer hinterließen ihren Einfluss in Reynolds' Werken.


Hinwendung zum „Grand Style“ mit seinen Anleihen bei großen Meistern

Zurück in London ist der Einfluss Italiens in seinen Werken unverkennbar. Fortan widmet sich Reynolds dem „Grand Style“ und wird zum Verfechter einer Porträt- und Historienmalerei, die sich am Ideal der großen Kunst vergangener Epochen orientiert. Mit seiner Methode des „borrowing“ übernahm er Handlungen, Haltungen oder Gesten anderer Meister in sein Werk. Dies war kein einfaches Kopieren der alten Meister, sondern ein Wetteifern mit diesen.


Joshua Reynolds: Porträt der Society of Dilettanti (1777/79)
Die Nobilitierung der englischen Bildnismalerei

Im 18. Jahrhundert war in England hauptsächlich die Porträtmalerei nachgefragt, denn Adlige und reiche Geschäftsleute wollten an den Wänden ihrer Räume vor allem sich selbst in idealisierter Form repräsentiert sehen. Zudem traute man, auch wenn man andere Bildgattungen schätzte, den englischen Malern keine Historienbilder im großen Stil zu, sondern nur ausländischen Künstlern, vor allem Italienern und Franzosen. Dabei stellte seinerzeit das Historiengemälde die höchste Gattung innerhalb der Malerei dar. Diese Gattung wurde von den Sammlern jedoch überwiegend in Italien gekauft, und um die englische Malerei auf eine Stufe mit der Malerei in anderen europäischen Ländern zu stellen, galt es, die englische Historienmalerei, wie sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts nur wenige einheimische Künstler, etwa James Thornhill, pflegten, stärker gesellschaftsfähig zu machen. Um dies zu erreichen, näherte Reynolds das Porträt der Historie an. Diese Annäherung bedeutete eine Idealisierung und Erhöhung des Porträtierten, die bei den Auftraggebern gut ankam. Reynolds entwickelt sich zum beliebtesten Porträtmaler in London.
Präsident der Royal Academy of Arts (1768–1792)

Als 1768 die Royal Academy of Arts gegründet wurde, blieb König Georg III., der nicht unbedingt ein Anhänger Reynolds war, auf Grund von dessen Beliebtheit in der Öffentlichkeit nichts anderes übrig, als ihn zum Präsidenten zu ernennen. Und im darauffolgenden Jahr wurde Reynolds für seine Verdienste geadelt. In der Position des Akademie-Präsidenten war es für ihn leichter, sein Ziel, die Nobilitierung der englischen Malerei, zu erreichen.


Historiengemälde

1773 wagte er es erstmals, ein Historiengemälde, Ugolino und seine Söhne im Hungerturm, in der Royal Academy auszustellen, um die Öffentlichkeit auch an andere Gattungen neben der Porträtmalerei heranzuführen.


Die „Discourses on Art“

Auch seine jährlich gehaltenen Diskurse bei der Preisverleihung der Royal Academy dienten der Erhöhung der englischen Kunst. Zum einen versuchte er der englischen Malerei mit Hilfe der Doktrin „ut pictura poesis“, die die Malerei mit der Dichtkunst vergleicht, eine Tradition zu verschaffen, zum anderen propagierte er die Historienmalerei und den „Grand Style“, der seiner Meinung nach der einzig angemessene Stil für diese Bildgattung darstellte. Somit beeinflusste er durch seine ausgestellten Werke und seine Diskurse den Geschmack der Sammler und die Kunstproduktion.
Reise nach Flandern

1781 unternahm er eine Reise nach Flandern und Holland, die ihn auch in einige deutsche Städte, wie Aachen, Köln oder Düsseldorf, führte. Hier wurde er von der Kunst Rubens’ stark beeinflusst. Er war begeistert von dessen Farbauftrag und der formlosen Darstellung seiner Themen. In Reynolds Werken ist nun ein stärker malerischer Stil zu bemerken, und die Darstellung in seinen Gemälden wird lebendiger und dramatischer.


Die letzten Jahre

1784 wurde Reynolds zum Hofmaler des Königs ernannt. 1789 allerdings erblindete er und musste die Malerei aufgeben.


Wertung
Statue Joshua Reynolds' im Hof der Royal Academy of Arts, London

Reynolds ist es gelungen, der englischen Malerei eine Tradition zu verschaffen und die brachliegende einheimische Historienmalerei zu erneuern und bei einem breiten Publikum hoffähig zu machen. Mit seinen akademischen Diskursen stellte er für lange Zeit die alleinige Autorität innerhalb der englischen Kunsttheorie dar.

Reynolds hat sich besonders als Bildnismaler ausgezeichnet. In dem feinen Gefühl für Formen und in dem kräftigen Vortrag übertraf er alle früheren englischen Maler, und auch in der Farbgebung erreichte er eine seltene Frische. Doch fehlte ihm Originalität. Als Eklektiker suchte er die Vorzüge von Tizian, Rubens, Rembrandt und Correggio zu vereinigen, geriet dabei aber in koloristische Experimente, die viele seiner Bilder verdorben haben. Besonders gut gelang ihm die Darstellung der Jugendfrische und des naiven Wesens der Kinder. Aus heutiger Sicht weniger gelungen sind die Ausführungen seiner Historienbilder, lassen diese doch die Leichtigkeit der Komposition und die Wahrhaftigkeit der Darstellung vermissen. Eines seiner besten Gemälde ist der Tod des Kardinals Beaufort und von größter Anmut sein Liebesgott, der Schönheit den Gürtel lösend. Seine von ihm als Präsident der Malerakademie gehaltenen "Discourses" (London 1778 und später immer wieder neu aufgelegt; deutsch zuerst Dresden 1781) zeichnen sich durch die Eleganz des Stils und die Reichhaltigkeit des philosophischen und ästhetischen Gedankenguts aus.


Werke

Der junge Crewe als Heinrich VIII., 1776, Leinwand, 51×110 cm. London, Slg. Marquess of Crewe.
Dr. John Mudge, 1752, Leinwand, 80×62 cm.
Edward Holden Cruttendens Kinder, 1763, Leinwand, 174×170 cm. New York, Slg. M. Field.
Elizabeth Gunning, Duchess of Hamilton and Argyll, 1758–60, Leinwand, 234×145 cm. Port Sunlight (Cheshire), Lady Lever Art Gallery.
Garrick zwischen Tragödie und Komödie, 1760–61, Leinwand, 172×181 cm. Rushbrooke, Slg. Lord Rothschild.
Georgiana Duchess of Devonshire und ihre Tochter Georgiana, 1786, Leinwand, 44×141 cm. London, Slg. Duke of Devonshire.
Jeremiah Meyers Tochter Mary als Hebe, 1772, Leinwand, 129×99 cm. London, Slg. A. de Rothschild.
Lady Anne Lennox, Countess of Albermarle, 1757-59, Leinwand, 126×101 cm. London, National Gallery.
Lady Elizabeth Keppel, 1757–59, Leinwand, 72×61 cm. London, Slg. A. de Rothschild.
Lady Sarah Bunbury opfert den drei Grazien, 1765

Porträt der Lady Cockburn und ihrer drei ältesten Söhne, 1773

Porträt des Colonel George K. H. Coussmaker vom Regiment der Garde-Grenadiere, 1770-80

Die Schwestern Waldegrave, 1770-80

Charles Burney, 1781

William Fawcett, 1785

Venus und Amor, 1788

Literatur

Henry William Beechey: The Literary Works of Sir Joshua Reynolds. London 1852, 2 Bände.
Charles Robert Leslie und Tom Taylor: The Life and Times of Sir Joshua Reynolds. London 1865. 2 Bände.
Edmond Malone (Hrsg.): The Works of Sir Joshua Reynolds. London 1798. 3 Bände.
Algernon Graves und William V. Cronin: A History of the Works of Sir Joshua Reynolds I-IV. London 1899–1901.
Frederick W. Hilles: The Literary Career of Sir Joshua Reynolds. Cambridge 1936.
Ellis K. Waterhouse: Reynolds. London 1941.
Derek Hudson: Sir Joshua Reynolds: A Personal Study. London 1958.
Robert R. Wark (Hrsg.): Sir Joshua Reynolds: Discourses on Art. San Marino/Calif. 1959.
Nicholas Penny: Reynolds. Kat. Royal Academy of Arts, London 1986.
Andrea M. Kluxen: Das Ende des Standesporträts. Die Bedeutung der englischen Malerei für das deutsche Porträt 1760-1848. München 1989.
Renate Prochno: Joshua Reynolds. Weinheim 1990.
David Mannings, Martin Postle: Sir Joshua Reynolds – a complete catalogue of his paintings. New Haven, Yale Univ. Press, 2000, ISBN 0-300-08533-8.
John Ingamells und John Edgcumbe (Hrsg.): The Letters of Sir Joshua Reynolds. New Haven, Yale Univ. Press, 2000.
Ian McIntyre: Joshua Reynolds. The Life and Times of the First President of the Royal Academy. London 2003.
Iris Wien: Joshua Reynolds – Mythos und Metapher, Paderborn, Fink Verlag, 2009, ISBN 978-3-7705-4653-4.

Einzelnachweise
Royal Academy of Arts: Datenbankeintrag - Joshua Reynolds abgerufen am 10. April 2013

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